Die Schulferien in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden sind fast vorbei! Das bedeutet Chaos auf den Straßen. Das sind die größten Nadelöhre.
Rückreisewelle rolltHier wird das Wochenende zur Geduldsprobe für Autofahrer

Copyright: Jonas Walzberg/dpa
Stau auf einer Autobahn
Für zahlreiche Autofahrer entwickelt sich das Wochenende zwischen dem 28. und 30. August zu einer massiven Belastungsprobe. Eine gewaltige Welle an Heimkehrern bewegt sich quer durch die Bundesrepublik, denn in Nordrhein-Westfalen sowie in den Nachbarländern Niederlande, Belgien, Tschechien, Polen und Frankreich neigt sich die schulfreie Zeit dem Ende zu. Die Konsequenz ist klar: Die Fernstraßen, die nach Hause führen, werden brechend voll sein.
Der massive Andrang auf die Ferienregionen im Süden und an den Meeresufern ist zwar abgeebbt, dennoch sind Wartezeiten einzuplanen. Zahlreiche Nachzügler und Bergfreunde sind weiterhin auf dem Weg in die Alpen oder in die Mittelgebirge. An den Nachmittagen von Freitag bis Sonntag ist daher mit den gravierendsten Verkehrsstörungen zu rechnen. Wer flexibel ist, weicht besser auf Montag oder Dienstag aus und meidet dabei die Hauptverkehrszeiten. Das berichtet „ADAC“.
Hier droht Stillstand: Diese Autobahnen sind betroffen
Auf den zentralen Verkehrsverbindungen braucht man starke Nerven. Vor allem die wichtigen Routen von Norden nach Süden und von Osten nach Westen sind stark belastet. Erschwerend kommt hinzu, dass etwa 1000 Baustellen bundesweit die Lage weiter anspannen und den Verkehrsfluss erheblich verlangsamen.
Auf den folgenden Abschnitten ist mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen:
- A1 Fehmarn – Köln
- A2 Dortmund – Magdeburg
- A3 Oberhausen – Passau
- A4 Aachen – Görlitz
- A5 Heidelberg – Basel und Kassel – Frankfurt
- A7 Flensburg – Füssen
- A8 Salzburg – Karlsruhe
- A11 Stettin – Berliner Ring
- A61 Ludwigshafen – Mönchengladbach
Mögliches Verkehrs-Chaos auch jenseits der Grenze
Die Verkehrslage spitzt sich nicht allein in Deutschland zu, auch in den angrenzenden Ländern werden die Rückreiserouten stark frequentiert sein. In Österreich geht die schulfreie Zeit in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zu Ende, was besonders die A10 (Tauernautobahn) und die A13 (Brennerautobahn) unter Druck setzen dürfte. Bei den Eidgenossen stellen die A2 (Gotthard-Route) und die A13 (San-Bernardino-Route) die kritischen Engpässe dar.
Ein spezieller Hinweis richtet sich an alle, die aus den Niederlanden kommen: Die bedeutende Fernstraße A12 zwischen Utrecht und Arnheim wird am Wochenende aufgrund von Baumaßnahmen vollständig abgeriegelt. Diese Blockade beginnt am Freitag (28. August) um 21.00 Uhr und endet am Montagmorgen (31. August) um 5.00 Uhr. Wer hier unterwegs ist, sollte eine zusätzliche Stunde an Reisezeit einkalkulieren.
Laster und Kontrollen: Zusätzliche Geduldsprobe
Eine Sonderregelung führt zu noch dichterem Verkehr auf den Fernstraßen. Aufgrund des geringen Wasserstands der Flüsse ist das Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen an Sonn- und Feiertagen in beinahe jedem Bundesland aufgehoben worden. Lediglich in Sachsen-Anhalt bleibt die Regelung bestehen. Am Samstag, dem 29. August, findet das Ferienfahrverbot in diesem Jahr zum letzten Mal Anwendung.
Darüber hinaus sollten sich Heimkehrer auf ausgedehnte Wartephasen an den nationalen Grenzen vorbereiten. Die Kontrollen bei der Einreise nach Deutschland sind seit Mai 2025 wieder intensiviert worden. Dies betrifft insbesondere die Grenzübergänge Richtung Österreich, wie Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93), sowie die Übergänge nach Polen und Dänemark (Ellund, A7). Mit stundenlangen Verzögerungen ist ebenfalls bei Reisen von und nach Slowenien, Kroatien, Griechenland und in die Türkei zu rechnen. (red)
Zusätzlich zu den Verkehrsstockungen gibt es einige komplette Sperrungen. Auf der A1 im Raum Hamburg mit Fahrtziel Lübeck ist von Freitagabend (22.00 Uhr) bis Montagmorgen (5.00 Uhr) kein Durchkommen. Die A3 zwischen Köln und Oberhausen wird von Samstagfrüh (3.00 Uhr) bis Sonntagabend (20.00 Uhr) zwischen dem Kreuz Breitscheid und dem Kreuz Kaiserberg gesperrt. Längerfristige Blockaden bestehen zudem auf der A25 bei Hamburg, der A27 bei Bremen sowie der A44 bei Essen. Obwohl Ausweichstrecken ausgeschildert sind, ist auch dort mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen. (red)
