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Nach KI-Fehler im „heute journal“Das will das ZDF ab sofort besser machen

Nach den schweren journalistischen Fehlern eines Beitrags im „heute journal“ hat das ZDF Konsequenzen gezogen. (Bild: iStock / cbies)

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Nach den schweren journalistischen Fehlern eines Beitrags im „heute journal“ hat das ZDF Konsequenzen gezogen. (Bild: iStock / cbies)

Ein KI-Video führte im Februar zu einer irreführenden Berichterstattung im ZDF-“heute journal“. In der Folge berief das ZDF eine Korrespondentin ab - und kündigte einen umfangreichen Maßnahmenkatalog an. Nun ist klar, was konkret umgesetzt werden soll, um ähnliche Fälle künftig zu vermeiden.

Dieser ZDF-Beitrag über das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE schlug hohe Wellen: Mitte Februar suggerierte ein Beitrag im Nachrichtenformat „heute journal“, dass Kinder vor deren Schule von ICE-Beamten abgeführt werden. Doch schon ein eingeblendetes Wasserzeichen offenbarte, dass es sich um ein KI-generiertes Video handelt. Außerdem wurde im weiteren Verlauf des Beitrags Videomaterial von 2022 in falschem Kontext vermeldet. Das ZDF reagierte umgehend, berief die New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht ab und kündigte weitere Maßnahmen an.

Diese führte das ZDF am Freitag in einer Mitteilung aus. Demnach forciert die Chefredaktion ab sofort den „systematischen und nachhaltigen“ Ausbau von Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Außerdem soll ein verstärktes Augenmerk auf die Überprüfung von Bildmaterial gelegt werden. Bei Verwendung von Fremdmaterial greift ab sofort „eine verbindliche Quellenhierarchie“.

ZDF-Chefredakteurin Schausten betont: „Glaubwürdigkeit ist unser höchstes Gut“

Des Weiteren versicherte das ZDF: „Die Abnahmeprozesse werden an die Herausforderungen des Digitalen angepasst.“ Zudem schreibt man sich beim öffentlich-rechtlichen Sender eine transparente Fehlerkultur auf die Fahnen - inklusive angemessener Aufarbeitung.

„Glaubwürdigkeit ist unser höchstes Gut. Wir zeigen mit den beschlossenen Maßnahmen, dass es uns mit der Aufarbeitung sehr ernst ist“, versicherte ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten am Freitag bei einer Sitzung vor dem ZDF-Fernsehrat. Gerda Hasselfeld, die Vorsitzende des Fernsehrates, forderte: „Nun müssen die vorgestellten Maßnahmen zur Sicherung der journalistischen Standards konsequent Anwendung finden.“ Eine entsprechende Überprüfung finde zu gegebener Zeit statt.

ZDF-Intendant Norbert Himmler betonte die „besondere redaktionelle und publizistische Verantwortung“ des ZDF als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. „Es ist unabdingbar, dass sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf unsere unabhängige, ausgewogene und transparente Berichterstattung verlassen können“, betonte Himmler, der im Rahmen der Sitzung des Fernsehrates als Intendant bestätigt wurde. (tsch)

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