Eishockey-Bundestrainer Harold Kreis hat seinen finalen WM-Kader nominiert. Auch zwei Kölner sind dabei.
Deutscher WM-KaderHaie-Profi aussortiert – Teamkollege gibt Debüt

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Dominik Bokk wird seine erste WM für Deutschland spielen.
Der WM-Kader steht! Bundestrainer Harold Kreis erhält kurz vor dem Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz weitere Verstärkung.
Wie der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) am Montag mitteilte, stößt in Torhüter Jonas Stettmer, den Verteidigern Kai Wissmann und Eric Mik sowie den Stürmern Andreas Eder, Frederick Tiffels und Manuel Wiederer ein Berliner Meister-Sextett zur Nationalmannschaft.
NHL-Star Seider dabei – Haie-Profi gibt WM-Debüt
Der Kader für das Turnier ist damit komplett. Auch Moritz Seider, der nach der Generalprobe am Sonntag in Mannheim gegen die USA (2:5) bereits grünes Licht gegeben hatte, steht im finalen DEB-Aufgebot.
Auch zwei Profis der Kölner Haie stehen im finalen Aufgebot. Parker Tuomie, der den Verein allerdings verlassen wird, ist ebenso dabei wie Dominik Bokk. Mit Bokk, Samuel Dove-McFalls, Philipp Sinn, Stettmer und Marcus Weber schaffen fünf Debütanten den Sprung zur WM.
„Nach dem Spiel gegen die USA haben wir nochmal eingehend über die letzten zu vergebenden Plätze gesprochen und sind überzeugt, die Rollen in der Mannschaft für die Weltmeisterschaft nun optimal besetzt zu haben“, sagte Kreis. Sportvorstand Christian Künast sprach von „keiner leichten Entscheidung“.
Denn kurz vor der WM wurde nochmal ausgesiebt. Dabei traf es auch den Kölner Jan-Luca Sennhenn. Der Straubinger Tim Fleischer, der mit den Haien in Verbindung gebracht wird, ist ebenfalls nicht dabei. Zudem schafften die Torhüter Leon Hungerecker (Bremerhaven) und Niklas Treutle (Nürnberg), die Verteidiger Arkadiusz Dziambor (Schwenningen), Julius Karrer (Nürnberg) sowie die Stürmer Alexander Blank (Augsburg), Tim Brunnhuber (Straubing) und Alexander Karachun (Schwenningen) den finalen Cut nicht.
Kreis und Künast mussten auf vielen Positionen improvisieren. Nach den Absagen von Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka werden mit Lukas Reichel und Nico Sturm wahrscheinlich weitere NHL-Profis beim Turnier in der Schweiz fehlen, das für Deutschland am Freitag gegen den Olympia-Dritten Finnland beginnt. Mit Philipp Grubauer, Seider und Joshua Samanski sind ein Jahr vor der Heim-WM nur drei Profis aus der besten Liga der Welt angereist.
Nur 13 Spieler der zur besten Nationalmannschaft aller Zeiten hochgejubelten Olympia-Auswahl stehen im 25er-Kader für die WM. Neben dem langjährigen Kapitän Moritz Müller von den Kölner Haien sagte auch der Berliner Jonas Müller ab, zudem fehlen unter anderem Justin Schütz (Adler Mannheim) und Tobias Rieder (Red Bull München).
Seider, der eine Verletzung aus der langen NHL-Saison getragen hatte, fühlt sich gut. „Ich glaube, dem Ganzen sollte nichts mehr im Weg stehen“, hatte der Verteidiger der Detroit Red Wings nach seinem persönlichen Härtetest gegen die USA gesagt.
Für Eder ist die zweite WM-Nominierung etwas Besonderes. Sein Bruder Tobias war im Januar 2025 verstorben. Aus München wechselte er wenige Monate später nach Berlin, wo sein Bruder, der zuvor bei der WM in Tschechien dabei war, gespielt hatte. Mit den Eisbären holte der Stürmer zuletzt die Meisterschaft.
Das Aufgebot des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB):
Torhüter: Philipp Grubauer (Seattle Kraken), Maximilian Franzreb (Adler Mannheim), Jonas Stettmer (Eisbären Berlin)
Verteidiger: Fabio Wagner, Philip Sinn (beide Red Bull München), Leon Hüttl (ERC Ingolstadt), Marcus Weber (Nürnberg Ice Tigers), Leon Gawanke (Adler Mannheim), Moritz Seider (Detroit Red Wings), Eric Mik, Kai Wissmann (beide Eisbären Berlin)
Stürmer: Dominik Kahun (HC Lausanne/Schweiz), Dominik Bokk, Parker Tuomie (beide Kölner Haie), Maximilian Kastner (Red Bull München), Stefan Loibl (Straubing Tigers), Samuel Dove-McFalls (Nürnberg Ice Tigers), Daniel Fischbuch (Iserlohn Roosters), Nicolas Krämmer (Fischtown Pinguins), Joshua Samanski (Edmonton Oilers), Alexander Ehl, Marc Michaelis (beide Adler Mannheim), Andreas Eder, Frederick Tiffels, Manuel Wiederer (Eisbären Berlin)
In der Gruppe A in Zürich bekommt es Deutschland neben Finnland auch mit Olympiasieger und Titelverteidiger USA, Gastgeber Schweiz, Lettland, Österreich, Ungarn und Aufsteiger Großbritannien zu tun. (are/sid)

