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DEL-Playoffs Spannung bis zum Schluss: Kölner Haie liefern harten Kampf in Berlin

Intensives Duell um den Puck zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien in den DEL-Playoffs.

Hart umkämpftes Spiel zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien zum Playoff-Auftakt am Sonntag (10. April 2022).

Heiße Phase in der DEL: Zum Auftakt der Playoffs haben sich die Kölner Haie bei Meister Eisbären Berlin tapfer geschlagen, aber knapp mit 1:2 verloren. Jetzt soll in Spiel zwei in der Lanxess-Arena der Ausgleich her.

Jetzt brauchen die Kölner Haie ihren X-Faktor! Zum Start in die Playoffs hielt der KEC am Sonntag (10. April 2022) das Duell bei den Eisbären Berlin bis zur letzten Sekunde offen, unterlag nur knapp mit 1:2. In der Best-of-five-Serie ist damit aber längst nichts verloren.

Schon im zweiten Duell am Dienstag (19.30 Uhr, Tickets für die Partie in der Lanxess-Arena sind auf der Haie-Homepage noch verfügbar) wollen die Haie dann mit Fan-Unterstützung im Rücken die Wende in der Viertelfinal-Serie einleiten. „Wir probieren hartes, intensives Eishockey zu spielen, wir wollen unseren Speed nutzen und das haben wir heute gemacht“, lobte Alexander Oblinger und richtete den Blick schon auf das nächste Duell: „Wir müssen das über 60 Minuten machen, dann haben wir eine Chance zu bestehen und zu gewinnen.“

Kölner Haie verlieren im zweiten Drittel den Faden

Obwohl einige treue Anhänger am Sonntag (10. April 2022) den Weg in die Hauptstadt angetreten hatten, fehlte dem KEC die Unterstützung einer vollen Lanxess-Arena. Die soll in Spiel zwei zum Faktor werden! Dennoch schlugen die Haie sich achtbar: Sie liefen lange einem 0:2-Rückstand hinterher, zeigten aber Moral und hatten nach dem späten Anschlusstor bis zuletzt Hoffnung auf die Verlängerung.

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Marcel Nobels trifft zum 1:0 für die Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie.

Der Moment des Einschlags: Marcel Nobels trifft am 10. April 2022 zum 1:0 für die Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie.

Der Auftakt bot gleich Feuer: Zwischen Alex Oblinger und Jonas Müller flogen nach einem ausgefahrenen Arm des Berliners an der Bande schon nach drei Minuten die Fäuste. Beide waren von den Schiedsrichtern kaum zu trennen und mussten für jeweils zwei Minuten vom Eis. Die beste Gelegenheit im torlosen ersten Drittel hatten sogar die Kölner mit einer Doppelchance, die Eisbären-Torwart Mathias Niederberger glänzend entschärfte.

Im zweiten Spielabschnitt dann aber nach nicht einmal einer Minute die kalte Dusche für die Kölner Haie: Der Puck ging tief in der eigenen Hälfte verloren, die Eisbären schalteten schnell und trafen durch Marcel Noebels zur 1:0-Führung. Zehn Minuten später legten die Berliner nach: Leo Pföderl hielt kurz vor dem Tor noch den Schläger in einen Flachschuss und löffelte den Puck durch die Beine von Carl Neill in die Maschen.

Kölner Haie gegen starke Berliner plötzlich wieder dran

Bis auf wenige Aussetzer lieferte der KEC ein seriöses Auswärtsspiel ab, ließ aber vor allem die Überzahl-Situationen ungenutzt. „Man hat gemerkt, dass die Kölner schon mittendrin sind. Bei uns hat es etwas gedauert“, sagte Eisbären-Angreifer Leo Pföderl anerkennend über den Auftritt der Haie, die durch die Pre-Playoffs bereits voll im Saft standen.

Zeitweise fehlte den Haien Maxi Kammerer, der nach einem Gesichts-Treffer länger behandelt wurde, dann aber tapfer weitermachte. „Die Nase ist glaube ich gebrochen, aber ich kriege Luft, das passt soweit“, zeigte er sich bei MagentaSport tapfer. Im abschließenden Spielabschnitt trudelte die Partie dann recht lange vor sich hin, die Berliner verwalteten ihre Zwei-Tore-Führung. Doch dann war der KEC plötzlich wieder dran!

Einen wuchtigen Schuss von Lucas Dumont konnte Niederberger nicht festhalten, David McIntyre war zur Stelle und staubte in Minute 54 aus kurzer Distanz ab. Für die letzten knapp zwei Minuten holte Uwe Krupp (56) Keeper Justin Pogge vom Eis, brachte einen sechsten Feldspieler. Eine letzte dicke Chance ergab sich zwar noch, doch den Ausgleich konnte der KEC damit nicht mehr erzwingen.

Kölner Haie wollen Meister Eisbären Berlin ausschalten

Im Vorlauf des Duells hatten sich die Berliner noch einmal darum bemüht, ihre Favoritenrolle verbal zu untermauern. „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht. Der Gegner ist egal. Wir wollen jeden schlagen“, tönte Verteidiger Kai Wissmann (25). Von der erwarteten deutlichen Überlegenheit war aber nichts zu spüren. Stattdessen lieferten die Haie dem Titelverteidiger einen harten Kampf.

Der KEC hatte sich vor allem über die Zusatz-Chance nach einer langen DEL-Hauptrunde gefreut. Die war überhaupt erst durch die steigende Formkurve zu Saisonende wieder in Reichweite gelangt. Jetzt haben die Haie Blut geleckt. Auch von FC-Coach-Steffen Baumgart (50) gab es gute Wünsche vor dem Duell, obwohl der Wahl-Berliner auch aus seiner Sympathie für die Eisbären kein Geheimnis machte. (bc)

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