Mazda bringt die dritte Auflage seines Erfolgsmodells CX-5. Das SUV kommt größer, digitaler und eleganter daher. Doch ein entscheidender Punkt sorgt für Ernüchterung bei Autofans.
Mazdas Bestseller CX-5 neu aufgelegtMehr Raum, schickes Design – aber der Antrieb enttäuscht
Das Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“ nimmt sich Mazda offenbar zu Herzen. Die Japaner rollen im April die dritte Auflage ihres Kassenschlagers CX-5 zu den Händlern. Angekündigt werden mehr Geräumigkeit, ein stärkerer Auftritt und verbesserte digitale Features. Damit will der Autobauer aus Japan, so meldet die dpa, Modellen wie dem VW Tiguan und auch dem Toyota RAV-4 Konkurrenz machen. Der Einstiegspreis liegt bei 34.990 Euro.
Zunächst wirkt der neue CX-5 zwar kostspieliger. Wenn man jedoch die aufgewertete Serienausstattung berücksichtigt, ist er laut Mazda-Kalkulation sogar um etwa zehn Prozent günstiger als das Vorgängermodell.
Mehr fürs Geld: Das SUV wächst und wird eleganter
Nicht nur die Optik des CX-5 wurde von Mazda geschärft, etwa durch neue Scheinwerfer, sondern auch die Abmessungen haben sich verändert. Das SUV legt bei Länge und Radstand um circa zwölf Zentimeter zu. Mit einer Gesamtlänge von 4,69 Metern gibt es jetzt deutlich mehr Raum, was vor allem Passagieren im Fond zugutekommt. Auch das Ladevolumen ist gewachsen und beträgt nun 583 bis 2.019 Liter.
Das Interieur hat ebenfalls eine Frischzellenkur erhalten. Man stößt zwar gelegentlich auf Hartplastik, aber der CX-5 bewahrt seinen traditionell-schicken Stil. Anstelle einer Flut von Displays gibt es neben den digitalen Anzeigen einen vergrößerten Monitor. Dieser lässt sich jetzt per Touchscreen bedienen, was endlich auch während der Fahrt funktioniert. Weil eine neue Software von Google zum Einsatz kommt, ist die Bedienung für jeden Handy-Besitzer kinderleicht.
Der große Dämpfer: Schwächer als der Vorgänger
Beim Antrieb wagt Mazda jedoch nur einen kleinen Fortschritt. Der CX-5 wird weiterhin von einem konventionellen Verbrennungsmotor angetrieben, der nur von einem Mildhybrid-System eine kleine Hilfe bekommt. Dieses unterstützt beim Starten und rekuperiert Bremsenergie, doch für rein elektrisches Fahren reicht es nicht.
Und hier kommt die echte Überraschung: Die Leistung des neuen CX-5 beträgt nur 104 kW/141 PS, was tatsächlich etwa zehn Prozent weniger Kraft als beim Vorgängermodell bedeutet. Weitere Motorisierungen sind nicht im Angebot. Das spürt man deutlich: Die Beschleunigung von null auf 100 km/h benötigt mindestens 10,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit ist bei 187 km/h erreicht. Überholmanöver fühlen sich zäh an, fast so, als bräuchte das SUV eine Gedenksekunde. Bei starker Beanspruchung wird das Aggregat außerdem recht laut und wirkt angestrengt.
Effizienz statt Rasanz
Die Priorität liegt eindeutig auf dem Verbrauch. Aus diesem Grund wurde der Hubraum des Vierzylindermotors auf 2,5 Liter erhöht und eine Zylinderabschaltung integriert. Wer gemütlich fährt, soll laut Herstellerangabe mit 7,0 Litern auf 100 Kilometer auskommen. Im Gegensatz zum Motor wirkt das Fahrwerk hellwach: Der CX-5 reagiert exakt auf Lenkbefehle, gleicht Unebenheiten gekonnt aus und schafft einen gelungenen Spagat zwischen Bequemlichkeit und Agilität.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Mazda CX-5 in seiner dritten Auflage vieles verbessert: Er hat ein ansprechenderes Design, mehr Raumangebot, ist moderner und am Ende sogar preiswerter. Wirkliche Innovationen bleiben jedoch aus. Wer eine komplett neue Erfahrung sucht, für den steht bald der vollelektrische CX-6e in den Startlöchern. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

