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Moderator über SelbstzweifelMarkus Lanz durch harte Kindheit geprägt: „Nicht gut genug“

Moderator Markus Lanz bei einer veranstaltung im Thalia Theater.

Copyright: Georg Wendt/dpa

Markus Lanz bei einer veranstaltung im Thalia Theater. Der Moderator spricht offen über Selbstzweifel.

Markus Lanz geht mit seinen Gästen bisweilen hart ins Gericht. Jetzt spricht der Fernsehmoderator über Selbstzweifel und wie sehr schlechte Erfahrungen aus seiner Kindheit bis heute sein Leben prägen.

In der Regel stellt Markus Lanz (57) die Fragen, geht als Moderator mit seinen Talkgästen harte ins Gericht.

Jetzt hat der 57-Jährige über eigene Selbstzweifel und frühere Minderwertigkeitsgefühle gesprochen.

Markus Lanz: „Habe ständig von Leuten gesagt bekommen, was ich zu tun habe“

Markus Lanz hat nach eigenen aussagen keine einfache Kindheit erlebt. Wie der erfolgreiche Moderator dem „Stern“ sagte, habe er habe als Kind früh hart arbeiten müssen, etwa auf Kartoffeläckern und in Hotels als Tellerwäscher. „Und dabei habe ich ständig von Leuten gesagt bekommen, was ich zu tun habe. Das war üble Kinderarbeit und hat mich sehr geprägt.“ Er habe da rausgewollt, dies sei sein Antrieb gewesen.

„Rumgeschubst zu werden, ist ein Minderwertigkeitskomplex, den viele arme Leuten haben. Und es war auch mein Minderwertigkeitskomplex“, sagte der Moderator. Heute führe er ein selbstbestimmtes Leben. Das sei das Beste, was man erreichen könne. Lanz wuchs in Südtirol in Italien auf.

„Nicht gut genug, nicht schnell genug, nicht schlau genug“, seien Gedanken, die ihn bis heute begleiteten, sagte der 57-Jährige in dem Interview über seine Selbstzweifel. „Aber vielleicht hat es genau deshalb mit mir und Deutschland so gut gepasst: immer zweifeln, immer hinterfragen.“

Das werde oft als Makel beklagt, aber er glaube, „dass es genau der Zweifel war, der Wunsch, es immer noch ein bisschen besser zu machen, der dieses Land so erfolgreich gemacht hat.“ (dpa)

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