Von Jens Spahns Forderung nach einer Erhöhung des Renteneintrittsalters hält Ines Schwerdtner nichts. Im ZDF-Moma machte die Linken-Parteivorsitzende ihrem Ärger über den CDU-Politiker Luft.
Linken-Chefin zieht über Jens Spahn her - ZDF-Moderator findet„Das ist polemisch!“

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Linken-Chefin Ines Schwerdtner forderte im ZDF-Moma eine „tiefgreifende Reform“ des Rentensystems. (Bild: ZDF)
Aufgrund der steigenden Lebenserwartung plädierte Jens Spahn kürzlich für ein späteres Renteneintrittsalter. „Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“, hatte der CDU-Politiker in einem Interview gefordert. Im ZDF-“Morgenmagazin“ kritisierte Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner den Unionsfraktionschef nun unter Bezug auf dessen eigenen Karriereweg: „Jens Spahn hat in seinem Leben noch nichts anderes gemacht, als im Ministersessel gesessen oder im Bundestag gesessen.“
Moma-Moderator Andreas Wunn ließ seinem Gast diesen Seitenhieb jedoch nicht durchgehen. „Das ist jetzt polemisch“, fiel der Journalist seinem Gegenüber ins Wort. Schwerdtner beteuerte jedoch: „Das ist nicht polemisch! Wir schlagen ja vor, dass auch Abgeordnete wie ich und auch Selbstständige und Beamte in die Rentenkasse einzahlen.“
Die Co-Chefin der Linken befand: „Die Politiker, die diese Vorschläge machen - die haben keine Ahnung davon, wie es ist, auf dem Bau zu schuften, als Friseurin zu arbeiten.“ Beim Blick auf die Rentenkommission werde klar: „Das sind alles Professoren und Politiker, die hohe Pensionen bekommen.“ Wer 40 Jahre hart gearbeitet habe, könne dies häufig nicht auch noch im hohen Alter tun. „Die haben es verdient, in Rente gehen zu können und eine vernünftige Rente zu bekommen.“ Die 36-Jährige forderte deshalb „eine tiefgreifende Reform. Dafür müssen die Leute nicht länger arbeiten, sondern alle müssen einzahlen - und die Arbeitgeber müssen sich endlich mehr beteiligen.“
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