Tampon, Sex & Nuckel-ZehDie 13 pikantesten Skandale der britischen Royals

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Von Tampongate bis Ehebruch: Das sind die 13 pikantesten Skandale im britischen Königshaus.

von Stefanie Monien (smo)

An deftigen Skandalen ist das britische Königshaus, dem nun König Charles III. vorsteht, so reich wie schottische Kilts an Tartanmustern. Noch zu Lebzeiten von Queen Elizabeth II. (1926-2022) erschütterten Sex-Eskapaden, hochnotpeinliche Telefonate und ein aus dem Ruder gelaufener Monarchenenkel im Nazi-Outfit die „Firma“, wie die 1997 tödlich verunglückte Prinzessin Diana (*1961) die Windsors zu nennen pflegte.

Überhaupt, die Windsors! Eine schrecklich nette Familie, möchte man meinen. Wobei die Gewichtung zwischen „schrecklich“ und „nett“ schwankt. Und eines muss man den adligen beziehungsweise  angeheirateten Fettnäpfchen-Tretern von Prinz Philip (1921-2021) über die Herzoginnen Fergie (*1959) und Sophie (*1965) bis hin zu Prinz Harry (*1984) und König Charles III. himself lassen: Mit stoischer Miene und „stiff upper lip“ ließen und lassen sie sämtliche Skandale an sich abgleiten. Und das waren im Laufe der Jahre nicht wenige!

Skandale im britischen Königshaus: 1992 kam es knüppeldick für Queen Elizabeth II.

Bevor es nun mit einem gerüttelt' Maß an Häme und einer angemessenen Prise Fremdschämen an die 13 aufsehenerregendsten Skandale der Royals geht, ein ganz kurzer Blick auf das Jahr 1992. Das war, so sagte Queen Elizabeth II. es einst selber, ihr persönliches „annus horribilis“ (schreckliches Jahr) – aus diesen wohl sehr nachvollziehbaren Gründen:

  • Im März wird Mauritius, bis dato letzter nicht souveräner Commonwealth-Staat, in eine Republik umgewandelt.
  • Im selben Monat Trennung Prinz Andrew (*1960) und Gattin Sarah „Fergie“ Ferguson (*1959).
  • Im April wird die Scheidung von Prinzessin Anne (*1950) und Mark Philips (*1948) rechtskräftig.
  • Im Juni erscheint die Biografie „Diana, Princess of Wales“ von Andrew Morton (*1953). Darin wimmelt es nur so von höchst pikanten Details. 
  • Am 20. August veröffentlicht der „Mirror“ Fotos von Sarah Ferguson, der „Zehen-Nuckel-Skandal“ (später mehr dazu) nimmt Fahrt auf.
  • Im selben Monat wird „Squidgygate“ ruchbar – die telefonische Tintenfisch-Turtelei von Prinzessin Diana (Details dazu folgen weiter unten).
  • Am 20. November zerstört ein Großbrand in Windsor Castle neun der wichtigsten Gemächer, weitere 100 Räume werden schwer beschädigt, Kunstwerke verbrennen.
  • Am 9. Dezember wird die Trennung von Charles und Diana bekannt gegeben.

Aber nicht nur 1992 hauten die Royals ganz schön auf die Gäule – hier kommen die Details zu den 13 größten Skandalen im britischen Königshaus seit Abdankung von König Edward VIII., dem Onkel von Elizabeth II.:

Skandal 1: König Edward VIII. dankt ab – aus Liebe

Es ist der wohl größte Liebesbeweis, den ein Mann einer Frau entgegenbringen kann (umgekehrt natürlich auch): Im Jahre 1936 dankt der damalige König Edward VIII. (1894-1972) ab. In Liebe entbrannt für eine bereits zweimal geschiedene Bürgerliche namens Wallis Simpson (1896-1986). Die beiden kehren Palast und Privilegien den Rücken, heiraten 1937 in Frankreich und leben fortan in den USA und Frankreich. 

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Und wenn Edward VIII. nicht abgedankt hätte, wäre seine Nichte Elizabeth wohl nicht Königin geworden: Denn mit dem „royalen Rücktritt“ rückt George VI. auf den Thron vor, nach seinem Tode 1952 regiert dessen Tochter als Queen Elizabeth II. sagenhafte 70 Jahre lang. Rekord!

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Skandal 2: Scheidung bei Party-Prinzessin Margaret

Sie ist zeitlebens das genaue Gegenteil ihrer Schwester Elizabeth: Prinzessin Margaret (1930-2002) genießt das Leben in vollen Zügen, feiert, trinkt und raucht (letzteres bis zu ihrem Tod nach einem erneuten Schlaganfall 2002). In den 50ern hat sie eine heiße Affäre mit dem verheirateten (!)  königlichen Stallmeister Peter Townsend, der nach Bekanntwerden der Liaison kurzerhand nach Belgien versetzt wird. Er wird stets die ganz große, unerfüllte und sehnsuchtsvolle Liebe im Leben der Prinzessin bleiben.

Dann tritt Antony Armstrong-Jones ins lebenslustige Dasein der Prinzessin: Der fesche Fotograf steckt ihr den Ehering an den Finger, bekommt dafür den Titel Earl of Snowdon und erfreut sich mit Margaret der gemeinsamen Kinder David und Sarah. Doch die Ehe bröckelt und bröselt, in den 70ern hat Margaret eine Affäre mit einem 17 Jahre jüngeren Mann. Schließlich wird die Ehe mit Lord Snowdon nach 18 Jahren geschieden. Es ist die erste im Hause Windsor – und wird nicht die letzte bleiben.

Skandal 3: „Randy Andy“ und der Dusch-Star aus dem Sexfilmchen

Er lässt nichts anbrennen, was man Prinz Andrew (*1960) früher bei weitem weniger übelnahm als heutzutage. In den 80ern ließ der überaus begehrte Junggeselle mit dem Hollywoodlächeln seinen Charme spielen, eroberte reihenweise amüsierwillige Damen aus dem Showbiz. „Lass' er sich die königlichen Hörner abstoßen“, scheint der Palast mit stillem Augenrollen zu denken. In Großbritannien firmiert er längst unter dem Spitznamen „Randy Andy“ (geiler Andy).

Als Andrew aber eine Beziehung mit Kathleen Dee-Anne Stark (*1956), genannt Koo, eingeht, reicht's Mama Elizabeth II.: Denn Koo Stark spielte 1976 in einer lesbischen Duschszene mit – oh my Godness! Die Beziehung mit Koo geht k. o. – und Andrew 1986 die Ehe mit Sarah Ferguson ein. Übrigens: Koo Stark war von 1984 bis 1990 mit Tim Jefferies verheiratet, dem späteren Verlobten von Model Claudia Schiffer. Die   2002 allerdings den Produzenten Matthew Vaughn ...

Skandal 4: Prinz Philip und die Peinlichkeiten

Er ist zeitlebens ein knorriger Kerl mit skurrilem Humor und gleichzeitig der unerschütterliche Fels in der Bandung des bewegten Lebens von Queen Elizabeth II.: Doch Prinz Philip (†99) taucht gern mal kopfüber in sämtliche Fettnäpfchen, so manches „Bonmot“ des Prinzgemahls allerdings kann nicht mehr unter dem berühmten  „britischen Humor“ abgelegt werden. Kostproben gefällig?

  • „Werft ihr immer noch Speere aufeinander?“ (zu Aborigines)
  • „Wenn du länger hier bleibst, bekommst du Schlitzaugen“ (zu einem britischen Studenten in China)
  • „Sie sind in dem Ding ein Sicherheitsrisiko“ (zu einer Rollstuhlfahrerin)
  • „Wo hast du diesen Hut her?“ (bei Elizabeths Krönungszeremonie 1952 über die Imperial State Crown)
  • „Er sieht aus wie Pflaumenpudding“ (über seinen neugeborenen Sohn Charles)
  • „Guten Tag, Herr Reichskanzler“ (zu Altkanzler Helmut Kohl)
  • „Sie sehen aus, als wären Sie fertig fürs Bett“ (zum nigerianischen Präsidenten im traditionellen Gewand)

Skandal 5: Tintenfischchen! Prinzessin Diana ganz frivol

Wo sie nur diese Bänder her hatten ... 1992 druckt das britische Revolverblatt The Sun den (angeblichen!) Wortlaut eines Turtel-Telefonats zwischen Prinzessin Diana und ihrem Jugendfreund James Gilbey. Was es da Tierisches über Tintenfische (englisch: squidge) zu flüstern gab? Bitteschön:

  • Diana„Ich will nicht schwanger werden.“
  • Gilbey: „Liebling, das wird nicht passieren. Okay?“
  • Diana: „Jaaa“.
  • Gilbey: „Du darfst so nicht denken. Es passiert nicht, Liebling. Du wirst nicht schwanger.“
  • Diana: „Ich habe heute Fast Enders gesehen. Eine der Hauptdarstellerinnen hatte ein Baby. Sie dachten, es sei von ihrem Mann. Es war von einem anderen.“
  • Gilbey: „Mein Tintenfischchen, küss mich. Oh Gott. Ist dieses Gefühl nicht wundervoll? Magst du es auch?“
  • Diana: „Ja, sehr.“

Als „Squidgygate“ geht das rollige Raunen in die Annalen ein. Sowohl Diana selbst als auch Gilbey betonen, keinerlei Affäre oder Ähnliches gehabt zu haben.

Skandal 6: Herzogin Fergie und der Zehen-Nuckler

Ach, die Fergie! Als Sarah Ferguson (*1959) ins Leben von Prinz Andrew stapft, ist sie vor allem eines: von allem zu viel. Zu üppig, zu rothaarig, zu laut. Trotzdem heiratet 1986 „Randy Andy“ die Tochter des Mannes, der einst das Polo-Team seines Bruders Charles managte. Wegen ihres eher schlechten Standes bei Hofe und des öffentlichen Daseins im Schatten der strahlenden Diana futtert sich die Herzogin von York Frust-Pfunde an. Was ihr die fiesen Schmäh-Namen „Duchess of Pork“ und „Fat Fergie“ einbringt.

1992 dann werden Paparazzi-Fotos veröffentlicht, die die gelernte Sekretärin oben ohne am Pool eines Anwesens in St. Tropez zeigen, während der Finanzexperte John Bryan ihr die Zehen liebkost. Der „Zehennuckel-Skandal“ ploppt auf, als die Windsors gerade auf Balmoral weilen. Zur Verteidigung sagt Fergie nicht viel, betont aber unablässig, Bryan habe nur ihre Fußinnenseite geküsst ... Wie auch immer: Sie wird von der Queen „gebeten“, Balmoral zu verlassen. 1996 dann Scheidung von Andrew.

Skandal 7: Tampongate! Warum Charles in Camillas Höschen leben möchte

Es ist so eine Sache mit der Sehnsucht und dem britischen Humor: Als am 17. Januar 1993 der Mitschnitt eines Telefonates veröffentlicht wird (über einige Details des eher deftig-naiven Liebesgeflüsters wusste der Palast schon Ende 1992 Bescheid), ist das der GAU. Die größte anzunehmende Unbill. Und der, so sagt Camilla es später noch, „schwärzeste Tag in meinem Leben“.

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Das sechs Minuten dauernde Gespräch ist schnell zusammengefasst: Weil sie sich „die ganze Woche brauchen“, schlägt Charles vor, in Camillas Hose zu leben, „das würde viel einfacher sein.“ Rückfrage von Camilla: „In was würdest du dich verwandeln, in ein Höschen? Oh, du solltest als Höschen zurückkommen.“ Worauf Charles den legendären Satz sagt: „Oder – Gott bewahre – als Tampon. Das ist mein Glück ...“

Der Tampon-Taumel geht aber noch weiter, Camilla ist von der Idee, dass ihr Geliebter als Damenhygiene-Artikel zurückkommt, gleichsam fasziniert wie belustigt: „Du bist ein echter Idiot! Oh, was für eine wundervolle Idee!“ Charles raunt weiter: „Bei meinem Glück werde ich in die Toilette geworfen und werde mich für immer an der Wasseroberfläche im Kreis drehen, ohne je unterzugehen.“ Darauf kann Camilla nur noch in den Hörer hauchen: „Oh, Darling ...!“

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„Oh Gott“, dürfte sich Queen Elizabeth II. gedacht haben, die Sohnemann Charles zum Appell antreten ließ, als das gesamte Commonwealth, ach was, die ganze Welt, über ihn lachte. Ob sie ihm die Ohren noch ein bisschen länger zog, ist nicht überliefert.

Skandal 8: Prinzessin Plaudertasche! Diana und das Bashir-Interview

Sie trägt ein schwarzes Kostüm, blickdichte Nylons, üppige Goldohrringe. Die Augen mit Kajal umrandet, den Scheitel sturmfest geföhnt: Am 20. November 1995 lauschen weltweit knapp 23 Millionen Menschen den intimsten Geheimnissen der „Königin der Herzen“: Diana gibt dem BBC-Journalisten Martin Bashir ein ausführliches Interview. Das allerdings, so stellt sich lange nach Dianas Tod heraus, von Bashir ergaunert worden war. Er legt Diana damals gefälschte Dokumente vor, die ihr suggerieren, dass Menschen dafür bezahlt worden sind, Infos über sie preiszugeben.

Derart angestachelt packt die Prinzessin aus: Über Bulimie und Bigamie, selbstverletzendes Verhalten, ihre außereheliche Affäre mit Major James Hewitt (nein, der ist nicht Vater von Prinz Harry!). Und benennt Camilla als „Faktor“ für das Scheitern ihrer Ehe mit Prinz Charles, sagt den legendären Satz: „Nun, wir waren zu dritt in dieser Ehe, also war es ein bisschen überfüllt.“ Die Queen schickt umgehend Briefe an Diana und Charles mit der als Befehl getarnten Bitte, sich dringend scheiden zu lassen, was beide 1996 auch tun.

Skandal 9: Diana ist tot – und die Queen schweigt

Am 31. August 1997 ist in der royalen Welt nichts mehr, wie es war: Prinzessin Diana und ihr Geliebter Dodi Al Fayed (†42) sterben bei einem Autounfall im Pariser Alma-Tunnel. Rund um den Globus trauern die Menschen, allen voran Dianas Söhne William und Harry. Die Briten wünschen sich Trost – von ihrer Königin. Doch Elizabeth II. ist auf Balmoral, macht in Schottland die Schotten dicht.

Als eiskalt erleben viele Briten die königliche Familie, besonders ihr Oberhaupt. Jeder Vierte ist damals für die Abschaffung der Monarchie. Erst am 5. September wendet sich Elizabeth in einer Ansprache ans Volk, sagt unter anderem: „(...) Zunächst möchte ich Diana selbst meine Hochachtung erweisen. Sie war ein außergewöhnlicher und begabter Mensch (...)“.

Skandal 10: Sophiegate! Die indiskrete Herzogin von Wessex

Etwas farblos kommen der Queen jüngster Sohn, Prinz Edward (*1964) und seine Gattin Sophie (*1965; seit März 2023 Herzogin von Edinburgh) rüber. Dabei ist der Start in die Ehe holprig: Unmittelbar vor der Hochzeit mit Edward am 19. Juni 1999 veröffentlicht die „Sun“ Bilder der barbusigen Sophie Rys-Jones. Geschossen Ende der 80er von Sophies damaliger Kollegin Kara Noble, von selbiger später an die „Sun“ verscherbelt.

Der Palast wirft sich schützend vor Sophie, nicht wissend, dass die gelernte PR-Expertin 2011 auf einen falschen „Scheich Mohammed“ reinfällt, der in Wahrheit Reporter von „News of the World“ ist. Die Aussicht auf einen fetten PR-Vertrag löst Sophies Zunge. Die damalige Gräfin Wessex tratscht über ...

  • ... die Queen: „Das alte Tantchen“
  • ... Charles & Camilla, die heiraten werden. „Aber erst, wenn Queen Mum nicht mehr da ist“
  • ... den damaligen Premier Tony Blair: „Zu präsidentiell“, noch dazu „keine Ahnung vom ländlichen England“
  • ... Blairs Gattin Cherie: „Absolut schrecklich, schrecklich, schrecklich“
  • ... ihren Ehemann Edward, der allen Unkenrufen zum Trotz nicht „gay“, also homosexuell, sei

Der Palast ist „not amused“ (und das ist noch untertrieben), zwingt Sophie 2012 zum Rückzug aus der eigenen PR-Firma. Seither läuft Sophie weitgehend unter dem Radar – und nicht mehr aus dem Ruder.

Skandal 11: Nazi-Uniform und Dauerparty – es wird immer ärger mit Harry

Nach allen Regeln der Kunst schlägt Prinz Harry Mitte der 2000er Jahre über die spätpubertären Stränge: Er macht Dauerparty, trinkt, probiert Koks und frönt der Liebe zu Chelsy Davy (*1985).  Doch dann, am 13. Januar 2005, überspannt er den Bogen. Die „Sun“ titelt: „Harry, the Nazi“! Zeigt den betrunken wirkenden Prinzen mit Kippe in der Hand und Hakenkreuzbinde am Ärmel seiner wüstensandfarbenen, an General Erwin Rommels Afrikakorps erinnernden Uniform.

Besucht hatte Harry eine Privatparty unter dem Motto „Kolonialherren und Eingeborene“. Zum Kostüm geraten hatten ihm, so schreibt es Harry 2023 in seiner Autobiografie „Spare“, sei Bruder William (der selbst im Leoparden-Einteiler feierte) sowie Schwägerin Kate.

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Das zu Recht üppige „Sorry“ folgte auf dem Fuße: „Das Kostüm war eine schlechte Wahl und ich entschuldige mich“, sagte der reuige und wieder ausgenüchterte Harry beschämt. Auch der Ex-Pressesprecher des Königshauses entschuldigte sich für das „unglaublich dumme und arrogante“ Fehlverhalten des Party-Prinzen.

Skandal 12: Harry und Meghan gegen den Rest der royalen Welt

Sie macht aus dem unsteten Harry einen Ehemann und Familienvater, hält mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg und gilt vielen Windsor-Fans als Verräterin par excellence: Meghan, Herzogin von Sussex (*1981). Die gelernte Schauspielerin soll Harry seiner Familie entfremdet haben, das Paar übersiedelt 2019 nach Geburt von Sohn Archie in die USA, vollzieht damit den sogenannten „Megxit“. 

Und dann, am 7. März 2021, packen Harry und Meghan bei US-Talkmasterin Oprah Winfrey (*1954) aus – von Rassismus im Königshaus ist die Rede. Es habe während Meghans Schwangerschaft mit Archie Bedenken gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“ (Meghan hat eine afroamerikanische Mutter). Psychologische Hilfe sei ihr versagt worden. Und überhaupt: Die königliche Familie sei ein einziger Albtraum.

Das Skandal-Interview (viele Anschuldigungen, geäußert von „Team Harry“ lassen sich nicht überprüfen) schlägt hohe Wellen, die Kluft zwischen den Windsors und den Sussex' ist tiefer als der Marianengraben. 

Skandal 13: Prinz Andrew und Sex-Täter Jeffrey Epstein

Ein ganz düsteres Kapitel ist der (vorerst!) letzte Skandal bei den britischen Royals. Lange Jahre zählen der später als Sexualstraftäter verurteilte Jeffrey Epstein (†2019) und dessen Gehilfin Ghislaine Maxwell zum engen Freundeskreis des Prinzen. 

2019 wird Andrew in New York von Virginia Roberts Giuffre verklagt, er soll die damals Minderjährige 2001 in Epsteins Villa sexuell missbraucht haben. Andrew streitet alles ab, doch das Gericht weist seinen Einspruch gegen Guiffres Klage 2022 ab.

Außergerichtlich einigt man sich, gemunkelt wird von einem Vergleich in Höhe von mehr als 14 Millionen Euro – von denen die Queen rund 2,3 Millionen Euro übernahm. Seit 2020 vertritt Prinz Andrew das Königshaus nicht mehr offiziell, seine Mutter Elizabeth II. entzieht ihm sämtliche Ehrendienstgrade.