Virologe bei Maischberger Zehnmal mehr Neuinfizierte? „Klingt erstmal nach Apokalypse“

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Virologe Hendrik Streeck war zu Gast bei Sandra Maischberger und gab seine Prognose für den Corona-Herbst ab.

Köln – Sandra Maischberger diskutierte am Mittwochabend (26. August) mit ihren Gästen wieder über einige wichtige Themen der vergangenen Woche.

Ein Punkt: Die steigenden Corona-Infektionszahlen pro Tag und die Test-Panne in Bayern, bei der 46 infizierte Personen nicht identifiziert werden konnten.

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Virologe Hendrik Streeck war zu Gast bei Sandra Maischberger und gab seine Prognose für den Corona-Herbst ab.

Maischberger: Markus Söder erklärt den Corona-Fauxpas in Bayern

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Zu Gast waren unter anderem der Bonner Virologe Hendrik Streeck (43) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (53).

Angesprochen auf Panne in seinem Bundesland stellte Söder die Vielzahl der Tests heraus, die in den letzten Wochen durchgeführt wurden: „Wir haben fast 300.000 Tests gemacht. Klar sind da Fehler passiert, aber wir haben es gemacht. Und nichts zu machen ist manchmal der größere Fehler.“

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich bei Sandra Maischberger unter anderem zu der Corona-Test-Panne in seinem Bundesland.

Daraufhin fügte der bayerische Ministerpräsident ein kurioses Beispiel an: „Wenn hier in der Sendung ein Scheinwerfer ausfällt und wir sitzen im Dunkeln, dann ärgern Sie sich darüber, aber dann würde keiner sagen: Mensch, die Frau Maischberger hat jetzt bewusst dieses Kabel rausgezogen.“

Maischberger: Markus Söder kritisiert die Quarantäne-Regelungen bei Reise-Rückkehrern

Doch die Talk-Masterin ließ nicht locker und kitzelte Söder weiter. So trat Söder während der Corona-Zeit laut Maischberger als der „brutalstmögliche Krisenmanager“ auf, was zur Folge hätte, bei solch einem Fauxpas dann auch die „brutalstmögliche Häme“ abzubekommen.

Der 53-Jährige konterte: „Ich habe viele in der Politik entdeckt, die ich eigentlich lange nicht mehr wahrgenommen habe, die genau wussten, wie‘s gegangen ist – Schwamm drüber!“

Die beiden kamen dann auf die Reise-Rückkehrer zu sprechen, da Urlaub das Infektionsrisiko in den letzten Wochen merklich erhöht hat.

Besonders aufgestoßen ist dem bayerischen Ministerpräsident vor allem die Art der Maßnahmen, die zur Risikoverminderung ergriffen werden: „Wir ersetzen die Tests durch eine Quarantäne-Regelung, die nicht funktioniert. Im Moment führt sie dazu, jedenfalls sieht es so aus, dass jemand zwei Wochen zu Hause bleiben muss, und der Steuerzahler muss das bezahlen!“

Maischberger: Virologe Hendrik Streeck mit besorgniserregender Corona-Prognose für den Herbst

Auch im Talk mit dem Bonner Virologen Hendrik Streeck ging es erwartungsgemäß um Covid-19. Und der 43-jährige Experte hatte gleich eine düstere Prognose mit im Gepäck.

„Es kann gut sein, dass die Infektionsrate im Herbst um das Zehnfache ansteigt“, prognostiziert er. „Von 2.000 auf 20.000?“, fragte Maischberger ungläubig nach. „Genau, das hört sich jetzt erstmal nach einer Apokalypse an“, beschreibt der Virologe, „Aber zurzeit haben die meisten Infizierten keine Symptome.“

Im gleichen Atemzug riet er zu einem neuen Umgang mit dem Virus. So merkte er an, dass die Erkrankten, die nur wenige oder gar keine Symptome aufweisen, zeigen, dass man nicht mehr so große Angst vor dem Virus haben müsse. Dies läge vor allem an der ausgeprägten Vorsicht der Bevölkerung. So hätten die Masken und das Desinfinzieren bereits ihre Wirkung gezeigt.

Bei der Argumentation blieb jedoch die Frage offen, ob weniger „Angst“ oder Vorsicht in der breiten Bevölkerung nicht wieder zu mehr schwerwiegenden Krankheitsverläufen führen würde. (nb)

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