Esther Schweins und ihre Mutter Lieselotte verbindet eine große Liebe. Das wurde in Show 5 von „Let's Dance“ deutlich.
Tango lässt niemanden kaltVerbunden durch heftiges Schicksal – „Heute tanz ich nur für sie“

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Esther Schweins und Massimo Sinató tanzten einen Tango.

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Esther Schweins hauchte ein „Danke Mama“. Massimo Sinató ließ ein ungläubiges „in dem Alter mit zwei gebrochenen Rippen so einen raushauen - meine Fresse“ raus.
Der Tango, den beide in Show fünf auf das Parkett legten, begeisterte das Publikum – und die Jury. Jorge und Motsi waren angetan. Selbst Joachim Llambi fand lobende Worte.
„Sie hat gute Tage, sie hat schlechte Tage“
Und dabei hatte Esthers Mama Lieselotte, die ihren 90. Geburtstag am vergangenen Dienstag feierte, noch vor ihm gewarnt. „Da musst du gut sein“, hatte die 90-Jährige ihrer Tochter mit auf den Weg gegeben.
Und Esther tanzte den Tango nur für ihre Mama. Denn die 90-Jährige ist nicht mehr in der Lage, ihrer Tochter live zu unterstützen. „Sie hat gute Tage, sie hat schlechte Tage“, so Esther über ihre Mutter, die in einem Mannheimer Pflegeheim lebt.
Mutter und Tochter verbindet eine große Liebe und ein heftiges Schicksal. Beide wollten 2004 einen unbeschwerten Urlaub in Thailand verbringen – dann riss der verheerende Tsunami rund 230.000 Menschen in den Tod.
Esther Schweins und ihre Mutter überlebten. Doch die Erinnerungen sind noch immer präsent. In einem Interview mit der „Welt“ beschrieb Esther vor Jahren die dramatischen Minuten zwischen Leben und Tod.
Beide wurden von der Flut erfaßt und fortgespült. Lieselotte Schweins hing plötzlich fest, eine Wäscheleine schnürte ihr fast die Luft ab. Esther gelang es, ihre Mutter zu befreien, doch die damals 68-Jährige erlitt eine Herzattacke. Dank eines Einheimischen schaffte es Lieselotte in ein Krankenhaus. „Es ist wie ein Wunder, dass wir überlebt haben“, sagte Esther Schweins.
Ein Schicksal, dass verbindet. Mit tränenerstickter Stimme bedankte sich Esther nach dem gefühlvollen Tanz bei den Mitarbeitenden des Pflegeheimes, die ihrer Mutter ermöglichen, in Würde zu gehen.
