Neuer Marvel-Film „Zwölf Sekunden“-Szene: Saudi-Arabien macht Druck auf Disney – geht um lesbische Inhalte

Das Foto von 2017 zeigt das Logo von „The Walt Disney Company“ auf einem Bildschirm an der New York Stock Exchange.

Saudi-Arabien wirkt aktuell Druck auf das US-Medienunternehmen Disney aus. Es geht um „Hinweise auf LGBTQ“-Themen im jüngsten Marvel-Film „Dr. Strange“. Das Foto von 2017 zeigt das Logo von „The Walt Disney Company“ auf einem Bildschirm an der New York Stock Exchange.

Saudi-Arabien wirkt aktuell Druck auf das US-Medienunternehmen Disney aus. Es geht um „Hinweise auf LGBTQ“-Themen im jüngsten Marvel-Film „Dr. Strange“.

Und wieder gerät Disney im Zusammenhang mit LGBTQ-Inhalten in die Schlagzeilen. Bislang hat sich der US-amerikanische Konzern aber nichts vorzuwerfen. Denn: Er widersetzt sich homofeindlicher Kritik aus Saudi-Arabien.

Das Königreich in Vorderasien hat von dem Medienunternehmen verlangt, „Hinweise auf LGBTQ“-Themen aus dem jüngsten Marvel-Superheldenfilm „Dr. Strange in the Multiverse of Madness“ zu entfernen.

Disney habe die für eine Vorführung in Saudi-Arabien notwendigen Änderungen bislang aber nicht vorgenommen, sagte Nawaf Alsabahn von der saudiarabischen Filmaufsicht am Montag (25. April 2922) der Nachrichtenagentur AFP. Es gehe um eine Szene von „zwölf Sekunden“, in denen eine lesbische Figur auftritt.

Alles zum Thema Homosexualität
  • Fabian aus Berlin ist neuer „Prince Charming“ TikTok-Video: Was Influencer Patjabbers daran stört
  • Neuer „Prince Charming“ Dieser Berliner verdreht bald 21 Singles den Kopf – was er an Männern sexy findet
  • Sex-Verbot in Katar Wird WM für Fans zum Horror-Trip? Bei Verstößen drohen schlimme Strafen
  • Sie schwieg Jahrzehnte aus Angst Olympia-Siegerin feiert Coming-Out: „Endlich frei“
  • Tom Hanks Ungewöhnliche Beichte: Seine größte Film-Rolle würde er heute nicht mehr spielen
  • Kritik am ZDF TikTok-Video: Sind die Mainzelmännchen überhaupt noch zeitgemäß? 
  • Weltmeister Sebastian Vettel spricht offen über Homosexualität in der Formel 1
  • US-Botschaft von Kuwait setzt Zeichen für LGBTQI+ Golfemirat reagiert und kündigt Konsequenzen an
  • Angst vor Hass-Verbrechen Pride-Parade in Jerusalem unter hohen Sicherheitsvorkehrungen  
  • Solidarität mit LGBTQI+-Community Regenbogenfahne soll regelmäßig am Bundestag wehen – und nicht nur das

Das Problem an der Szene sei für Saudi-Arabien, dass die Figur über „zwei Mütter“ spreche, sagte Alasbhan. In der Golfregion sei es „sehr schwierig“, eine solche Szene zuzulassen. Seine Behörde habe Disney schriftlich aufgefordert, die Szene herauszuschneiden. Das Unternehmen habe jedoch bisher nicht eingewilligt.

Neuer Marvel-Film „Mr. Strange“: Saudi-Arabien will LGBTQ-Inhalte streichen

Berichte, wonach der Film, der Anfang Mai 2022 erscheinen soll, vollständig verboten worden sei, wies Alasbhan zurück. „Er wurde nie verboten. Er wird nie verboten werden“, sagte er.

Der Marvel-Film „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ kommt am 04.05.2022 in die deutschen Kinos.

Rachel McAdams (von links) als Dr. Christine Palmer, Benedict Cumberbatch als Dr. Stephen Strange und Xochitl Gomez als America Chavez in einer Szene des Films „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ (undatierte Filmszene). Der Film kommt am 04.05.2022 in die deutschen Kinos.

In Saudi-Arabien war es lange Zeit gar nicht möglich, Filme in Kinos anzuschauen. 2017 hob Riad dann im Rahmen mehrerer Reformen ein jahrzehntelang geltendes Kino-Verbot auf.

Homosexualität ist in dem islamisch-konservativen Königreich verboten. Die Abkürzung LGBTQI+ kommt aus dem Englischen und steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, queer und intersexuell. Das Plus schließt weitere sexuelle Minderheiten mit ein.

Der Marvel-Film „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ kommt am 4. Mai 2022 in die deutschen Kinos. (afp)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.