Skandal um Nacktszene: Wenders zieht Film mit Kinski zurück.
Streit um NacktszeneWim Wenders zieht Film mit damals 13-jähriger Kinski zurück

Copyright: Christoph Soeder/dpa
Regisseur Wim Wenders hat angekündigt, seinen Film «Falsche Bewegung» vorerst zurückzuziehen. (Archivbild)
Eine krasse Konsequenz: Star-Regisseur Wim Wenders nimmt seinen Film „Falsche Bewegung“ (1975) vorläufig vom Markt. Grund ist der Zoff um eine Nacktszene mit Nastassja Kinski, die damals erst 13 Jahre alt war.
Laut einer Erklärung der Wim Wenders Stiftung wird das Werk von allen gängigen Verwertungsplattformen genommen. Das bedeutet: Partner für Streaming, Fernsehen und Vertrieb erhalten die Anweisung, den Streifen der Öffentlichkeit nicht länger zur Verfügung zu stellen. Wie Kinski selbst angibt, verlangt sie von Wenders bereits seit langer Zeit, die umstrittene Sequenz zu entfernen.
Regisseur entschuldigt sich bei Kinski
Wenders hat sich in einem Statement auch bei der Darstellerin entschuldigt. Er betonte, die Gesellschaft müsse einen passenden Umgang mit umstrrittenen Filmen aus dem 20. Jahrhundert entwickeln. Man müsse offen sein für neue Lernprozesse und Perspektiven. Um das zu erreichen, strebe man einen „breiten Austausch“ an – zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Deutschen Filmakademie.
Die ganze Sache sorgt für mächtig Wirbel und wirft eine zentrale Frage auf: Sollte man Kunst im Nachhinein anpassen dürfen oder sogar müssen? Genau diesem Thema will sich jetzt die Deutsche Filmakademie mit einem eigenen Event annehmen.
Filmakademie plant Diskussion für September
Das Präsidenten-Duo Vicky Krieps und Florian Gallenberger erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Die von Wim Wenders aufgeworfene Frage, ob Filme und andere Kunstwerke nachträglich verändert werden sollten, müssten oder dürften, hat nicht nur öffentlich, sondern auch innerhalb der Deutschen Filmakademie intensive Debatten ausgelöst“.
Dieses Thema hat rechtliche, moralische, künstlerische und auch kulturwissenschaftliche Aspekte. Man wolle sich diesen Punkten zusammen, unvoreingenommen und genau widmen, so die Akademie. Es wurde hinzugefügt: „Die notwendige inhaltliche Vorbereitung auf einen fundierten Austausch erfordert Zeit und Sorgfalt, deshalb planen wir im September eine Veranstaltung dazu“. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
