Winter-Pflegetipps Darum sollten Sie am Wochenende Ihr Auto waschen

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Autofahrer sollten mit der Autowäsche warten, bis die Temperaturen wieder leicht über null Grad liegen.

Autofahrer sollten bei Frost am Tag nicht in die Waschanlage fahren. Zurückbleibendes Wasser kann dann unter Umständen an den Bremssätteln oder den Türdichtungen gefrieren, erklärt Philipp Schreiber vom Tüv Süd. „Man wartet lieber auf leichte Plusgrade.“ Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sollen es am kommenden Wochenende stellenweise bis zu acht Grad werden – ideale Temperaturen also für eine Autowäsche.       

Tipp: Ist das Auto sehr verschmutzt, kann man Scheinwerfer und Scheiben mit einem Lappen säubern.

Besser morgens waschen?

Generell sollte das Auto im Winter aber sogar häufiger gewaschen werden als in anderen Jahreszeiten, sagt Schreiber. „Die Verschmutzung ist einfach höher.“ Und auch Salzrückstände sollten regelmäßig runter, da sie die Korrosion beschleunigen können. Der ADAC rät, bei kalter Witterung Waschstraßen anstelle von offenen Waschportalen zu bevorzugen. Waschstraßen seien demnach in der Regel ordentlich beheizt: Das Auto trocknet besser.

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Gerade im Winter ist es wichtig, dass die Scheinwerfer nicht zu schmutzig oder bedeckt sind.

Weil Salz- und Staubreste durch die Anlagenbürsten in den Lack gerieben und für Kratzer sorgen können, ist die Vorwäsche im Winter besonders wichtig, betont der Autoclub. Mit einem Dampfstrahler wird diese Schicht vorher heruntergespült. Eine Unterbodenwäsche entfernt abgelagertes Salz von der Unterseite des Wagens. Nach dem Herausfahren aus der Anlage empfiehlt der ADAC, auf gerader Straße einmal auf das Bremspedal zu treten. Das hilft gegen Eisablagerungen an der Bremse.

Auch wenn das Thermometer am Tag über null Grad anzeigt: Autofahrer sollten Nachtfrost nicht vergessen. Denn Wasserrückstände können dann über Nacht gefrieren. „In dem Fall wäscht man den Wagen lieber früh, anstatt nachmittags nach der Arbeit“, erklärt Tüv-Mann Schreiber. So kann er bis zur Nacht trocknen - wenn er denn draußen steht. Parkt man in einer beheizten Garage, ist der Nachtfrost kein Problem.

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Ein kleines Guckloch reicht nicht aus. Autofahrer müssen die Scheibe vollständig freikratzen.

Scheinwerfer säubern

Vor allem die Scheinwerfer brauchen Pflege. Viele Autofahrer putzen diese im Winter jedoch zu selten. Das wird gefährlich, wenn der Schmutz die Leuchtstärke beeinträchtigt. Darauf weist der Tüv Thüringen hin. Die eigene Sicht reduziert sich, gleichsam wird man von anderen Verkehrsteilnehmern schlechter und später erkannt.

Die Lichtanlage nur beim Tanken zu reinigen, reiche oft nicht. Das Winterwetter sorgt für nasse Straßen und damit für verschmutzte Scheinwerfer und Scheiben. Streugut verschlimmert den Effekt.

Spätestens wenn die Leuchtkraft der Scheinwerfer und Rücklichter getrübt wird, sollte der Autofahrer sie putzen oder durch die Waschstraße fahren. Denn gerade bei Dunkelheit oder Nebel sind eine saubere Windschutzscheibe und Lichtanlage überlebenswichtig, so der Tüv Thüringen.

Reifen ckecken und Motor abstellen

Der Winter bringt jedoch nicht nur Dreck, die starken Temperaturschwankungen beeinflussen auch den Reifendruck. Der Tüv Thüringen rät daher, ihn häufiger zu checken. Pro zehn Grad Temperaturunterschied ändert sich der Druck um rund 0,1 bar. Winterreifen, die man bei 15 Grad Außentemperatur mit korrekten 2,0 bar aufziehen ließ, haben bei minus zehn Grad mit nur 1,75 bar zu wenig Druck, erklärt der Tüv.

Der korrekte Wert ist wichtig für das Fahrverhalten, den Spritverbrauch sowie den Reifenverschleiß.Die Autofahrer sollten regelmäßig bei kalten Reifen vor der Fahrt messen.

Die richtigen Werte stehen in der Bedienungsanleitung und zumeist auf einem Hinweisschild im Türeinstieg des Fahrers oder auf der Innenseite des Tankdeckels.

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Gerade im Winter ist es wichtig, dass die Scheinwerfer nicht zu schmutzig oder bedeckt sind.

Hier droht ein Bußgeld

Die kalten Temperaturen führen zudem häufig zu vereisten Scheiben. Leider sieht man jedoch immer noch Leute, die beim Eiskratzen den Motor laufen lassen, damit es drinnen schön warm wird. Doch das Warmlaufenlassen im Stand verstößt gegen Paragraph 30 der Straßenverkehrsordnung. Ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro kann die Folge sein. Darauf weist der Tüv Thüringen hin.

Das Warmlaufen sei außerdem technisch nicht erforderlich und belaste die Umwelt unnötig. Wer im Winter gern im warmen Wagen starten möchte, sollte sich überlegen, eine Standheizung nachzurüsten, rät der Tüv Thüringen.

Wichtig: Ein kleines Guckloch in der vereisten Scheibe reicht nicht. Schneemassen auf dem Dach können sich beim Bremsen lösen. Sie können die eigene Sicht behindern oder auf nachfolgende Autos prallen.

(dpa/rk)

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