ARD hat eine besondere Folge der Kult-Serie „Rote Rosen“ geplant. Anlässlich des Weltfrauentages wird es eine Episode mit ausschließlich weiblichen Personen geben.
Nur Frauen„Rote Rosen“ zeigt erstmals besondere Folge

Copyright: NDR
„Rote Rosen“ zeigt erstmals eine Folge nur mit Frauen. Darin feiert Carla (Maria Fuchs, rechts), hier mit Lilly (Lilou Röder), ihren 50. Geburtstag. (Bild: NDR)
„Rote Rosen“ ist inzwischen seit fast 20 Jahren beinahe täglich in der ARD auf Sendung, doch so eine Episode hat es noch nie gegeben: Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März zeigt der Sender zwei Tage später am Dienstag, 10. März, um 14.10 Uhr eine Folge ausschließlich mit Frauen. Wie „dwdl.de“ berichtet, soll auch der Vorspann der Kult-Serie so geschnitten worden sein, dass nur die weiblichen Figuren im Mittelpunkt stehen.
In der Sonderfolge soll es um Carla (gespielt von Maria Fuchs) gehen, die ihren 50. Geburtstag feiert. Theresa Schwarz, Writer Producerin, und Britta K. Öhding, Head of Story, meinen dazu gegenüber „dwdl.de“: „Als wir dann auch noch erkannt haben, dass die Folge rund um den Weltfrauentag ausgestrahlt wird, haben wir uns der Herausforderung gestellt, diese mit ausschließlich weiblichen Protagonisten zu erzählen.“
„Vor 20 Jahren war das ein Novum“
In der Folge sollen im Zuge von Carlas Geburtstag nicht nur „komplexe Frauenfiguren mit eigener Haltung“ gefeiert werden, „die Geschichte ist auch der Höhepunkt von Carlas Auseinandersetzung mit den Wechseljahren“, verraten Theresa Schwarz und Britta K. Öhding weiter. „Ein Thema, das auch heute noch oft zu kurz kommt.“
Für die beiden ist die Sonderfolge kein Meilenstein, sondern eine „Selbstverständlichkeit“. Sie meinen: „Vielleicht ist genau das das eigentliche Signal.“ Jan Diepers, Produzent der Serie und Geschäftsführer Studio Hamburg Serienwerft, sagt: „'Rote Rosen' wurde mit der Idee entwickelt, eine Frau über 40 ins Zentrum zu stellen - vor 20 Jahren war das ein Novum. Auch heute ist es wichtiger denn je, Geschichten konsequent aus weiblicher Perspektive zu erzählen.“
Nach eigenen Angaben engagiert sich die Produktionsfirma Studio Hamburg Serienwerft auch sonst für mehr Gleichstellung in der Branche. Sie ist Mitglied bei ProQuote Film, ein Verein, der sich für Gendergerechtigkeit, Diversität und Inklusion in der Filmbranche einsetzt, sowie beim Verein stabil e.V., der strukturell benachteiligte junge Menschen auf ihrem Weg in die Film- und Medienbranche begleitet. (tsch)

