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Die Schlaf-Falle bei der WMExperte warnt vor Folgen der späten Spiele und gibt Tipps

Ein Mann schläft an seinem Schreibtisch

Copyright: Monique Wüstenhagen/dpa Themendienst/dpa-tmn

Am Tag nach dem späten WM-Match siegt die pure Müdigkeit? Dann tut ein Nickerchen gut (aber lieber nicht im Büro).

WM-Nächte rauben den Schlaf: Mediziner mit ernster Warnung

Fußball-WM raubt Kölnern den Schlaf: Mediziner mit ernster Botschaft – „Das macht euren Körper kaputt“ Endlich rollt der Ball bei der WM und die Domstadt ist außer Rand und Band! Doch die Anstoßzeiten sind ein echter Killer für den Biorhythmus. Ein Mediziner hat eine klare Ansage zu den Gefahren der nächtlichen Fußball-Partys.

Der Startschuss für die Fußball-Weltmeisterschaft fällt am Donnerstag (11. Juni), und für die Partien werden etliche Anhänger ihre Nachtruhe drangeben. Da die Turnieraustragung in den USA, Kanada und Mexiko erfolgt, laufen bei uns in Deutschland viele Begegnungen erst zu später Stunde, mitten in der Nacht oder gar am frühen Morgen.

Doch wer sich wiederholt die Nächte vor dem Bildschirm um die Ohren schlägt, setzt laut dem Schlafexperten Hans-Günter Weeß deutlich mehr aufs Spiel als bloße Abgeschlagenheit. „Wer nur eine Nacht weniger schläft, als es seinem normalen Schlafbedarf entspricht, schwächt sein Immunsystem und hat am folgenden Tag ein geringeres Leistungsvermögen“, erklärt der Leiter des interdisziplinären Schlafzentrums des Pfalzklinikums in Klingenmünster. Bereits nach einer einzigen verkürzten Nacht nehmen Konzentration, Erinnerungsvermögen und die eigene Leistungsfähigkeit ab – gleichzeitig erhöht sich die Unfallgefahr.

Fußball-Nächte überstehen: So geht's!

Vor allem für diejenigen, die am Folgetag zeitig aufstehen oder zur Arbeit in der Frühschicht müssen, werden die ausgedehnten Fußball-Events zur Belastungsprobe. Ein schwacher Trost bleibt: „Sollte Deutschland am Abend gewonnen haben, wird es wohl etwas leichter fallen.“

Der Fachmann empfiehlt Anhängern, die sich Partien am frühen Morgen ansehen möchten, vorzuschlafen. Insbesondere Personen, die üblicherweise zeitig zu Bett gehen, sollten sich bemühen, vor dem Anpfiff zusätzliche Ruhezeit zu sichern.

Wer wochenlang nächtliche Spiele verfolgt und am Tag schläft, dessen Körper stellt sich zwar auf den veränderten Takt ein. Doch Achtung: Im Anschluss an das Turnier benötigt der Organismus häufig einige Tage, um sich wieder an den gewohnten Wechsel von Tag und Nacht anzupassen.

No-Gos in der WM-Nacht: Finger weg von diesen Dingen!

Ein kühles Bier zum Anstoß? Für viele ein Muss, aber der Schlafforscher mahnt zur Vorsicht: Alkoholkonsum kann böse Folgen haben. Er mindert die Güte des Schlafs, hemmt entscheidende Tiefschlafperioden und sorgt für häufigeres Aufwachen. „In der Kombination mit Schlafmangel potenzieren sich die leistungsbeeinträchtigenden Wirkungen.“

Viele setzen auf Kaffee oder Energydrinks, um die Nacht durchzustehen. Diese halten zwar während der Partie wach, doch ihr Effekt ist mit dem Abpfiff nicht vorbei, wie Weeß betont. Abhängig vom individuellen Stoffwechsel kann das Koffein auch viele Stunden danach das Einschlummern blockieren und die ohnehin knappe Nachtruhe zusätzlich beeinträchtigen.

Ebenso ist beim Essen Mäßigung gefragt. Üppige, fettige und kohlenhydratlastige Speisen können die Nachtruhe stören. Meldet sich der Hunger, ist eine kleine, leichte Zwischenmahlzeit die klügere Alternative.

Aufgedreht nach dem Spiel? So kommt ihr wieder runter

Wer nach einer aufwühlenden Partie nicht abschalten kann, sollte tunlichst die Finger von Schlaftabletten lassen. Effektiver sind Entspannungstechniken oder gedankliche Reisen. Entscheidend ist, den Zwang und die Anspannung beim Einschlafen loszulassen. Der Fachmann fasst es treffend zusammen: „Es gibt keine bessere Methode, sich wach zuhalten, als unbedingt schlafen zu wollen.“

Damit der Start in den Folgetag gelingt, rät Hans-Günter Weeß zu Aktivität an der frischen Luft und einer großen Dosis Tageslicht. Eine Wechseldusche kann ebenfalls den Kreislauf anregen. Wer mit den Nachwirkungen der verkürzten Nacht kämpft, kann mit einem Powernap entgegenwirken. „10 bis 20 Minuten sind völlig ausreichend, um sich danach wieder fit und leistungsfähig zu fühlen.“ Ein längeres Schläfchen kann hingegen den gegenteiligen Effekt haben: Man fühlt sich im Anschluss noch matter. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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