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„Sinnloseste Folge“„Frühling“-Fans bleiben nach ZDF-Staffelfinale ratlos und verärgert zurück

Katja Baumann hatte in Staffel 15 mit etlichen Handlungssträngen zu tun. Leider wurden nur die wenigsten aufgelöst. (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

Copyright: ZDF/Barbara Bauriedl

Katja Baumann hatte in Staffel 15 mit etlichen Handlungssträngen zu tun. Leider wurden nur die wenigsten aufgelöst. (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

Was hat diese 15. „Frühling“-Staffel an spannenden Rätseln, Geheimnissen, Tragödien alles aufgebaut! Es war alles bereit für einen furiosen Staffel-Abschluss. Die letzte Episode „Ich weiß, was du heimlich getan hast“ bot Überraschungen. Aber leider keine angenehmen.

Am Ende von Staffel 15 war sogar Katja Baumann (Simone Thomalla) ratlos. Aus dem Off spricht die Dorfhelferin: „So viele Dinge sind geschehen, aber nicht alle konnten positiv abgeschlossen werden.“ Und das ist alles an Begründung dafür, dass in der finalen „Frühling“-Folge „Ich weiß, was du heimlich getan hast“ (ZDF) nicht nur nicht alles, sondern gar nichts aufgelöst wurde.

Ermüdungserscheinungen: Im Staffelfinale vn „Frühling“ sind Katja Baumann (Simone Thomalla) und Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) vom Dauereinsatz erschöpft. (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

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Ermüdungserscheinungen: Im Staffelfinale vn „Frühling“ sind Katja Baumann (Simone Thomalla) und Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) vom Dauereinsatz erschöpft. (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann), die gute Seele, sagte es in der letzten Episode: „Das liegt alles nicht in unserer Hand. Das entscheidet der Herrgott.“ In diesem Falle lagen Wohl und Wehe eher in der Hand von Drehbuchautorin Natalie Scharf - deren Wege waren fast ebenso unergründlich wie angelegentlich die des Herrn.

Natalie Scharf (60), nur an zwei von 61 „Frühling“-Folgen nicht beteiligt, hat den Fans viel Freude und viel Spannendes, Berührendes und Dramatisches beschert. Zum Abschluss von Staffel 15 rührte es auch wieder die Herzen. Aber wenn es um die Auflösung der lang und schlüssig aufgetürmten Geheimnisse ging, blieb vor allem Ratlosigkeit zurück. Und Enttäuschung.

Die Wege der Drehbuchautorin sind unergründlich

Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) macht sich große Sorgen, da Heidrun Niedermayer (Catalina Navarro Kirner) nach dem tragischen Vwerkehrsunfall immer noch im Koma liegt. (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

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Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) macht sich große Sorgen, da Heidrun Niedermayer (Catalina Navarro Kirner) nach dem tragischen Vwerkehrsunfall immer noch im Koma liegt. (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

Die junge Mutter Ava (Cara Vondey) wird die Staffelpause in „Frühling“ im Koma verbringen. Heidrun Niedermayer, die bei dem tragischen Unfall am Steuer saß, wachte zwar auf, aber: „Ich werd mein Leben nimmer froh, wenn die Ava nicht mehr aufwacht. Dann bin ich schuld, dass das Baby ohne seine Mama aufwachsen muss.“ Diese Seelenpein hätte man der Café-Besitzerin (und den Fans) ruhig nehmen können. Ob die Geschichte von Ava und ihrer Familie in Staffel 16 weitergesponnen wird?

Unbefriedigend: Lange war nicht klar, was Arthur (Timur Bartels) vor seinem entfernten Verwandten Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) verbirgt. Die Auflösung im Staffelfinale geriet enttäuschend dünn. (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

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Unbefriedigend: Lange war nicht klar, was Arthur (Timur Bartels) vor seinem entfernten Verwandten Pfarrer Sonnleitner (Johannes Herrschmann) verbirgt. Die Auflösung im Staffelfinale geriet enttäuschend dünn. (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

Die Frage stellt sich auch bei Arthur Moser (Timur Bartels), der sich als entfernter Verwandter des Pfarrers in Frühling vor allem versteckte - inklusive prallvoller Geldtasche. Zu Beginn der Abschlussfolge tuckerten drei klischeehafte Rocker vor das Café Hagen. Und alle Fans wussten: Jetzt wird's spannend. Wurde es aber nicht. Arthur macht, vom Pfarrer alarmiert, die Biege und ist weg. Was als „Auflösung“ bleibt, ist ein Abschiedsbrief. Das ist, angesichts der Mühe, die man sich mit Arthur und Pfarrer Sonnleitner gab, unglaublich dünn.

Logiklücken, so groß wie das Herz von Katja Baumann

Rückkehr? Auch die Lösung des Falls um Gaststar Sönke Möhring als Friedel Gottwald ist dürftig. Viele Fragen blieben. Ist das ein Zeichen für ein Möhring-Comeback in Staffel 16? (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

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Rückkehr? Auch die Lösung des Falls um Gaststar Sönke Möhring als Friedel Gottwald ist dürftig. Viele Fragen blieben. Ist das ein Zeichen für ein Möhring-Comeback in Staffel 16? (Bild: ZDF/Barbara Bauriedl)

Noch hanebüchener wird's bei Trixie (Nina Schmieder). Weil ihr Mann Mark (Marco Girnth) zurückkommt, wurde sowohl Trixie als auch dieser Handlungsstrang immer konfuser. Erst besorgte Katja Baumann einen Kaffeebecher mit der DNA von André Fabiansky (Gabriel Raab). Dann machte Trixie Katja das Geständnis, dass noch zwei weitere One-Night-Stands als Väter infrage kommen könnten. Nur Mark irgendwie eigentlich nicht. Im Telefonat bestätigte Trixie, dass sie bereits einen Test mit Marcs DNA machen ließ. Daraus müsste folgern, dass Marc nicht Karlchens Vater ist - sonst wäre es doch nicht nötig, in Fabianskys Mülltonne zu stöbern. Da klafft eine Logiklücke so groß wie das Herz von Katja Baumann.

Eine schönere Auflösung seines Geheimnisses hätte auch Gaststar Sönke Möhring verdient gehabt, der drei Folgen lang als Friedel Gottwald die Staffel als Mann, der nach einem Gedächtnisverlust in den 80er-Jahren steckt, bereicherte. Das Rätsel um ihn wurde schwach „gelöst“. Gottwald und seine Frau Lara (Franziska Schlattner) machten einen Mountainbike-Ausflug dahin, wo Friedel verunglückte. Friedel bekam ein paar Flashbacks und verkündete: „Ich kann mich an alles erinnern. Ich weiß, was du heimlich getan hast.“ Da wusste er mehr als die Fans, die werden nicht weiter erhellt.

Kehrt Sönke Möhring in der nächsten „Frühling“-Staffel zurück?

Noch schlimmer wird's durch Off-Katja, die kündet geheimnisvoll: „Einer von beiden verschwand an diesem Tag und wurde in Frühling nie mehr gesehen.“ Hoffentlich sind bei diesen löchrigen Handlungskonstrukten nicht auch ein paar Fans auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Ein Kommentar auf einem Facebook-Fan-Account lautete jedenfalls: „Stark nachgelassen. Werde es nicht mehr anschauen.“ Auch andere Fans übten Kritik. „Das Drehbuch war nicht wirklich gelungen“, lautete ein Kommentar bei Instagram. Ein anderer Fan schrieb von der „sinnlosesten Folge“. Ein weiterer ergänzte frustriert: „Warum bleibt so vieles offen?“ Etliche monierten auch die neue Drehbuch-Taktik, Themen über die ganze Staffel zu ziehen. „Mir hat es früher besser gefallen, wenn eine Geschichte innerhalb eines Teils abgeschlossen wurde.“

Aber natürlich sind die meisten Fans vor allem eines: treu. „Ich freu mich auf die nächste Staffel“, schrieb einer. „Nur schade, dass es so lange dauert.“ Und dann der Wunsch: „Zwei Staffeln pro Jahr wären viel schöner.“ (tsch)

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