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Mega-Zoff am BallermannStreit um den Party-Hit „Mon Amour“ – jetzt gibt es eine Lösung

Gurten Music Open Air Festival in Bern

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Hecht-Frontmann Stefan Buck hat die nicht genehmigte Songübernahme zunächst kritisiert. (Archivbild)

Zoff um Ballermann-Hit „Mon Amour“ nimmt irre Wendung

„Solang ich noch Luft in meiner Lunge hab, brennt mein Herz für dich lichterloh. Du bist für immer Mon Amour.“ Auf Mallorca schmettern Partyurlauber diese Textzeilen seit Wochen lauthals mit. Die Nummer „Mon Amour“ zählt zu den absoluten Top-Partykrachern dieses Jahres. Allerdings sorgte das Stück, dessen Original von der Schweizer Gruppe Hecht stammt, kürzlich für mächtig Ärger.

Der Auslöser? Gleich zwei deutsche Fassungen des Liedes kursieren, die an der Playa de Palma in Dauerschleife gespielt werden. Eine davon stammt von Tobee, bekannt durch Gassenhauer wie „Helikopter 117“ oder „Saufi Saufi“. Für die zweite Version sind Marc Eggers („Oberteil“) gemeinsam mit den Influencern Paul Frege und Aditotoro verantwortlich. So etwas ist am Ballermann eigentlich keine große Sache.

Urheber des Songs melden sich zu Wort

Vor etwa zwei Wochen aber ergriff Stefan Buck, der Frontsänger von Hecht, in einem Instagram-Video mit einer deutlichen Ansage das Wort. Die Genehmigung für das Lied sei ausschließlich an Tobee gegangen. Die Gruppe um Eggers hätte nicht mal angefragt, ob sie es dürfen. „Sie haben einfach den Song herausgegeben“, lautete die Anschuldigung.

Wenn man einen Song aus dem Dialekt ins Hochdeutsche überträgt, gilt das als Bearbeitung des Originals. Dafür braucht man die Zustimmung der Urheber. Das ist eine eindeutige juristische Sache. „Das geht irgendwie gegen unsere Werte“, erläuterte Buck. Aus diesem Grund forderte man das Influencer-Trio auf, ihre Fassung von sämtlichen Plattformen zu entfernen.

Plötzliche Einigung im Lizenz-Zoff

Geschehen ist seither jedoch: nichts. Bei seinen Gigs im „Megapark“ performt Eggers „Mon Amour“ einfach weiter. Aber nun kommt die unerwartete Kehrtwende! Wie die dpa berichtet, wurde nach eingehenden Verhandlungen eine Einigung erzielt. Die Fassung von Eggers kann somit weiterlaufen. Das Management von Hecht kündigte an, dass sich die beteiligten Künstler noch am Abend mit einer Erklärung zu Wort melden werden.

Tobee, der Interpret der von Beginn an lizenzierten Fassung, sieht die Entwicklung entspannt. „Man kann beide Versionen überhaupt nicht vergleichen. Meine passt zu Party und Ballermann, andere sind vielleicht eher für soziale Medien gemacht“, äußerte der Musiker aus dem Raum Ulm gegenüber der dpa. Seine klare Ansage: „Die Fans sollen einfach entscheiden, was sie hören möchten.“

Die Gruppe Hecht, die in Luzern ins Leben gerufen wurde, schaffte es mit „Mon Amour“ schon vor fast einem Jahr in die Top Ten ihrer Heimat-Charts. Ihre ersten Konzerte in Deutschland gaben die Künstler mit ihren Songs im Schweizer Dialekt im Vorjahr. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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