Maite Kelly steht viel Arbeit ins Haus, bereitet sie doch gerade eine Arena-Tour vor. Was die Fans bei den Konzerten erwartet, weshalb dort keine „bösen Menschen“ sind und warum sich in ihrer Familie „Superverrückte“ tummeln, berichtete der Schlagerstar in der „NDR Talk Show“.
Kein FamilienmitgliedMaite Kelly: „Ohne ihn hätte ich keine Karriere“

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In der „NDR Talk Show“ sprach Maite Kelly unter anderem über ihre Familie und die anstehende Arena-Tour.
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Viel zu tun für Maite Kelly: Wie die Schlagersängerin am Freitagabend in der „NDR Talk Show“ verriet, steckt sie gerade mittendrin in der Planung einer Stadiontournee. „Momentan bin ich very busy, weil wir nächstes Jahr auf sehr große Arena-Tour gehen“, erklärte die 46-Jährige im Gespräch mit Barbara Schöneberger. Gerade sei sie mit ihrem Team um zwei Schneiderinnen mit den Outfits beschäftigt: „Wir müssen jetzt fast 90 Teile zusammenschneidern.“
Die Vorfreude auf die Tour ist jedenfalls jetzt schon grenzenlos. „In meinen Konzerten ist immer full energy“, kündigte Maite Kelly an. In Bezug auf das anvisierte Programm versprach sie: „Da knallt es richtig, da gibt es kein Zurück, und da kommt mir auch die Obelix-Zaubertrank-Macke zugute, denn da kann ich mich austoben.“ Auf der Bühne gebe es aber nicht nur sie und „eine große, kreative Familie“ zu sehen, sondern: „Meine Tochter hat es auf den Punkt gebracht, sie sagte: Kein böser Mensch arbeitet oder geht zu einem Maite-Kelly-Konzert.“
„Ich bin die Obelix-Schwester, die in den Zaubertrank gefallen ist“
Der Auftritt im Freitagabend-Talk zeigte einmal mehr: Maite Kelly hat Energie für zwei. Mindestens. „Ich bin so geboren“, gab sie Auskunft. „Ich bin die Obelix-Schwester, die in den Zaubertrank gefallen ist. Wir haben in unserer Familie Neurodiverse, wir haben viele Superverrückte.“ Maite Kelly spricht von sich selbst als über- oder inselbegabt. Und: „Ich habe ein ganz leichtes ADS. Ich bin so etwas wie eine blonde Italienerin.“
Sie hört die Musik nicht, die sie macht. Sie sieht und spürt sie. „Ich sehe einen Song. Ich sehe den Titel, die Szenerie, ich sehe die Klamotten sogar. Ich habe eine super Bodymemory, ich kann mir das auch auf der Bühne alles merken.“ Wenn es aber in die normale Welt geht, hat die Künstlerin ein Problem. Sie könne keinen Smalltalk, gibt sie zu. Sie sei ein Nerd. Aber das sei eben so bei Künstlerinnen und Künstlern.
„Ich habe es eine Zeit lang vermieden, in der Schule bei den Müttern auf meine Kinder zu warten. Ich bin neurodivers, und so jemand fragt nie, wie es einem anderen geht. Ich dachte immer: 'Wie oberflächlich.' Und ich fühlte mich auch so schlecht.“ Mit der Hilfe eines Therapeuten habe sie dann einen Weg für sich gefunden – und das erfolgreich: „An dem Tag hatte ich so einen Spaß! Alle fanden mich nett, ich fand es auch gut, ich war danach nicht fix und fertig.“
Maite Kelly über Roland Kaiser: „Ohne ihn hätte ich keine Karriere“
Ihr erstes Lied hat Maite Kelly geschrieben, da war sie gerade zwölf Jahre alt. Vorher, mit sieben, gab es schon das erste Gedicht. Inzwischen hat sie mehrere erfolgreiche Kinderbücher veröffentlicht. Sie liebte das Tanzen, doch sie liebte auch, Texte zu schreiben. „Ich habe das Taylor-Swift-Syndrom“, erzählte sie nun beim NDR. „Mein Vater sagte immer: Du hast gefühlt zwei Herzen in einem, und irgendwann kommt es zusammen und du wirst für andere schreiben.“
Dann lernte sie Roland Kaiser kennen. „Er war der Erste, der mir als Autor eine Chance gegeben hat. Ich habe dann sechs Lieder für sein Album geschrieben. Er ist mein Meister. Ohne ihn hätte ich keine Karriere“, betonte Maite Kelly. (tsch)
