Nach nur drei TagenRTL schmeißt „Quarantäne-WG“ aus dem Programm

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Oliver Pocher, Günther Jauch und Thomas Gottschalk in der RTL-„Quarantäne-WG”.

von Simon Küpper (sku)

Köln – Upps – das war wohl nix. RTL nimmt seine neue Sendung „Quarantäne-WG“ mit Oliver Pocher (42), Günther Jauch (63) und Thomas Gottschalk (69) wieder aus dem Programm. Und das sofort!

Schon am Donnerstagabend (26. März) soll die Show nicht mehr laufen.

RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm: „Gemeinsam mit Günther Jauch, Thomas Gottschalk, Oliver Pocher und den engagierten Kollegen der i&u waren wir die Ersten, die auf die aktuelle Krise mit einem neuartigen, experimentellen Format reagiert haben. Auch wenn uns mit der Quarantäne-WG nicht gelungen ist, in dieser außergewöhnlichen Zeit den Nerv der Zuschauer zu treffen, spornt es uns an, kreativ und spontan zu bleiben. Mein Riesendank gilt dem gesamten Team für die spontane Umsetzung!“

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Die Einschaltquote war um Start am Montag mit 3,27 Millionen Zuschauern (ab 3 Jahre) zwar gut, nahm aber rapide ab. Am Mittwoch schalteten schon nur noch 1,41 Millionen Menschen ein. Ursprünglich war die Show bis einschließlich Freitag, 27. März geplant.

Am heutigen Donnerstag, den 26. März 2020 zeigt RTL stattdessen um 20.15 Uhr und um 21.15 Uhr „Der Lehrer“. Am Freitag, den 27. März 2020 zeigt RTL wie gewohnt „Let's Dance“ live um 20.15 Uhr.

Corona-Krise: TV-Macher suchen neue Konzepte

Die Corona-Krise (alle neuen Entwicklungen hier in unserem Ticker), stellt auch die TV-Macher vor eine besondere Situation.

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Oliver Pocher und Günther Jauch kennen sich aus vielen verschiedenen Formaten, etwa „Bin ich schlauer als ...“

Um die Ansteckungsgefahr bestmöglich zu minimieren, gründete RTL kurzerhand die „Quarantäne-WG“. Eingemietet haben sich Oliver Pocher (42), Günther Jauch (63) und Thomas Gottschalk (69) – natürlich nur virtuell.

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Laut Mitteilung des Kölner Senders solle die Show „informativ, ernst und lustig zugleich“ werden. „Es geht um die nie dagewesene, beängstigende gesundheitliche und wirtschaftliche Situation, die Sorgen und Nöte der Menschen und ihre Fragen. Aber bei diesen WG-Bewohnern ist klar, dass auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommt“, hieß es.

Günther Jauch: „Die Menschen müssen zusammenhalten, indem sie nicht zusammen sind. Das ist für uns alle eine nie dagewesene Situation. Millionen kommunizieren deshalb hauptsächlich digital miteinander. So ist die Idee der ‚Quarantäne-WG‘ entstanden.“

Jeden Abend (ab 20.15 Uhr) sollten die drei für eine Stunde auf Sendung gehen. Das ursprünglich geplante Programm rutschte 60 Minuten nach hinten.

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Günther Jauch (l.) und Thomas Gottschalk kenne sich seit vielen Jahren.

Oliver Pocher:

Per Videochat führen die drei Moderatoren durch die Sendung dazu kommt „der eine oder andere prominente Überraschungsgast.“

Thomas Gottschalk: „Obwohl mir klar ist, dass beim Casting unter meinem Namen ‚Vertreter Risikogruppe‘ stand, freue ich mich auf dieses TV-Experiment. Ich glaube nämlich daran, dass Fernsehen nicht nur Begierden erwecken darf, sondern auch Bedürfnisse erfüllen muss. Jetzt heißt es: zusammenrücken und zeigen, dass wir alle in einem Boot sitzen. Keiner in unserer WG passt wirklich zum anderen, aber wir haben alle das gleiche Problem. Wir müssen damit genauso fertig werden wie unsere Zuschauer und wissen genauso wenig, wie das geht.“

Luke Mockridge täglich bei Sat.1

Ein ähnliches Format hatte zuvor bereits Sat.1 angekündigt. Hier setzt man auf die Alleinunterhaltungskunst von Luke Mockridge (31). „Luke, allein zuhaus“ wird aus dem Wohnzimmer des Comedians gesendet.

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Luke Mockridge sendet jetzt täglich aus seinem Wohnzimmer.

„Wenn Deutschland zuhause bleibt, bleibt Luke Mockridge auch zuhause. Live. Ohne Publikum. Aber mit laufenden Kameras“, heißt es in der Ankündigung des Senders.

„Vielleicht schaffen wir es, das deutsche Pendant zum italienischen Balkon zu werden“, so Luke Mockridge. „Ein bisschen Happy-Go-Lucky-live-Gefühl mit Musik, Talk, Schalten um die Welt und die Herausforderung, nicht nur jeden Tag zu senden, sondern irgendwie gemeinsam durch diese schwierige Zeit zu kommen.“ (sku)