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A7-Drama ohne EndeZehn Jahre nach Einsturz mit Totem ist die Justiz nicht fertig

Brückeneinsturz bei Schweinfurt

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Noch immer beschäftigen sich Gerichte mit dem Unglück. (Archivbild)

Brückeneinsturz bei Schweinfurt: Opfer warten auf Justiz

Ein Jahrzehnt nach dem fatalen Brückeneinsturz nahe Schweinfurt, der einen Menschen das Leben kostete, ist die rechtliche Aufarbeitung der Tragödie weiterhin nicht abgeschlossen. Für die Opfer und ihre Familien ein nicht endender Albtraum.

Der 15. Juni 2016: Ein Tag, der alles veränderte. Auf der A7 bei Werneck im nördlichen Bayern brach das Gerüst für die neue Schraudenbach-Talbrücke zusammen. In diesem Moment wurden gerade 1.500 Tonnen Beton eingegossen. Zahlreiche Arbeiter stürzten über 20 Meter tief. Für einen Bauarbeiter kam jede Hilfe zu spät, 14 weitere erlitten Verletzungen. Laut Gerichtsakten stammen die meisten Betroffenen aus Kroatien.

Angeklagte Ingenieure: Haftstrafen auf Bewährung

Vier Männer mussten sich vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten, darunter drei Prüfingenieure und ein Statiker. Der Vorwurf: fahrlässige Tötung. Ein heute 62-jähriger Ingenieur erhielt im Mai 2023 eine Strafe von anderthalb Jahren auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung und 14-facher fahrlässiger Körperverletzung. Sein Versuch, das Urteil anzufechten, war erfolglos; es ist nun rechtskräftig.

Die Richterin fand im Urteil klare Worte: Eine fehlerhafte Statik sei die Ursache für die Katastrophe gewesen. Das errichtete Traggerüst für die neue Brücke war für die enorme Last in dem eingestürzten Bereich niemals ausgelegt.

Talbrücke Schraudenbach

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Mittlerweile ist die Brücke erneuert. (Archivbild)

Urteil aufgehoben, Verfahren eingestellt

Ein weiterer Angeklagter, heute 52 Jahre alt, erhielt im selben Prozess eine Strafe von neun Monaten auf Bewährung. Doch dann die Wende: Der Bundesgerichtshof kassierte dieses Urteil wegen eines formalen Fehlers wieder ein. Der Fall wurde an eine andere Abteilung des Landgerichts verwiesen. Wann der Prozess gegen diesen Prüfingenieur neu aufgerollt wird, ist bislang unklar.

Für einen dritten Prüfingenieur, der inzwischen 68 Jahre alt ist, endete der Prozess mit einem Freispruch. Das Verfahren gegen den vierten Beschuldigten, einen 54-jährigen Statiker, wurde im Mai 2025 eingestellt. Die Begründung der Kammer: Die Schuld des Mannes sei als gering anzusehen. Er musste jedoch eine Geldauflage von 5.000 Euro leisten. Empfänger ist das Bayerische Rote Kreuz in Schweinfurt.

Opfer kämpfen weiter um Millionen-Schmerzensgeld

Während die strafrechtlichen Verfahren sich hinziehen, bleiben die zivilrechtlichen Ansprüche davon unberührt. Am Landgericht Schweinfurt allein sind noch drei Zivilklagen anhängig. Dort geht es um Schadenersatz und Schmerzensgeld für die Betroffenen.

Aufräumarbeiten an eingestürzter Brücke

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Drei Urteile von Strafprozessen sind bereits rechtskräftig. (Archivbild)

Die Anwältin des Statikers sprach während des Prozesses von sieben Zivilverfahren allein gegen ihren Mandanten. „Da geht’s um mehrere Millionen“, so die Juristin. Für die Opfer und ihre Familien heißt das: Das Warten auf Gerechtigkeit geht weiter.

Die ursprüngliche Brücke stammte aus dem Jahr 1965 und musste wegen ihres maroden Zustands ersetzt werden. Der ständige Verkehr mit schweren Lkw über Jahrzehnte hatte auf der stark genutzten Autobahn 7 deutliche Schäden verursacht. Das neue Bauwerk wurde Ende 2019 vollendet, misst 236 Meter in der Länge und hat laut Autobahndirektion Nordbayern rund 18 Millionen Euro gekostet. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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