VerblüffendSo sieht „Dicki“ aus Loriots legendärem Weihnachts-Sketch heute aus

Im Sketch „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ persiflierten Loriot (von links), Evelyn Hamann, Katja Bogdanski und Heinz Meier die deutsche Durchschnittsfamilie der 1970er-Jahre.

Im Sketch „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ persiflierten Loriot (von links), Evelyn Hamann, Katja Bogdanski und Heinz Meier die deutsche Durchschnittsfamilie der 1970er-Jahre.

Als Dicki Hoppenstedt schrieb Katja Bogdanski Fernsehgeschichte: 1978 spielte sie das verzogene Kind in Loriots Sketch „Weihnacht“ (besser bekannt als „Weihnachten bei den Hoppenstedts“). Zum 100. Geburtstag des 2011 verstorbenen Humoristen erinnert sie sich nun an die Dreharbeiten zurück.

„Zickezacke Hühnerkacke“: Es waren diese Worte, die Katja Bogdanski zu einer festen Größe im deutschen Weihnachtsfernsehen machten. 1978 spielte Bodganski das verzogene Kind in Loriots Sketch „Weihnacht“ (ab 1997 bekannt als „Weihnachten bei den Hoppenstedts“).

Am 12. November wäre der 2011 verstorbene Loriot, der mit bürgerlichem Namen Bernhard-Viktor „Vicco“ Christoph-Carl von Bülow hieß, 100 Jahre alt geworden. In der Geburtstagsdokumentation „Loriot 100“ (Montag, 6. November, 20.15 Uhr, das Erste, sowie im Anschluss in der ARD-Mediathek) erinnert sich Bogdanski nun an die Dreharbeiten und ihr besonderes Verhältnis zu Loriot zurück.

Loriot: So sieht „Dicki“ aus Weihnachts-Sketch heute aus

Loriot, so heißt es in dem Film, habe damals in Bremen ein offizielles Casting für Dicki ausgeschrieben. Unter den Bewerberinnen und Bewerbern befand sich auch Hape Kerkeling: „Ich bin dann nicht mal zum Casting eingeladen worden“, erinnert sich der Komiker.

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Stattdessen habe die Filmcrew „an den Grundschulen um Bremen herum angerufen und gefragt, ob es da ein dickes, pummeliges Kind gebe, was aufgeschlossen, frech ist“, erzählt Bodganski: „Der Hausmeister war am Telefon und sagte: Joa, da wüsste ich eine! Und das war ich dann.“

Von den Dreharbeiten sei ihr am meisten die zu enge Hose in Erinnerung geblieben: „Ich habe das heute noch in Erinnerung, dass ich wirklich Bauchschmerzen bekam.“ Loriot hingegen sei „großartig“, „unheimlich nett“ und „liebevoll“, aber auch perfektionistisch gewesen.

Als es ihr nicht gelungen sei, mit einem Ball eine Kuhfigur zu treffen, habe er geschimpft: „Mein Gott, es kann doch nicht so schwer sein, mit diesem blöden Ball irgendeine Kuh zu treffen“, erzählt sie lachend: „Da kullerten auch manchmal die Tränchen.“ Jedoch sei ihre Mutter stets hinter der Kamera gestanden und habe sie getröstet.

Nach „Weihnachten bei den Hoppenstedts“, so berichten mehrere Quellen, hätte Loriot weiter mit Bogdanski arbeiten wollen. Doch ihre Mutter lehnte ab. Stattdessen war Bogdanski nur noch selten und in kleinen Gastrollen in einem Krimi und einer Ausgabe von Rudi Carrells Spielshow „Am laufenden Band“ zu sehen.

Zum 70. Geburtstag von Loriot traf sie Loriot dann wieder: „Mir haben so die Beine gezittert“, erinnert sie sich im Film: „Schon bei der Hinfahrt konnte ich kaum noch das Gaspedal von meinem Auto halten.“

Heute ist Katja Bogdanski Anfang 50, arbeitet Medienberichten zufolge als Verkaufsleiterin einer Kosmetikfirma und lebt mir ihrer Familie in Lüneburg. „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ ist unter anderem am Samstag, 11. November, um 22.35 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen. In der ARD Mediathek steht zudem ein Premium Widget mit Loriots besten Sketchen zum Abruf bereit. (tsch)