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Minions suchen das perfekte MonsterDas sind die Kino-Highlights der Woche

Die Minions wollen in ihrem neuen Kino-Abenteuer einen eigenen Monsterfilm drehen. Aber wie genau soll das Monster aussehen? (Bild: Universal Studios)

Copyright: Universal Studios

Die Minions wollen in ihrem neuen Kino-Abenteuer einen eigenen Monsterfilm drehen. Aber wie genau soll das Monster aussehen? (Bild: Universal Studios)

„The Piano Tuner“, „Vom Traum, unsinkbar zu sein“ und „Minions & Monster“, der insgesamt siebte Film der „Ich - Einfach unverbesserlich“-Reihe: Das sind die Kino-Neustarts am 1. und 2. Juli.

Monster außer Rand und Band, die laut brüllen, herumtrampeln und alles kurz und klein hauen: Das finden Kinder seit jeher super. Aber natürlich nur dann, wenn klar ist, dass von den Ungeheuern keine echte Gefahr ausgeht. An Halloween zum Beispiel, in der Actionfiguren-Abteilung im Spielwarenladen oder auch im Kino. Gerade da wird es in den nächsten Wochen wieder besonders wild zugehen: Mit „Minions & Monster“ startet ein neuer Film der beliebten gelben Knilche.

Der kleine grüne Goomi (synchronisiert von Bill Kaulitz) hilft den Minions dabei, das perfekte Monster zu finden. (Bild: Universal Studios)

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Der kleine grüne Goomi (synchronisiert von Bill Kaulitz) hilft den Minions dabei, das perfekte Monster zu finden. (Bild: Universal Studios)

Außerdem neu in dieser Woche: „The Piano Tuner“ erzählt von einem Klavierstimmer mit kriminell gutem Gehör, und die Doku „Vom Traum, unsinkbar zu sein“ spürt mit Charly Hübner der einst größten deutschen Hochseefischereiflotte nach.

Minions & Monster

Klavierstimmer Harry (Dustin Hoffman, links) ist fast taub, sein Lehrling Niki (Leo Woodall) hört dafür umso besser. (Bild: Black Bear/DCM)

Copyright: Black Bear/DCM

Klavierstimmer Harry (Dustin Hoffman, links) ist fast taub, sein Lehrling Niki (Leo Woodall) hört dafür umso besser. (Bild: Black Bear/DCM)

„Vorhang auf für das Megaverse: 100 Jahre Mega-Minion-Geschichten, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden, je nach wirtschaftlicher Lage und Stimmungsschwankungen.“ - So stellte Kult-Komiker Steve Carell 2024 zum Kinostart von „Ich - Einfach unverbesserlich 4“ ein neues XXL-Filmuniversum vor. 50 Produktionen in 100 Jahren seien geplant. Die Sache ist gewiss mehr Gag als irgendetwas sonst, eine Anspielung auf den Franchise-Irrsinn Hollywoods im typischen albernen Minions-Stil. Oder ist es doch mehr als nur ein Witz? Mit „Minions & Monster“ (Start am Mittwoch, 1. Juli) steht jetzt jedenfalls das nächste Abenteuer von Kevin, Stuart und Co. an.

Die Minions trieben sich zwischen Dino-Zeit und Moderne schon in sämtlichen Epochen herum. Im inzwischen siebten Film aus dem „Ich - Einfach unverbesserlich“-Kosmos verschlägt es sie in die Goldenen 1920er-Jahre. In Hollywood wird in dieser Zeit viel Pionierarbeit geleistet, die Branche ist erfüllt von Kreativität und Innovationsgeist. Und auch die Minions haben eine, wie sie glauben, richtig gute Idee: Sie wollen einen großen Monsterfilm drehen.

Beneidenswert: Niki (Leo Woodall) kann Tresore nach Gehör öffnen. (Bild: Black Bear/DCM)

Copyright: Black Bear/DCM

Beneidenswert: Niki (Leo Woodall) kann Tresore nach Gehör öffnen. (Bild: Black Bear/DCM)

Die Vision der gelben Chaoten ist klar: Es soll gebrüllt und getrampelt und alles kurz und klein gehauen werden. Was allerdings noch fehlt, ist ein geeignetes Monster. Der erste Versuch der Minions, mittels Zauberei ein passendes Ungetüm zu beschwören, scheitert kläglich. Dafür treffen sie auf diesem Wege ein Wesen, das sich in der Welt der Monster bestens auskennt und ihnen bei der Suche hilft. In der deutschen Fassung synchronisiert Bill Kaulitz den neuen Begleiter Goomi, ein überdrehtes grünliches Tentakel-Wesen (in weiteren Sprechrollen wirken auch Tom Kaulitz und Christoph Waltz mit). Inszeniert wurde „Minions & Monster“ von Pierre Coffin (Drehbuch: Bryan Lynch), der auch schon 2010 bei „Ich - Einfach unverbesserlich“ Regie führte.

The Piano Tuner

„Vom Traum, unsinkbar zu sein - Ein Heimatfilm auf dem Meer“ spürt der Geschichte des VEB Fischkombinat Rostock nach, der größten Hochseefischereiflotte, die es in Deutschland je gab. (Bild: JIP Film)

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„Vom Traum, unsinkbar zu sein - Ein Heimatfilm auf dem Meer“ spürt der Geschichte des VEB Fischkombinat Rostock nach, der größten Hochseefischereiflotte, die es in Deutschland je gab. (Bild: JIP Film)

Absolutes Gehör - man hat vielleicht schon davon gehört. Es bedeutet, dass man ohne technische Hilfsgeräte jeden Ton und jede noch so kleine Abweichung zwischen verschiedenen Tönen präzise erkennt. In Musikerkreisen kann man mit dieser Gabe, perfekt zu hören, wunderbar angeben. Wer besser als perfekt hört, hat allerdings ein Problem. So wie der Klavierstimmer Niki White (Leo Woodall), der im Heist-Movie „The Piano Tuner“ aber doch irgendwie das Beste daraus macht.

Niki leidet unter Hyperakusis, also einer krankhaften Schall-Überempfindlichkeit. Ohne dicke Kopfhörer, wie man sie sonst etwa beim Arbeiten mit Motorsäge oder Presslufthammer nutzt, kommt er nicht durch den Alltag. Zu viele Geräusche, alles zu laut. Den Traum, Konzertpianist zu werden, musste Niki aufgrund seiner Erkrankung aufgeben. Stattdessen arbeitet er jetzt als Klavierstimmer in der kleinen Firma von Harry Horowitz (Dustin Hoffman), der seinerseits fast gar nichts mehr hört. Und dann winkt Niki in dem Spielfilmdebüt von Regisseur Daniel Roher, der 2023 mit der Dokumentation „Nawalny“ einen Oscar gewann, plötzlich eine ganz andere Karriere: als Tresorknacker.

Die Dokumentation „Vom Traum, unsinkbar zu sein - Ein Heimatfilm auf dem Meer“ möchte herausfinden, wo die letzten VEB-Schiffe abgeblieben sind. Die Suche führt quer durch Europa. (Bild: JIP Film)

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Die Dokumentation „Vom Traum, unsinkbar zu sein - Ein Heimatfilm auf dem Meer“ möchte herausfinden, wo die letzten VEB-Schiffe abgeblieben sind. Die Suche führt quer durch Europa. (Bild: JIP Film)

Klick, klick, klick, klick, wenn das Rädchen an der massiven Türe sich dreht: Was für andere Menschen einfach nur ein Klicken ist, klingt für Niki wie ein akustischer Schlüssel. Mit seiner Hyperakusis ist er nämlich in der Lage, Tresore ganz einfach nach Gehör zu öffnen. Also öffnet Niki irgendwann Tresore. Nicht zur persönlichen Bereicherung allerdings, sondern für Harry. Sein schlitzohriger alter Freund und Mentor ist schwer krank, es gibt Probleme mit der Versicherung und hohe Schulden ...

Vom Traum, unsinkbar zu sein - Ein Heimatfilm auf dem Meer

Es gab mehrere Premierentermine in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, etwa in Greifswald, Neustrelitz, Boizenburg und Ludwigslust, aber kaum welche in Baden-Württemberg oder Bayern. Man kann es bei diesem Film aber auch gut verstehen. „Vom Traum, unsinkbar zu sein - Ein Heimatfilm auf dem Meer“ - wer den Titel nur liest, kann das Salz in der Luft schon fast schmecken. Und wer den Film sieht, taucht tief ein in ein sehr spezielles, fast vergessenes Kapitel der deutschen Seefahrergeschichte.

Tom Fröhlich, ein Rostocker, war als Regisseur die treibende Kraft hinter dem Dokumentarfilm „Vom Traum, unsinkbar zu sein“. Sein großes Thema ist die Historie des VEB Fischkombinat Rostock, als Erzähler für seinen Film konnte er Charly Hübner gewinnen. Gemeinsam wollen sie norddeutsche Erinnerungen wecken, von Globalisierung, Industrialisierung und Wende erzählen - und herausfinden, wo die letzten VEB-Schiffe geblieben sind.

Mit etwa 4.000 Seeleuten und über 100 Schiffen war das VEB Fischkombinat Rostock nicht nur ein Aushängeschild der DDR, sondern auch die größte Hochseefischereiflotte, die es in Deutschland je gegeben hat. Und dann, mit der Wiedervereinigung, wurde alles abgewickelt und verschrottet. Fast alles: Tom Fröhlich hat acht Jahre lang recherchiert und doch noch ein paar wenige Schiffe von damals gefunden. Die Reise zu den alten Hochsee-Kolossen führt ihn dann doch noch weit weg von seiner norddeutschen Heimat - nach Grönland zum Beispiel und in einen spanischen Hafen. (tsch)

Pierre Cosso und Bonnie Bianco posieren.
Kult-Ballade „Stay“
Traumpaar der 80er – doch am Set herrschte blanker Hass!