Verdacht auf Blindgänger in Köln 40 Erdbohrungen durchgeführt – Ergebnisse liegen vor

Janina Fautz über den Nazi-„Tatort“ Besonders eine Szene sorgte für Probleme

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Janina Fautz („Mechthild“) und David Zimmerschmied („Torsten“) in einer Szene des „Tatort: Sonnenwende“.

Na, die kennen wir doch! Jungstar Janina Fautz (24, „Der Wagner-Clan“) kehrt in den „Tatort“ zurück.

Vor einem Jahr machte Axel Prahl sie als blauhaariges Punk-Mädel zu seiner Ziehtochter. Jetzt kommt sie im zweiten Fall des Schwarzwald-Duos (hier unsere Kritik zum„Tatort: Sonnenwende“ nachlesen)zurück – als schüchterner Spross einer Nazi-Familie. Was für eine Wandlung. Das ist aber Taktik, erklärte uns Fautz.

Die Kölner „Tatort“-Kommissare sind umgezogen und ermitteln jetzt im gleichen Gebäude wie ihre bekannten Kollegen aus Münster und Dortmund (hier mehr erfahren)

„Ich freue mich sehr darüber, wenn ich möglichst verschiedene Rollen spielen darf", so Fautz. „Dieses Engagement hatte aber wohl nichts mit dem anderen Tatort zu tun. Ich war ganz normal beim Casting.“

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Nazi-Rolle war eine Herausforderung

Die Rolle der Nazi-Tochter war für sie allerdings schwerer als das Punkmädchen, gibt Janina zu.

„Gott sei Dank war ich noch nie in einer vergleichbaren Situation. Weder meine Familie noch meine Freunde haben je einer Sekte angehört oder haben irgendwelche Nazi-Tendenzen.

Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es wahnsinnig schwer ist, sich von so etwas zu distanzieren, wenn man da reingeboren wird. Gerade als junger Mensch ist es schwer, sich aus dem sicheren Familienkreis zu lösen. Vor allem, wenn die Eltern das nicht zulassen.“

Tatort-Chef Henke wurde wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung vom WDR freigestellt – er wehrt sich (hier mehr lesen)

Janina Fautz traf im „Tatort“ ihre „Mutter“ wieder

Witzig: Mit „Tatort“-Kommissarin Eva Löbau traf sie ihre „Mutter“ wieder.

„Ich habe lustigerweise meinen dritten Film mit ihr gedreht, da war ich erst zehn Jahre alt. Das war ,Mord in aller Unschuld‘, in dem sie meine Mutter gespielt hat.

Danach haben wir im ,Wagner-Clan‘ dieselbe Person gespielt, ich habe Eva Wagner als Kind gespielt, sie als erwachsene Frau. Wir begegnen uns immer wieder. Und das freut mich total.“

Die Unterschiede zwischen ihren „Tatorten“ 

Gab es denn Gemeinsamkeiten zwischen Münster und Schwarzwald, Prahl und Löbau?

„Die Dreharbeiten für beide ‚Tatorte‘ waren sehr verschieden. In Münster ging es für meine Figur vordergründig um die Beziehung zum Kommissar Thiel. Axel Prahl und ich hatten viel Spaß miteinander bei den Dreharbeiten.

Diesmal hatte ich weniger persönliche Beziehung zu den Kommissaren, denn meine Figur, Mechthild, traut ihnen nicht. 

Kussszene beim Dreh wird zum Problem

Im Zentrum des Films steht eine lange Kussszene mit Kollege David Müller – die mehr als 20 Mal gedreht werden musste.

„Das waren wirklich einige Takes“, erklärt Janina lachend. „Das war ohnehin eine schwierige Szene, weil wir auf einem Waldparkplatz gedreht haben – und viele Einstellungen  einfach nicht nehmen konnten, weil ein LKW vorbeifuhr oder ein Jogger aus dem Wald im Hintergrund stehen blieb. So was war leider sehr oft der Fall.

Das macht einen dann in einer so schwierigen emotionalen Szene wahnsinnig. Dieser Tag war wirklich hart, weil die äußeren Umstände so schwierig waren.“

Janina Fautz' Freund hat kein Problem mit Intimitäten im Film

Generell sind Kussszenen für die Berlinerin und ihren Freund (ein Maschinenbaustudent) kein Problem, sagt Janina. „Ich musste mich für die Szene nicht überwinden. Das gehört zum Beruf dazu – und ich hatte bisher immer Glück mit netten Kollegen…“ (lacht)

„Es ist auch keine normale Liebesszene, denn es schwingen bei beiden Figuren viele verschiedene und gegensätzliche Gefühle mit, und das machte die Szene für mich so spannend.“

Berlinerin bald zum dritten Mal im „Tatort“ 

Stimmt! Umso besser, dass sie uns im „Tatort“ bald ein drittes Mal begegnet. „Es kommt noch eine Tatort-Episoden-Hauptrolle im Münchner Tatort, aber für den gibt es noch keinen genauen Sendetermin. In diesem Tatort geht’s um Künstliche Intelligenz. Ich spiele die Fachfrau für ein Computerprogramm – eine intelligente Frau, die programmieren kann. Das ist für mich wieder ein ganz gegensätzlicher Typ.“

Für sie weiter eine Ehre, sagt sie: „Ein ,Tatort‘ ist schon etwas Besonderes, deshalb freue ich mich auch sehr, dass ich schon drei Mal mit ganz unterschiedlichen und reizvollen Rollen dabei sein durfte.“

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