„Adam sucht Eva“ Tikehau-Atoll: Das ist die Insel der RTL-Nackedei-Show

Luftaufnahme: Tikehau von oben

Luftaufnahme: Tikehau von oben

„Adam sucht Eva – gestrandet im Paradies“ heißt es aktuell wieder bei RTL. Hüllenlos wie die ersten Menschen suchen die Singles ihr Liebesglück. Doch in welchem Paradies hat RTL die Nackt-Dating-Show eigentlich gedreht? Wir erklären die Nackt-Insel aus dem Fernsehen.

Tikehau (oder Tikihau) ist ein Atoll im Tuamotu-Archipel im Pazifischen Ozean. Es gehört politisch zu Französisch-Polynesien. Das ringförmige Korallenriff liegt 340 Kilometer nordöstlich von Tahiti, etwa 50 Flugminuten entfernt. Größter Ort von Tikehau ist Tuherahera im Süden des 27 Kilometer langen Atolls. Der nahe gelegene Flughafen wurde 1977 eingeweiht. Von dort starten täglich Flieger zur Hauptstadt Papeete auf Tahiti und zu anderen Atollen in der Region. Urlauber aus Deutschland fliegen über Los Angeles oder Tokio nach Papeete und steigen dort in einen Inselzubringer um.

„Die Insel sollte den Vorstellungen eines Paradieses möglichst nahe kommen“, sagt RTL zu der Wahl. Türkis funkelndes Meerwasser, wie nirgendwo anders auf der Welt: „Das Atoll und die umliegenden Inseln sind der Südseetraum schlechthin, so wie man sich das Paradies vorstellt.“

Wichtig waren auch die klimatischen Bedingungen: „In vielen Gebieten herrscht im Sommer Regenzeit, so dass diese nicht in Frage gekommen sind.“ Außerdem seien die Temperaturen sowohl tagsüber als auch nachts so angenehm, dass die nackten Kandidaten nicht frieren müssen.

Auf Tikehau dreht sich alles um Fische

Der erste Europäer in Tikehau war in den 1820er Jahren Otto von Kotzebue, Offizier bei der russischen Marine und Entdeckungsreisender. 1987 fanden Wissenschaftler um den französischen Meeresforscher Jaques-Yves Cousteau heraus, dass sich nirgendwo sonst in Französisch-Polynesien so viele Fische tummeln wie rund um Tikehau.

Im Dating-Format „Adam sucht Eva - Gestrandet im Paradies“ treffen sich zwei Singles wie Gott sie schuf auf einer Trauminsel.

Im Dating-Format „Adam sucht Eva - Gestrandet im Paradies“ treffen sich zwei Singles wie Gott sie schuf auf einer Trauminsel.

Kein Wunder, dass Fisch auf dem Speiseplan der Einheimischen ganz oben steht und der Fischfang die Haupteinnahmequelle der rund 400 Atoll-Bewohner ist.

Familien bewirtschaften zusammen so genannte Fischparks, eingezäunte Unterwassergebiete. Den Fang verkaufen die Insel-Bewohner auf dem Markt – dafür bringen sie die Fische mit dem Flugzeug nach Papeete, der Hauptstadt Französisch-Polynesiens auf der Insel Tahiti.

„Adam sucht Eva“-Dreh blieb nicht unbemerkt

Neben der Fischerei leben die Einwohner auch vom Tourismus. Urlauber lieben die feinen, mit Kokosnusspalmen gesäumten Sandstrände. Aufgrund des klaren Wassers und der beeindruckenden Unterwasserwelt ist das Atoll ein hervorragender Schnorchel- und Tauchspot. Haie, Hechte, Mantarochen und Papageienfische können Touristen hier beobachten.

Dass sich ein deutscher Fernsehsender die paradiesische Kulisse Tikehaus als Drehort für „Adam sucht Eva“ ausgesucht hat, blieb den Insel-Bewohnern natürlich nicht verborgen. Zum Start der Serie berichtete das örtliche Radio über die verrückte Nackt-Dating-Show der Deutschen. Und was denken die Einheimischen selbst? „Es kommen ja nicht viele Deutsche hierhin“, erklärte ein Fischer damals scherzend der Bild-Zeitung. „Aber wenn sie uns Geld bringen, dann dürfen sie auch gerne auf der Insel nackig einen Handstand machen. Das ist uns egal.“

(kkl)

Zum Träumen: Die schönsten Fotos vom Pearl Beach Resort auf Tikehau, in dem auch schon Sendematerial gedreht wurde. (Bildquelle: Trivago)

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