„Sing meinen Song“Tim Bendzko berichtet von Erfahrungen mit häuslicher Gewalt – Kollegen geschockt

Tim Bendzko wurde einst Opfer häuslicher Gewalt: In der kommenden Folge „Sing meinen Song“ (VOX) hat er sich deshalb ein ganz besonderes Lied von Eko Fresh ausgesucht.

Tim Bendzko wurde einst Opfer häuslicher Gewalt: In der kommenden Folge „Sing meinen Song“ (VOX) hat er sich deshalb ein ganz besonderes Lied von Eko Fresh ausgesucht.

Popsänger Tim Bendzko (39) litt in seiner Jugend unter häuslicher Gewalt. Diese überraschende Enthüllung macht er in der kommenden Folge von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (Vox).

Achtung, Spoiler: Wenn am kommenden Dienstag, 28. Mai, ab 20.15 Uhr bei Vox die sechste Show der elften Staffel von „Sing meinen Song“ im Fernsehen läuft, wird es hochemotional. Denn Tim Bendzko berichtet seinen geschockten Musikerkolleginnen und -Kollegen, dass er in seiner Kindheit häusliche Gewalt erfuhr.

Eigentlich steht an diesem Themenabend die Karriere von Rapper Eko Fresh (40) im Mittelpunkt. Aber Bendzko hat sich mit „Stärker als Gewalt“ einen außergewöhnlich berührenden Song ausgesucht. Darin verarbeitet Eko die Vergangenheit seiner Ehefrau Sarah Bora (35), die in einer früheren Beziehung Opfer von häuslicher Gewalt wurde.

Tim Bendzko: „Deshalb kann ich das schon ein bisschen nachempfinden“

Bendzko offenbart den anderen Künstlerinnen und Künstlern – Sammy Amara, Juli-Frontfrau Eva Briegel, Joy Denalane, Emilio, Eko Fresh und Gastgeber Johannes Oerding –, dass er sich leider nur allzu sehr in das Lied einfinden könne, weil er ähnliches erlebte: „Ich bin im ersten Drittel meiner Kindheit in einem Umfeld aufgewachsen, in dem ich ein bisschen zu viel Erfahrung damit machen musste.“ Bendzko weiter: „Deshalb kann ich das schon ein bisschen nachempfinden, wie sich diese Ohnmacht anfühlt und diese Hoffnungslosigkeit und Ausweglosigkeit.“

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Mit der Neuinterpretation von „Stärker als Gewalt“ wolle er Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und Betroffene daran erinnern, dass sie sich jederzeit Hilfe suchen können. Zum Erinnern und Aufrütteln sei Musik ein Mittel: „Es soll nicht schön werden, es soll unter die Haut gehen und unangenehm sein und bleiben. Manchmal muss Musik dafür herhalten, dass sie auch unangenehm berühren muss“, meint Bendzko.

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Wer der Täter war, sagt Bendzko nicht ausdrücklich. Dagegen schon, wer zu seiner Rettung wurde. „Ich kann an der Stelle auch sagen, dass ich meiner Mutter unfassbar dankbar bin, dass sie es geschafft hat, meinen Bruder und mich da rauszuziehen. Sonst würde ich heute nicht so hier sitzen und ein fröhlicher Kerl sein“, so der Sänger.

Die Kollegen reagieren bestürzt und emotional, kämpfen – erfolglos – gegen die Tränen. Eva Briegel, Frontfrau von Juli, meint nach dem berührenden Auftritt: „Ich habe Tim da stehen sehen und ich habe ihn nicht als erwachsenen Mann gesehen, sondern vor meinem inneren Auge war der auch immer ein kleiner Junge. Ich könnte jetzt schon wieder heulen, wenn ich daran denke. Das hat mich schon sehr berührt.“ (tsch)