„Das geht unter die Haut“ ZDF: Neue Sendung „XY gelöst“ – Sven Voss erweitert Kult-Sendung

Sven Voss steht im Treppenhaus des Polizeipräsidiums.

Sven Voss im alten Polizeipräsidium in Frankfurt. Der Moderator führt durch die neue ZDF-Sendung „XY gelöst“.

Im ZDF startet die neue Sendereihe „XY gelöst“ als Erweiterung des Erfolgsformats „Aktenzeichen XY… ungelöst“. Moderator der neuen Sendung ist Sportmoderator Sven Voss.

In diesen Tagen ist Sven Voss (46) vor allem wieder als Sport-Moderator gefordert. Er begleitete den Halbfinal-Sieg der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der EM und war am Samstag (30. Juli) Gastgeber im Sportstudio. Nun wartet eine neue Herausforderung auf den früheren Wahl-Kölner.

Am Freitag (5. August, 21.15 Uhr) beginnt im ZDF die neue Sendereihe „XY gelöst“. Damit wird die beliebte und sehr erfolgreiche Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ um ein weiteres Format ergänzt. Voss wird darin inzwischen gelöste Kriminalfälle gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Mitgliedern der damaligen Ermittlungsgruppen noch einmal aufrollen.

ZDF: Sven Voss führt durch die neue Sendung „XY gelöst“

„So blöd es klingt, aber XY ist schon so eine Art TV-Lagerfeuer. Ich bin langjähriger Fan der Sendung und damit groß geworden“, sagt er im EXPRESS.de-Gespräch. „Meine Mutter wollte zwar damals nie, dass ich die Sendung schaue, weil sie in ihren Augen zu brutal und zu realistisch war. Aber die Chance, dass theoretisch jeder vor dem Fernseher dazu beitragen kann, dass ein Verbrechen aufgeklärt wird und die Gerechtigkeit siegt, hat mich immer schon fasziniert. Dass ich nun in diese Reihe eintauche, ist schon ein kleiner Ritterschlag“.

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Seit 1967 versucht die Polizei mithilfe der ZDF-Fernseh-Zuschauerinnen und -zuschauer Verbrechen aufzuklären. Bis zur Festnahme und Verurteilung ist es oft ein weiter Weg. So wie im Auftaktfall von der achtjährigen Johanna Bohnacker, die 1999 aus Bobenhausen verschwand und später tot aufgefunden wurde. Über 18 Jahre ermittelten verschiedene Sonderkommissionen, diese Detail-Arbeit wird in den 45-minütigen Filmen noch einmal nachgezeichnet.

„Die Themen gehen unter die Haut, auch wenn ich alles über die Fälle im Vorfeld natürlich gelesen hatte“, sagt Voss. „Im Fall Johanna haben wir beispielsweise genau an dem Tatort gedreht, wo sie entführt wurde. Da schaut man sich dann schon um und fragt sich, wie das passieren konnte und warum das keiner gesehen hat.“

Sven Voss (r.) im Interview mit Staatsanwalt Thomas Hauburger (l.) zu einem Kindesmord aus dem Jahr 1999.

Moderator Sven Voss drehte an den Original-Tatorten, wie hier mit Staatsanwalt Thomas Hauburger zum Fall Johanna.

Der Sport-Experte ist selber Vater von zwei Kindern und behandelt in den ersten vier abgedrehten XY-Folgen neben dem Schicksal von Johanna auch den Fall Mirco aus dem Jahr 2010. „Das ist dann schon heikel, das nicht so nah an sich ran zu lassen“, sagt der 46-Jährige. „Andererseits spüre ich bei den Gesprächen mit den Ermittler-Teams und Forensikern auch eine große Genugtuung. Die Suche nach der Lösung ist oft zermürbend und viel Kleinarbeit. Man ist sich nie sicher, ob eine Spur zum Ergebnis führt.“

Gesendet wird das neue Format „XY gelöst“ vorerst am Freitagabend. Dort war 36 Jahre lang auch „XY… ungelöst“ zu Hause. Sollten die vier bisher abgedrehten Sendungen vom Publikum angenommen werden, geht es weiter. „Wir können noch liefern. Es gab in der Geschichte so viele komplizierte Kriminalfälle“.

ZDF: Beerbt Sven Voss in ein paar Jahren seinen Kollegen Rudi Cerne?

Als designierten Nachfolger für Rudi Cerne (63) sieht sich Voss übrigens noch nicht. „Zum einen macht Rudi das hervorragend, er ist das Gesicht der Sendung. Zum anderen hat er seinen Vertrag gerade erst bis 2026 verlängert. Ich freue mich erst einmal, dass ich mein Portfolio erweitern und etwas anderes als Sport präsentieren kann.“

Voss hat auch noch andere Betätigungsfelder, beispielsweise das Schreiben. In diesen Tagen erscheint sein neues Kinderbuch „Champions“ über spannende Sport-Persönlichkeiten.

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