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„Perfektes Dinner“Gastgeberin erzählt unter Tränen von Flucht: „Habe meine Familie verlassen“

Annett erzählt die emotionale Geschichte von ihrer Flucht in den Westen.
 (Bild: RTL)

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Annett erzählt die emotionale Geschichte von ihrer Flucht in den Westen. (Bild: RTL)

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Am letzten Abend der „Das perfekte Dinner“-Woche in Bremen kochen die Gefühle hoch. Denn als die sonst so fröhliche Gastgeberin Annett ihre Lebensgeschichte erzählt, schießen ihr die Tränen in die Augen ...

Annetts (62) Motivation hinter der Teilnahme am „perfekte Dinner“ (VOX): „Ich bin schon immer über meine Grenzen gegangen.“ Deshalb will die ehemalige OP-Schwester erneut ihre Komfortzone verlassen.

Ursprünglich stammt sie aus Magdeburg, floh mit ihrer damals fünfjährigen Tochter 1989 jedoch in den Westen: „Ich wollte politisch nicht so, wie die Funktionäre das wollten, und dann haben die mich beruflich abgesägt.“

Das perfekte Dinner: Bei Erinnerung an Flucht kommen Annett die Tränen

Bei der Erinnerung an die Vorbereitung zur Flucht kommen ihr die Tränen, „weil meine Mutter wusste davon nichts“. Ihre Stimme zittert: „Es ist so emotional jedes Mal, auch wenn es schon so lange her ist.“ Denn: „Ich habe halt meine Familie verlassen, ohne dass ich wusste, wann ich die wiedersehe.“ Annett muss sich sammeln: „Ich brauche ein bisschen Pause.“ Dann erzählt sie weiter: „Als die Grenze aufgegangen ist, war mein Hab und Gut konfisziert worden, und dann habe ich von Null angefangen.“

Jetzt wohnt sie glücklich und zufrieden im Osten von Bremen. Ihr Menü-Motto lautet „La Dolce Vita“, „weil ich das nicht nur koche, sondern auch lebe“. Deshalb gibt es folgende drei Gänge:

  1. Vorspeise: Nudeln machen glücklich - Pilzravioli an Champignonmousse
  2. Hauptspeise: Edelfisch mit Leichtigkeit - Wolfsbarschfilet und karamellisierte Karotten auf einer Karotten-Majoran-Sauce mit einem aufgespritzten Kartoffelpüree
  3. Nachspeise: Tipi di dolce - Geeister Cappuccino und Tiramisu, dazu beschwipster Cantuccino
Mette-Lina (links) und Hülya genießen ihr Wolfsbarschfilet mit Kartoffelpüree.
 (Bild: RTL)

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Mette-Lina (links) und Hülya genießen ihr Wolfsbarschfilet mit Kartoffelpüree. (Bild: RTL)

„Tiramisu mag ich persönlich gar nicht“, rümpft die ernährungsbewusste Personaltrainerin Stasya (39) die Nase. Sie fügt jedoch hinzu: „Es geht jetzt auch nicht um Zucker. Ich habe das auch früher nicht gemocht.“ Wenigstens freut sie sich auf die Vorspeise: „Ich liebe Pasta.“ An ihre diszipliniert gesunden Essgewohnheiten haben sich Hülya (50) und Mette-Lina (21) inzwischen gewöhnt: „Sie wurde offener dem Format gegenüber, dem Essen gegenüber, uns gegenüber.“

Annett ist „ganz doll emotional“

„Ich war den ganzen Tag wirklich ruhig“, doch kurz bevor die Gäste kommen, steigt bei Annett die Nervosität. Dann klingelt es. „Ich bin grad ganz doll emotional“, fällt Annett ihren Gästen vor Freude weinend um den Hals. Dann verrät ihr Stasya: „Ich mag gerne Pasta.“ Das kann Annett nach den vergangenen Abenden kaum glauben: „Was?!“

Das Dessert: geeister Cappuccino, Tiramisu und ein selbstgebackener Cantuccino.
 (Bild: RTL)

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Das Dessert: geeister Cappuccino, Tiramisu und ein selbstgebackener Cantuccino. (Bild: RTL)

Dass Annett die Pilze in Fett anbrät, erschnüffelt Stasya im Esszimmer: „Butter!“ Immerhin schmeckt die Pasta: „Die Füllung fühlt sich sehr leicht an.“ Hülya findet außerdem: „Ästhetisch wundervoll angerichtet.“ Aber der Pastateig ist „etwas zu fest“. Für Mette-Lina ist die Champignonmousse „ein Traum zum Reinlegen“: „Ich hätte davon eine ganze Schüssel voll essen können.“

Karotten-Majoran-Sauce ohne Majoran

Beim Wolfsbarschfilet mit karamellisierten Karotten, Kartoffelpüree und Karotten-Majoran-Sauce fehlt doch glatt eine wichtige Zutat: der Majoran. „Habe ich vergessen“, lacht Annett. „Aber schmeckt trotzdem.“ Das findet Stasya allerdings nicht: „Ich habe wirklich nur Kartoffelstärke gespürt im Geschmack.“ Auch Mette-Lina vermisst die geschmacksgebende Komponente: „Das fand ich schade.“ Während Hülya vom Püree schwärmt, schaut sie Stasya verwundert an: „Ich fand ihn zu salzig.“ Wenigstens sind sich beim Fisch alle einig.

Mit 25 Punkten gewinnt Mette-Lina die „Dinner“-Woche in Bremen.
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Mit 25 Punkten gewinnt Mette-Lina die „Dinner“-Woche in Bremen. (Bild: RTL)

„Achtung! Achtung! Süß!“, warnt Annett Stasya vor dem Dessert. Bei ihrem Teller lässt sie ohnehin schon die Sahne weg. „Dafür, dass ich das gar nicht mag, war das Tiramisu ok“, probiert Stasya sich immerhin durch. Mette-Lina missfällt Annetts besondere Note im Tiramisu: „Die Zitronenschale hat es für mich leider ein bisschen kaputt gemacht.“ Und wieder sind sich alle bei Hülyas Lieblingskomponente einig: „Ich fand das Eis von der Annett sensationell.“

Die 23 Punkte reichen jedoch nicht zum Sieg. Den schnappt sich Mette-Lina mit 25 Punkten. Damit hätte die Jüngste der Runde nicht gerechnet: „Ich bin zu Tränen gerührt!“ (tsch)

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