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„The Voice of Germany“ Coach Rea Garvey „geschockt“: „Hat wer den Stecker gezogen?“

Rea Garvey sitzt bei „The Voice of Germany“ in seinem Coach-Sessel und fasst sich mit der Hand an den Kopf.

„The Voice of Germany“ (30. September 2022): Rea Garvey bibberte beim letzten Battle des Abends. Er hatte mit Sarah und Zio seine besten Talente ins Rennen geschickt. Doch nach den Proben war die große Zuversicht erst mal verflogen.

Gänsehaut-Feeling bei den fünften und letzten „Battles“ der aktuellen „The Voice of Germany“-Staffel. Angstschweiß, Sorge und extreme Schüchternheit lagen in der Luft – aber auch sensationelle Triumphe.

Es liegt in der Natur des großgewachsenen, mittlerweile dezent ergrauten Iren, dass er nicht nur sein Kreuz gerade hält, die Muskeln anspannt, sondern auch seine Klappe ganz weit aufreißt, wenn es um Herzensdinge wie die Musik geht. Und ein bisschen mag es auch mit der keltischen Volksseele zu tun haben, dass Rea Garvey zu sympathisch augenzwinkernder Großspurigkeit neigt.

„Ich verspreche euch ...“, leitete er das Finale der fünften und letzten Battles-Folge der aktuellen „The Voice of Germany“-Staffel mit einer selbstbewussten Ansage ein. „Ich verspreche euch, das, was als Nächstes auf die Bühne kommt, ist das nächste Level.“ Oder um es in Reas Worten kurz und knapp zu sagen: „It’s crazy.“

Rea Garvey: „Ich war bei der Probe schockiert“

Vielleicht war es aber auch die Anspannung, die hinter der letzten und für den Iren wichtigsten Entscheidung des Abends lag: Wieder einmal musste eine K.o.-Entscheidung getroffen werden. Und erneut waren die Qualen nicht nur bei den extrem vielversprechenden, hoch motivierten Kandidaten und Kandidatinnen deutlich sichtbar.

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Natürlich litt auch ihr „Papa“ – Teamchef Rea Garvey – Seelenschmerzen. Denn die Regeln sind klar: Nur eine oder einer kommt in der gnadenlosen Duell-Phase der Show pro Duett-Auftritt weiter. So altbekannt und doch immer wieder aufs Neue: so grausam!

Mit der rundum sympathischen Jungpolitikerin Sarah Alawuru, die es nach einem Vierer-Buzzer-Sensationserfolg in den „Blind Auditions“ ins Team Rea geschafft hatte, und dem originellen Rapper Vincenzo Rindone, genannt „Zio“, aus Mannheim hatte der Coach seine vermeintlich stärksten Talente in eine Entscheidungsschlacht geschickt. Und dafür musste es natürlich auch ein ganz besonderer Song sein: „Ready Or Not“ von den The Fugees. Ein rhythmisch anspruchsvoller, zwischen Gesangs- und Rap-Passagen changierender Hit, der sehr schwer perfekt zu präsentieren ist.

Sarah Alawuru während ihrer Performance auf der „The Voice of Germany“-Bühne.

Immer auf den Punkt: Sarah Alawuru lebt auf der Bühne auf. Im Alltag arbeitet sie als Ratsfrau in NRW. 

Tatsächlich liefen die Proben eher mau. Zumindest was den wuchtigen Wonderboy Zio anging. Die 20-jährige Sarah mit dem wilden Afrobop lieferte hingegen auf den Punkt. Doch die Herausforderung für ihren Battle-Gegner, der ja eigentlich so viel lieber ihr Battle-Partner sein sollte, erwies sich als hart. Zio nuschelte zunächst schüchtern vor sich hin. Reas Ansage, die eigentlich ein enormes Lob war, hatte ihn offensichtlich fast verstummen lassen: „Wenn die zwei sich auf der Bühne treffen, gehen die Raketen los.“

Doch dann Zios Beinahe-Komplettausfall! Was war passiert? „Ich war bei der Probe erst mal ein bisschen schockiert“, versuchte Rea Garvey seine Enttäuschung überraschend diplomatisch zu formulieren. Er vermutete sogar – mit gespielter Entrüstung – so etwas wie Sabotage. „Hat irgendwer den Stecker rausgezogen?“ Doch er räumte auch ein: „Es ist wahrscheinlich das schwierigste Lied in den ganzen Battles.“

The Voice: Peter Maffay bewundert „die Nase von Rea“

Umso größer war die Anspannung, was Sarah und Zio in der Halle vor Publikum anstellen würden. Kurz gesagt: Sie fackelten die Bühne ab! Es gab Standing Ovations – auch von den anderen Coaches Stefanie Kloß, Mark Forster und Peter Maffay.

„Ich bewundere die Nase von Rea“, staunte Maffay. „Dass er so was geahnt hat.“ Die Darbietung von Sarah und Zio fand er „wahnsinnig sexy“, so der 73-Jährige weiter. „Es war ein Spielfilm, der hier stattgefunden hat.“ Ihr Lob kaum mehr in Worte fassen konnte die Silbermond-Frontfrau: „Wow, was bitte war das denn?“, jubelte sie. „Es war die perfekte Symbiose. Es war so geil.“ Und auch Mark Forster musste sich ein Lob an den Kollegen und Frotzel-Dauergegner abringen. „Ich frage mich schon die ganze Zeit: Wie hat Rea euch das beigebracht?“, sagte er zu Sarah und Zio.

The Voice: Rea Garvey trifft seine Wahl

Die Qual der Wahl hatte aber der Teamkapitän. Und Rea litt. Nach einigem Hin und Her rang er sich dazu durch, mit demjenigen Talent weiterzugehen, das schon „ein bisschen weiter“ und „einen Ticken besser“ sei. „Deswegen gehe ich mit Sarah“, sagte Rea. Seine Crew für die Sing-Off-Phase war damit komplett. Und Zio war draußen!

Sarah aber, die mit ihrem Duett-Partner sichtlich glücklich abgegangen war, ließ einfach nicht locker: „Mark, bitte, bitte, lass ihn nicht gehen“, flehtre sie den „anderen“ Coach an, der noch in Besitz des wertvollen Rettungsjokers war. Tatsächlich: Mark Forster hatte sich die gesamte fünfte Battle-Show über seinen „Steal Deal“-Buzzer aufgehoben.

The Voice: Mark Forster zögert aufreizende lange

Bis zum Schluss! Und dann drückte er ihn mit aufreizend lässiger Geste eben doch. Sarah, die sich im Bühnen-Hintergrund schon von ihrer Familie und den Freunden hochleben ließ, fetzte wie ein Blitz im weißen Mini-Kleid wieder zurück ins Rampenlicht und schmiss sich Zio in die Arme.

Mark hatte sich den Mannheimer für sein „Sing Off“-Team „geschnappt“. Das Publikum tobte vor Freude und feierte die Erlösung mit „Mark Foster, Mark Forster“-Rufen. Der Mann mit der Kappe grinste. Gut gepokert!

Es war der aufwühlendste Moment eines Abends, der viel Aufregung geboten hatte. Extreme Schüchternheit verwandelte sich – mit ein bisschen Bühnen-Magie – in ganz großes Glück. Etwa dann, als im Team Steffi der 21-jährige Luan Huber und bei Mark Forster die 22-jährige Wienerin Ceri Hall-Brady weiterkam.

Rea Garvey selbst war den Tränen nah: Dann nämlich, als er nach einer zauberhaft schönen, märchenhaft verhauchten „Somewhere Only He Knows“-Darbietung die 19-jährige Ukrainerin Yasya Levchenko siegen ließ. Sie singt weiterhin für ihren Vater, der an der gefährlichen Front sein Land verteidigt. „In meinem Herzen sind mein Vater und ich immer zusammen.“ Es ist die Magie der Musik, die diese Stärke möglich macht. (tsch)

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