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„Schwer zu ertragen” In Talkshow: Bei einem Thema kommen Marlene Lufen die Tränen

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Marlene Lufen kämpft im ARD-„Nachtcafé” mit den Tränen. 

Köln – Sat.1-Moderatorin Marlene Lufen ist eine der prominentesten Kritikerinnen der aktuellen Lockdown-Politik. Lufen kämpft für Kinder, Jugendliche und Frauen, die zuhause psychische und physische Gewalt erfahren. In der ARD-Talkshow „Nachtcafé” brach sie nun in Tränen aus, als ein junger Mann von seinen Missbrauchs-Erfahrungen erzählte.

  • ARD-Nachtcafé: Missbrauchs-Opfer spricht von schlimmer Kindheit
  • Marlene Lufen kämpft auf einmal mit den Tränen
  • Marlene Lufen kritisiert Lockdown-Strategie

Dreizehn Jahre lang wurde Jerome Hoffmann von seiner Stiefmutter misshandelt. Sein Vater ließ sie gewähren. Zeitweise konnte er wochenlang nicht in die Schule gehen, da ihm Haare fehlten, sein Körper von Wunden übersät war.

Erst im Alter von siebzehn Jahren konnte Jerome fliehen und sich in ein anderes Leben retten. In der ARD-Talkshow „Nachtcafé” (Mittwoch, 24. März 2021) erzählt der junge Mann von seinen Missbrauchs-Erfahrungen. 

ARD-„Nachtcafé”: Marlene Lufen kämpft mit den Tränen

Was die Geschichte besonders tragisch macht: Jerome wuchs in einem kleinen Dorf auf. Hilfe von Nachbarn, Lehrern oder Freunden erhielt er allerdings nicht. 

„Die Nachbarn kamen manchmal heimlich und haben mir dann nur eine Tafel Schokolade gegeben oder so”, berichtet Jerome. „Ich denke, die haben schon etwas gewittert, wussten aber nicht, wie sie damit umgehen sollten.”

Auch Marlene Lufen ist am Mittwochabend zu Gast in der Runde. Während ihr Gegenüber von seinen schmerzhaften Erfahrungen erzählt, kommen der Sat.1-Moderatorin die Tränen. 

Die Zweifach-Mutter erklärt, warum es für die meisten Menschen so schwer ist, Opfern von Missbrauch zu helfen: „Es ist halt schwer zu ertragen. Ich habe gerade mit den Tränen gekämpft und möchte mich dafür entschuldigen”, so Lufen.

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Marlene Lufen spricht im ARD-„Nachtcafé” mit einem Vergewaltigungsopfer. 

„Aber es ist halt schwer zu ertragen und deswegen schauen Menschen weg”, sagt Lufen weiter. Sie habe selbst mit vielen Menschen gesprochen, die Missbrauchs-Erfahrungen gemacht haben. In den vergangenen Jahren beschäftigte sie sich intensiv mit dem Thema, schrieb sogar ein Buch darüber. 

Marlene Lufen im ARD-„Nachtcafé”: „Viele Menschen schauen weg”

„Wenn Kinder so etwas Erwachsenen sagen, müssen sie es im Durchschnitt acht Erwachsenen sagen, bis jemand einschreitet. Das heißt: Sieben Erwachsene, Lehrer, Nachbarn haben weggeschaut und haben das Argument gebracht, 'Ich mische mich nicht ein.'“

Und hier kommt Lufen auf die aktuelle Situation in Deutschland zu sprechen. Der Dauer-Lockdown bereitet Marlene Lufen Sorgen: „Wir müssen uns damit beschäftigen, in dieser Zeit, was mit Familien passiert. Im Durchschnitt sitzt ein Kind in jedem Klassenraum, das Gewalt zuhause erlebt. Und die sitzen jetzt nicht im Klassenraum, die sitzen jetzt zuhause“, so die Moderatorin.

Anschließend thematisiert die Runde auch das folgenreiche Video, das Marlene Lufen Ende Januar in den sozialen Netzwerken postete. Mit dem vierzehnminütigen Video, in dem sie die Lockdown-Strategie der Politik harsch kritisiert, landete die Kölnerin einen viralen Hit. Rund elf Millionen Menschen schauten das Video innerhalb von wenigen Tagen.

Marlene Lufen in ARD-„Nachtcafé”: „Vertrauen in die Politik schwindet”

„Mir ist es wirklich ein Rätsel, warum die Politik diesen Lockdown immer noch als Mittel der Wahl ansieht”, so Lufen in der Gesprächsrunde am Mittwochabend.

Stattdessen müssten Politiker sich die Frage stellen, „wie sie Kindern in Not helfen und trotzdem Gesundheitsschutz gewährleisten können”, betont die Sat.1-Moderatorin. 

Lufen räumt ein: „Ich habe immer großes Vertrauen in die Politik gehabt und die schwindet gerade wie bei vielen, vielen anderen auch.” (ta)

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