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Talkshow-Legende wird 70Was macht eigentlich Bettina Böttinger?

„Kölner Treff“-Moderatorin Bettina Böttinger feiert ihren 70. Geburtstag. (Bild: 2024 Getty Images/Andreas Rentz)

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„Kölner Treff“-Moderatorin Bettina Böttinger feiert ihren 70. Geburtstag. (Bild: 2024 Getty Images/Andreas Rentz)

Bettina Böttinger wird 70 Jahre alt und feiert im engsten Kreis mit ihren Liebsten. Doch was macht die ehemalige „Kölner Treff“-Moderatorin heute eigentlich?

Wem der WDR ein Begriff ist, der kennt auch Bettina Böttinger. Die in Düsseldorf geborene Moderatorin, die sich jedoch im Herzen als Kölnerin versteht, feiert am Samstag, 4. Juli, ihren 70. Geburtstag. Bekannt wurde sie vor allem durch den „Kölner Treff“, den sie über rund drei Jahrzehnte hinweg moderierte und sich damit zu einer festen Größe im WDR-Programm etablierte. Unter ihrer Leitung entwickelte sich die Sendung zu einem der bekanntesten Talkformate im deutschen Fernsehen. Im Jahr 2023 endete diese lange Ära. Auch ihre TV-Produktionsfirma Encanto schloss sie 2025.

Ganz ruhig angehen lässt sie es seitdem aber nicht. Auch nach dem Abschied vom klassischen Talkshowbetrieb ist Böttinger weiterhin in der Medienwelt aktiv. Seit Mai veröffentlicht die 70-Jährige regelmäßig ihren Podcast „Zwischen den Zeilen“. Darin spricht sie jeden Dienstag mit prominenten Gästen über aktuelle Entwicklungen, gesellschaftliche Debatten und persönliche Erfahrungen aus der Medienwelt.

Privat hat sie sich bewusst ein Leben zwischen zwei Orten geschaffen. Sie lebt sowohl in Köln, ihrer Wahlheimat, als auch in der Eifel, wo sie sich zurückziehen und Ruhe finden kann. An diesen Orten lebt sie gemeinsam mit ihrer Frau Martina Wziontek, die sie im Juli 2016 in Köln geheiratet hat. In einem Interview mit t-online verriet Böttinger, dass sie nach dem Ende des „Kölner Treffs“ nun mehr Zeit für ihre Hobbys habe. „Ich gehe ins Fitnessstudio, weil ich in meinem Alter gegen den Muskelabbau anarbeiten muss“, erklärte sie. Außerdem spiele sie „Golf in der Eifel“, lese gerne und fahre in den Urlaub.

Ihren 70. Geburtstag plant Böttinger in einem kleinen Rahmen zu feiern. Statt großer Öffentlichkeit steht ein ruhiger Tag im Haus in der Eifel im Vordergrund, gemeinsam mit ihren Liebsten und gutem Essen. Direkt am Tag danach zieht es sie nach Köln, wo sie den Christopher Street Day besucht und auch ein Teil der Parade sein wird.

„Die Wut der Verzweiflung“

Nach ihrem Talkshow-Aus habe sich Böttinger erstmal keine Talkshow angeschaut, um sich nicht mit anderen zu messen, verriet sie in einer Spezial-Ausgabe ihres Podcasts „Zwischen den Zeilen“, in dem sie zu ihrem Jubiläum von Pierre M. Krause interviewt wurde. Außerdem bekomme sie das Gefühl, dass sie es lieber selbst machen würde, wenn sie Talk-Shows sieht. Aber dafür mache sie ja jetzt den Podcast, scherzte sie.

Auch an ihre Anfänge beim WDR erinnerte sie sich in der Podcast-Folge. Mit dem Abschluss in Germanistik, Geschichte und Philosophie sei sie mit einem „klapprigen Auto“ zum WDR nach Köln gefahren. Wie der WDR aussah, wusste sie damals nicht, sie wusste nur, dass sie unbedingt einen Job brauche.

„Mein Name ist Bettina Böttinger und ich möchte sofort für den WDR arbeiten“, stellte sie sich vor. Nachdem sie Arbeitsproben eingereicht hatte, wurde sie an fünf Redaktionen empfohlen. Und es war nicht der Mut, der Böttinger antrieb, sondern „die Wut der Verzweiflung“, weil sie einfach keinen Job bekam. Daraufhin folgten die Leitung des Bonner WDR-Regionalbüros, die Gründung ihrer eigenen Produktionsfirma und unzählige Moderatoren Auftritte in Talk-Shows. (tsch)

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