Nichts ist unmöglich! Es geht sogar „SOKO Leipzig“ ohne Jan Maybach. Aber den Fans und den Ermittlerkollegen geht's nach dem Ausstieg von Serien-Urgestein Marc Girnth gar nicht gut.
Nach Serientod von Kult-ErmittlerSo bedrückend geht „SOKO Leipzig“ weiter

Copyright: ZDF / Uwe Frauendorf
Es war einmal: Marco Girnth wird bei „SOKO Leipzig“ nie mehr als Jan Maybach die Waffe ziehen. Sein letzter Einsatz endete tödlich. (Bild: ZDF / Uwe Frauendorf)
Aktualisiert
Ende einer Krimi-Ära: In „Was bleibt 2“, dem insgesamt 518. Episode von „SOKO Leipzig“, wurde das Ermittler-Urgstein Jan Maybach tödlich im Dienst verwundet. Der von Marco Girnth gespielte Kriminaloberkommissar starb in den Armen seiner Kollegin Ina Zimmermann (Melanie Marschke). Ausgerechnet Jans Sohn, der von Maximilian Klas gespielte Norarzt Benni, musste zu Protokoll geben: „Todeszeitpunkt ist 14:32 Uhr.“
Starker Tobak und ein düsterer Freitag für alle Fans. Aber Schauspieler Marco Girnth wollte es so und schied nach 25 Jahren freiwillig aus der Serie aus. Aber seine Figur Jan Maybach blieb allgegenwärtig. In der zuletzt ausgestrahlten Folge „Abschied“ war der Titel Programm. Alles drehte sich darum, wie Jans Kollegen Ina, Moritz Brenner (Johannes Hendrik Langer) und Kim Nowak (Amy Mußul) mit dem Verlust umgehen. Nicht gut, lässt sich sagen. Zusammenbrüche, Verdrängung, Tränen, Wut, Verzweiflung. Alles da, großes Gefühlskino.
In der Folge wurde auch Jans Mörder - in Notwehr - zur Stecke gebracht. Am Ende standen alle am Grab. Und als es vorbei war, war's immer noch nicht vorbei: Die Episode endete mit einem knapp fünfminütigen „Best-of-Jan“-Clip. Und der zeigte bei den Fans Wirkung.
Fans trauern: „Das Ende einer Ära“
„Ich habe die komplette Folge durchgeweint“ und „Ich habe seit langem beim Fernsehen nicht mehr so geheult“ hieß es auf dem Instagram-Account der Serie. „Großer Verlust, das Ende einer Ära“, schrieb ein anderer Fan, ein weiterer meinte: „Gänsehaut-Momente, ich möchte es immer noch nicht recht glauben, das es vorbei ist mit Jan Maybach.“
Auch auf den Privat-Accounts der Schauspieler wurde teilweise in umfangreichen Bildergalerien emotional Abschied genommen. „No words needed. Danke, dass ihr so fleißig geguckt, gefiebert und geweint hab“, schrieb Johannes Hendrik Langer zu einem Bild, auf dem er und Marco sich in einer Drehpause nebeneinander am Boden ausruhen.

Copyright: ZDF/Uwe Frauendorf
Der „Fall 1 nach Jan“ bei „SOKO Leipzig“: Ina (Melanie Marschke, links), Kim (Amy Mußul, Zweite von rechts) und Moritz (Johannes Hendrik Langer) befragen Diana Maisch (Celiné Yildirim) zu Vorgängen bei der Bundeswehr. (Bild: ZDF/Uwe Frauendorf)
Wenige Tage nach Ausstrahlung der Folge „Abschied“ wurde auf dem „SOKO Lepizig-Instagram-Portal ein Beitrag gepostet, der die Dreharbeiten zur Beisetzungsszene zeigt - mit Marco Girnth am Rande, während seine Kollegen an „seinem“ Grab stehen.
Ein Beitrag geteilt von Amy Mußul (@amymussul)
So läuft der erste „SOKO Leipzig“ Fall ohne Marco Girnth
Die Fans bekamen ein bisschen Abstand. Nach „Abschied“ ging „SOKO Leipzig“ in die „Olympia-Pause“. „Weihnachten im April“, am Freitag, 27. Februar, 21.15 Uhr, im ZDF und schon vorab in der Mediathek zu sehen, ist die erste Episode, in der Ina, Kim und Moritz als Trio ermitteln. Jan ist trotzdem allgegenwärtig: Er kommt im Vorspann vor, auf seinem alten Schreibtisch stapeln sich die Beileidskarten. Bei einer Befragung einer Zeugin steht ein leerer vierter Stuhl da. „Ich habe immer noch nicht begriffen, dass er nie mehr wiederkommt“, sagt Ina.
Die Aufgabe im „Fall 1 nach Jan“: Das Trio muss die Ex-Bundeswehrsoldatin Natalie Kuczinski (Karoline Teska) finden. Es scheint, als wandle diese sich, von früheren Einsätzen traumatisiert und vom Sorgerechtsstreit zermürbt, zur „tickenden Zeitbombe“. Ein Familienrichter wurde bereits erschossen. Ist ihr Ehemann, mit dem sie um das Sorgerecht des gemeinsamen Kindes streitet, ihr nächstes Opfer?
Ein Beitrag geteilt von Soko Leipzig (@sokoleipzig)
Spoiler: So endet die neue Folge von „SOKO Leipzig“
Das Ermittlertrio, selbst unter Leidensdruck und Stress, muss sich mit den Problemen der gesuchten auseinandersetzen. Der Therapeut Gert Lehnert (Jörn Grosse) weiß während der Befragung nicht, wie richtig er liegt, als er den Polizeibeamten mitfühlend sagt: „Auch Sie müssen sicher immer wieder mit heftigen Situationen umgehen.“ Es klingt wie eine Gruppentherapie.
Achtung, Spoiler: So hilflos Ina, Kim und Moritz in ihrer Trauer mitunter sind - als Team funktionieren sie. Sie finden Natalie und können eine weitere Eskalation verhindern. Aber es reicht doch nur zum „Unhappy End“: Denn obwohl man sich wünscht, dass Natalie doch irgendwie unschuldig ist: Sie hat den Richter getötet.
Ein Beitrag geteilt von Soko Leipzig (@sokoleipzig) (tsch)

