Mehr Pfingst-Flair als die Päonie verbreitet wohl kaum eine andere Pflanze. Hier gibt's Wissenswertes rund um die Pfingstrose - und Partywissen zum Angeben!
PäoniePflanzen-Prinzessin (nicht nur) zu Pfingsten

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Ein prächtiger Strauß mit zarten Pfingstrosen kommt immer gut an. Schließlich gilt die Päonie als Prinzessin des Frühsommers. Sie wird als Symbol für Liebe und Glück gern auch in Brautsträuße gebunden.

Endlich, werden viele Gärtnerinnen und Gärtner wonnig aufseufzen, endlich ist sie da: die Pfingstrosen-Zeit! Zwar hat die Prinzessin des Frühsommers mit der Rose außer dem Namen nichts am Hut, bilden die üppigen Pflanzen doch eine eigenständige Familie – die der Paeoniaceae mit der einzigen Gattung Paeonia, die mehr als 30 Arten umfasst. Aber genug der Wissenschaft, wir stürzen uns mitten hinein in die prächtige Päonien-Welt.
Pfingstrosen können uralt werden, sie zählen zu den langlebigsten Gartenpflanzen überhaupt. Und weil sie darüber hinaus noch sehr genügsam daher kommen, sind sie die perfekten Pflanzen für alle die, die einen pflegeleichten Garten schätzen, der trotzdem was hermacht: Weil viele Pfingstrosen so schön buschig wachsen, sind sie auch lange nach der Blüte mit ihrem sattgrünen Laub ein Hingucker im Beet.
Pfingstrosen: Diese Pflanzen passen perfekt zur Päonie
Apropos Beet: Wer Stauden – und genau das sind die meisten Pfingstrosensorten – mag, wird diese Begleiter lieben. Zu Pfingstrosen passen gut zarte, schlanke und filigrane Pflanzen, die mit den üppigen Päonien-Blättern harmonieren. Zum Beispiel:
- Rittersporn (Delphinium); übrigens die Lieblingsblume von König Charles III.!
- Steppensalbei (Salvia nemorosa). Ähnlich anspruchslos wie die Pfingstrose. Beide vertragen allerdings keine Staunässe. Aber welche Pflanze tut das schon ...
- Frauenmantel (Alchemilla mollis): Die gelb-grüne Farbe harmoniert mit den sattgrünen Päonien-Blättern.
- Zierlauch (Allium): Wenn die Pfingstrosen verblüht sind, sorgen die großen lilafarbenen Allium-Blüten für tolle Effekte.
- Akelei (Aquilegia): Die zarten Blüten wirken leicht und luftig neben dem üppigen Flor der Pfingstrosen.
Staudenpfingstrosen mögen es sonnig und vertragen auch etwas schwerere, lehmhaltige Böden. Sie dürfen im Gegensatz zu den Strauchpfingstrosen (entwickeln Äste und Zweige, verlieren im Winter lediglich das Laub) nicht zu tief eingepflanzt werden – es kann sein, dass sie dann nicht oder nur mäßig blühen.
Im ersten Jahr nach der Pflanzung muss nicht gedüngt werden. Danach freut sich die Pflanze im Frühjahr und nach der Blüte über Staudendünger. Ist die Blütezeit vorbei, kann man die verwelkten Teile knapp unterhalb des Blütenstandes mit einem scharfen Messer abschneiden. Das verhindert die Bildung von Samen und die Pfingstrose kann all ihre Kraft in Wuchs und Blütenbildung im Folge-Jahr stecken.
Päonien-Partywissen zum Angeben
- Benannt wurde die Pfingstrose nach dem griechischen Götterarzt Paian. Der heilte mit der Pflanze der Sage nach die Wunden des Pluto (Gott der Totenwelt), die ihm von Herakles in der Schlacht um Pylos geschlagen wurden.
- Bereits im Mittelalter wurden der Pfingstrose die Attribute Reichtum, Heilung und Schönheit zugeordnet.
- In China gilt die Pfingstrose als Symbol für Wohlstand und Vornehmheit.
- Sogar ein Asteroid wurde nach ihr benannt: „(1061) Paeonia“, der mit 16,80 Kilometern pro Sekunde durchs All rast. Hui!
- Die Pfingstrose gilt als Symbol für Glück und Liebe in der Ehe, weshalb sie gern in Brautsträuße eingearbeitet wird.
- In der alten Volksmedizin wurde die Päonie gegen Migräne, Nervenschmerzen sowie bei Gelenk- und Gliederschmerzen eingesetzt, weshalb sie im Altdeutschen „Gichtrose“ heißt. Für uns aber ist sie die prächtige Päonie – und der Star im Frühlingsbeet!
Wer Ameisen an den Knospen entdeckt, möge bitte nicht verzweifeln: Denn die kleinen Krabbler sind ausgesprochen nützlich, sie laben sich an dem süßen Saft, den die Knospen absondern und helfen der Pfingstrose dabei, ihre Blüte zu öffnen. Tipp, falls sich in der Vase Knospen nicht öffnen wollen: Einen Schuss Spüli in Wasser geben, Knospe eintauchen. Durch das Spüli wird die Zuckerschicht entfernt und die Päonie kann sich öffnen.
