Der Verdächtige der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot.
Sechsfach-Mord in StadeTatverdächtiger tot im Gefängnis aufgefunden
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Der Verdächtige der Bluttat mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist tot.
Wie das niedersächsische Justizministerium am Dienstag (21. Juli) in Hannover mitteilte, beging der Mann im Gefängnis Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es demnach nicht.
Ermittlungen zu Todesumständen eingeleitet
Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt entdeckte den Mann den Angaben zufolge am Dienstag gegen 6.05 Uhr bei einer Routinekontrolle in seiner Einzelzelle. Er habe bereits keine Körpertemperatur mehr aufgewiesen, erklärte das Ministerium. Ein Notarzt habe dann um 6.29 Uhr den Tod des Manns festgestellt. Ermittlungen zu den konkreten Todesumständen seien eingeleitet worden.
Nach Ministeriumsangaben war die Justizvollzugsanstalt bereits mit der Formulierung eines „umfassenden Sofortberichts“ befasst, Angehörige des Verdächtigen und Hinterbliebenen der Getöteten wurden informiert. Auch der zuständige Landtagsunterausschuss sei bereits unterrichtet worden.
Der 45-Jährige soll vor drei Wochen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade während eines sogenannten Hilfeplangesprächs sechs Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamts erschossen haben. Hintergrund der Tat war nach Ermittlererkenntnissen mutmaßlich ein Sorgerechtsstreit.
In der Einrichtung waren demnach die drei Monate alte Tochter des Verdächtigen sowie die 34-jährige Kindsmutter untergebracht. Der Mann wurde kurz nach der Tat auf der Flucht festgenommen und befand sich seitdem in Untersuchungshaft. Ihm wurde von den Ermittlern ein mutmaßlicher sechsfacher Mord vorgeworfen. (AFP)
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