Punkte in Flensburg: So schnell ist der Lappen weg
Acht Punkte und SchlussWann Punkte verfallen und wann der Führerschein weg ist

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Spürbare Folgen: Je nach Anzahl der eingetragenen Punkte drohen Verwarnungen, Fahrverbote oder im schlimmsten Fall der Entzug der Fahrerlaubnis.
Wer „Punkte in Flensburg“ sammelt, landet in der Sünderkartei des Kraftfahrt-Bundesamtes. Das Ziel ist klar: Verkehrssünder, die immer wieder auffallen, sollen so erkannt werden, damit man einschreiten kann. Und so ein Punkt ist schneller da, als man glaubt.
Laut dem Auto Club Europa (ACE) reicht schon ein scheinbar harmloses Vergehen für den ersten Eintrag. Wer zum Beispiel in zweiter Reihe hält oder den Fahrradweg zustellt und dadurch andere behindert oder sogar gefährdet, ist schon dabei.
Zwei oder drei Zähler: Dann wird's richtig teuer
Für zwei Punkte auf einen Streich muss das Vergehen schon ein anderes Kaliber haben. Das passiert laut ACE bei „groben Strafverstößen und Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Fahrverbot einhergehen“. Beispiele hierfür sind, wenn man innerorts mindestens 31 km/h zu schnell ist oder außerorts mit 41 km/h zu viel geblitzt wird. Auch wer länger als eine Sekunde bei Rot über die Ampel fährt, ist fällig.
Die Höchststrafe von drei Punkten gibt es für Straftaten, die direkt zum Verlust der Fahrerlaubnis führen – etwa bei Fahrten unter Alkoholeinfluss. Dabei zählt nicht, wie hoch das Bußgeld ausfällt, sondern wie groß das Risiko für andere im Verkehr war.
Wann ist der Lappen wirklich in Gefahr?
Wer nur einen einzigen Punkt sammelt und sich sonst an die Regeln hält, braucht sich keine großen Gedanken zu machen. Auch zwei oder drei Einträge führen noch nicht zu direkten Maßnahmen. Ernst wird es aber ab dem vierten Punkt: Dann flattert laut ACE eine schriftliche Ermahnung ins Haus. Darin steht auch der Hinweis, dass man mit einem freiwilligen Fahreignungsseminar sein Konto erleichtern kann. Aber Achtung: Diese Chance gibt es nur bis zu einem Kontostand von fünf Punkten, und man kann auf diese Weise nur einen einzigen Punkt alle fünf Jahre loswerden.
Bei sechs oder sieben Zählern gibt es eine Verwarnung. Dazu der dringende Hinweis, dass der Führerschein bald weg sein könnte. Mit acht Punkten ist das Spiel dann aus: Der Lappen ist futsch!
Wie man die Einträge wieder loswird
Die Punkte verschwinden aber auch von selbst wieder, ganz ohne einen Kurs besuchen zu müssen. Abhängig von der Schwere des Regelbruchs verfallen sie nach einem festgelegten Zeitraum. Der ACE nennt diese Tilgungsfristen:
Probezeit: Für Neulinge am Steuer ist es härter
Wer den Führerschein noch nicht lange besitzt und in der zweijährigen Probezeit unterwegs ist, sollte doppelt aufpassen. Wer zum Beispiel deutlich zu schnell fährt, alkoholisiert am Steuer sitzt oder sich zwei kleinere Vergehen leistet, dem droht eine Verlängerung der Probezeit auf insgesamt vier Jahre. Obendrauf kommt laut ACE die Pflicht, ein Aufbauseminar zu besuchen.
Leistet man sich danach noch einen Fehltritt, folgt eine schriftliche Verwarnung. Zudem wird die Teilnahme an einer freiwilligen verkehrspsychologischen Beratung empfohlen. Beim nächsten dicken Patzer ist die Fahrerlaubnis dann endgültig weg.
Und noch ein Tipp: Wer versucht, die Punkte auf jemand anderen abzuwälzen, indem er eine andere Person als Fahrer benennt, spielt mit dem Feuer. Ein solches Vorgehen ist laut ACE eine Straftat. Wegen falscher Verdächtigung kann das eine saftige Geldstrafe oder sogar bis zu fünf Jahre Haft bedeuten. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
