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Krebs im Endstadium„DSDS“-Kandidat macht seltene Diagnose öffentlich

Jan Wächter schaut ernst.

Copyright: Jan Wächter / cncrsounds (Instagram)

Jan Wächter kam 2018 bei „DSDS“ in die Top 50. (Archivbild Instagram)

Jan Wächter kam 2018 bei „DSDS“ in die Top 50. Nun spricht er offen über Krebs im Endstadium – und bleibt gefasst.

Ein fortgeschrittenes Nebennierenkarzinom im Endstadium: Diese Diagnose hat Jan Wächter jetzt öffentlich gemacht. Der 37-Jährige war einst Teilnehmer bei „DSDS“. Heute ist er Musiker und arbeitet selbstständig als Social-Media-Manager.

Er ist nicht das einzige bekannte Gesicht, das offen über den Krebs spricht. Auch Persönlichkeiten wie Patrice Aminati zeigen öffentlich, wie hart ihr Kampf gegen die Krankheit ist.

Angefangen hat alles im Jahr 2025, so erzählt es Wächter selbst. Erst kamen heftige Rückenschmerzen, dazu ein Stechen am Herzen. Es folgten mehrere Untersuchungen. Dann wurde nach seinen Angaben ein Nebennierenkarzinom festgestellt.

Nach seinen Worten war der Tumor da schon fast so groß wie ein Handball. Lange gewartet wurde laut seiner Schilderung nicht. Direkt im Anschluss ging es in den OP, wo die Ärzte den Tumor in einem Eingriff über mehrere Stunden entfernten.

Rückenschmerzen, Tumor, OP: So begann Jan Wächters Krebs-Kampf

Danach sah es erst einmal richtig gut aus. Wächter bekam zunächst Tabletten, und die Therapie schlug an. Zeitweise galt er sogar als krebsfrei. Doch im Juli 2026 dann der bittere Rückschlag: Berichten zufolge wurden Metastasen in seiner Leber entdeckt.

Inzwischen wird der Künstler an der Uniklinik Heidelberg betreut. Dort klären Mediziner gerade, wie es mit der Behandlung weitergeht. Das Problem: Nebennierenkrebs gilt als extrem selten. In Deutschland trifft es im Schnitt nur rund 100 Menschen pro Jahr. Und weil die Krankheit so wenig erforscht ist, steht hinter einer vollständigen Heilung ein großes Fragezeichen.

Offener Umgang mit dem Krebs und finanzielle Belastung

Auch im Job hat der Krebs das Leben des 37-Jährigen komplett umgekrempelt. Als Social-Media-Manager musste er sämtliche Aufträge absagen. Seine ganze Kraft gehört jetzt der Genesung. Über die Runden kommt er nach eigenen Angaben derzeit mit Krankentagegeld. Und um zusätzliche Kosten zu stemmen, setzt der frühere „DSDS“-Teilnehmer verstärkt auf seine Musik, die er im Internet veröffentlicht.

Und trotzdem bleibt er gefasst. Endstadium hin oder her: Seine Seele sei noch nicht bereit zu sterben, betonte der Musiker. Die Erkrankung begreife er als Chance, seinen Horizont zu erweitern.

In den sozialen Medien wendet sich Jan Wächter mit klaren Worten an die Öffentlichkeit. Er will aufklären. Sein Ziel bringt er so auf den Punkt: „Mein Wunsch ist es, allen die Angst vor diesem bösen Wort Krebs zu nehmen.“ Dass er das tatsächlich schafft, glaubt er selbst eher nicht.

Schließlich sei die Lage fast immer ernst. Aber offen darüber zu sprechen und die Begriffe verständlich zu machen, nehme „doch wenigstens ein bisschen Angst vor dem Unbekannten“. Er wolle Mut machen und aus dem Tabuthema etwas Normales machen, „damit sich niemand schämen muss, für das, was man da durchmachen muss“.

Früherer „Deutschland sucht den Superstar“-Teilnehmer kämpft gegen das Krebs-Tabu

Bestimmte Ausdrücke stören ihn dabei besonders: „Ein Wort, welches ich völlig hart finde ist gestreut“, so der Musiker. „Es klingt für mich wie eine Splitterbombe. Das ist es aber nicht.“ Zudem betonte er: „Und wieder bin ich der Meinung: Jeder Krebs ist so individuell, wie die Person, die ihn hat.“ Zum Abschied grüßte er seine Community mit den Worten „Hab euch lieb“.

Bekannt wurde Wächter 2018 in der 15. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“: Beim Jury-Casting schaffte er es mit seinem Plüschtier-Glücksbringer „Hasi“ in den Deutschland-Recall, verpasste den Auslands-Recall dann aber knapp, sodass in den Top 50 Schluss war. (red)