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„Werden wir nicht mehr schaffen“Mega-Frust bei Haie-Fans vor Spiel in Dresden

Die Haie-Fans jubeln mit Janne Juvonen.

Die Haie-Fans durften zuletzt zahlreiche Siege bejubeln. Doch rund um das Dresden-Spiel war der Frust riesig.

Aktualisiert

Etwa 800 Haie-Fans haben sich im Sonderzug auf den Weg nach Dresden gemacht. Doch auf der Strecke gab es große Probleme.

Die Kölner Haie schweben in der DEL auf einer Erfolgswelle, doch einige Fans erlebten am Sonntag rund um das Auswärtsspiel des Tabellenführers bei den Dresdner Eislöwen einen echten Albtraum.

Ihr Sonderzug von Köln nach Dresden fuhr eine deutliche Verspätung ein. Schon rund zwei Stunden vor dem eigentlichen Beginn wurde deshalb entschieden, das Spiel nach hinten zu verschieben, von 16.30 auf 16.45 Uhr. Doch den Frust der betroffenen Fans minderte das kaum.

Haie-Fans verpassen mindestens Teile des Spiels

„Was sollen die 15 Minuten bringen, DEL?“, fragte ein Fan bei Instagram. „Das schaffen wir doch niemals, wir sind bei Hannover“, meldete sich ein anderer Fan, der offensichtlich im Sonderzug saß. Ein weiterer schrieb: „15 Minuten ist so lächerlich. Immerhin fahren wir jetzt, aber wenn’s gut läuft, sehen wir gerade noch so ein Drittel des Spiels.“

Auch das Haie-Fanprojekt meldete sich zu Wort. „Unsere Anreise nach Dresden gestaltet sich aufgrund mehrerer Sperrungen leider schwierig. Schon jetzt steht fest: Den Spielbeginn werden wir nicht mehr schaffen“, hieß es in einem Facebook-Beitrag, der gegen 14.30 Uhr veröffentlicht wurde.

Weiter schrieb das Fanprojekt: „Aktuell rollt unser Haie-Sonderzug wieder und wir tun alles, um noch einen Teil des Spiels sehen zu können. Ob dies gelingt, oder wir ggf. vorzeitig umkehren müssen, entscheidet sich im weiteren Fahrtverlauf. Haie-Fans, an dieser Stelle ein sehr persönliches Wort: Das Verständnis und der Zuspruch, den wir in diesen Stunden von Euch im Zug erfahren, berührt uns sehr. Es zeigt uns einmal mehr, dass wir zusammenhalten!“

Das Spiel komplett zu verpassen – für die Fans natürlich der Super-GAU. Doch leider kam es genauso: In Magdeburg musste der Zug umdrehen und sich auf die lange Heimreise machen. Für die rund 800 Fans ein Sonntag zum Vergessen: Um kurz vor 6 Uhr morgens hatte sich der Zug in Köln-Deutz auf den Weg gemacht, die geplante Ankunft war um 13.24 Uhr.

Kurios: Erst vor rund zwei Wochen hatte es beim Spiel der Dresdner gegen den ERC Ingolstadt ebenfalls einen späteren Beginn wegen eines verspäteten Sonderzugs gegeben.

Der Anhang aus Ingolstadt traf am 21. Dezember dann aber noch pünktlich zum um eine Viertelstunde nach hinten verschobenen Spielbeginn an der Joynext-Arena ein. Belohnt wurde die lange Anreise der Ingolstädter nicht, der ERC, zu diesem Zeitpunkt noch Spitzenreiter, verlor mit 2:3 beim Schlusslicht.