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Haustiere des Gastgebers irritieren „Dinner“-Konkurrentin„Ich brauche Katzen nicht“

Während Mama Nora fleißig Gemüse schnibbelt, freut sich Robert über den schön gelungenen Käsekuchenboden.
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Während Mama Nora fleißig Gemüse schnibbelt, freut sich Robert über den schön gelungenen Käsekuchenboden. (Bild: RTL)

Als Zahnarzt sollte Robert an Tag 3 der „Dinner“-Woche auch die Feinarbeiten gut hinkriegen, davon gehen die Lüneburger Gäste zumindest aus. Sie werden nicht enttäuscht, denn bei Robert isst das Auge ganz klar mit ...

Roberts ganzer Stolz: seine schwarze Küche.
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Roberts ganzer Stolz: seine schwarze Küche. (Bild: RTL)

Robert (44) kam im Alter von sechs Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland und will den Gästen deshalb die polnische Kulinarik näherbringen. „Aber halt auf etwas höherem Niveau, als man das sonst von Mama kennt“, verleiht Robert den Gerichten seine eigene Note. Mit seiner Familie, vier Katzen und vier Hunden wohnt er idyllisch am Waldrand von Lüneburg. Die schwarze Küche ist Roberts ganzer Stolz, deshalb macht er sich dort gerne an die Vorbereitungen zum „perfekten Dinner“. Mama Nora und Roberts Vater durften Probeessen: „Es war alles so lecker. Wir haben das Essen richtig genossen.“ Unter dem Motto „Ein deutsch-polnisches Menü“ gibt es:

  1. Vorspeise: Rote-Bete-Suppe mit Pilztaschen
  2. Hauptspeise: Ochsenbäckchen mit Kartoffelstampf
  3. Nachspeise: Käsekuchen mit Waldbeeren
Am Tisch bekommen (von links) Radost, Eugenio, Lilia und Alina von Robert einen Klecks Meerrettichschaum in die Suppe gesprüht.
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Am Tisch bekommen (von links) Radost, Eugenio, Lilia und Alina von Robert einen Klecks Meerrettichschaum in die Suppe gesprüht. (Bild: RTL)

„Optik ist wichtig, das Auge isst mit“, liegt Zahnarzt Robert die Detailarbeit berufsbedingt ohnehin. „Das ist auch das Schöne, dass man in meinem Beruf als auch im Hobby mit dem Kochen die Sachen fühlt, die Speisen fühlt, die verschiedenen Texturen spüren kann.“

Aperitif erinnert an Bittertropfen

Die Hauptspeise dekoriert Robert zum essbaren Kunstwerk.
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Die Hauptspeise dekoriert Robert zum essbaren Kunstwerk. (Bild: RTL)

Radost (29), die eigentlich kein Fleisch mag, bekommt davon diese Woche reichlich aufgetischt. Sie berichtet Lilia (46): „Robert hat mir direkt am ersten Tag verraten, dass wenn ich bei ihm Fleisch esse, dass ich danach wahrscheinlich nichts anderes mehr essen möchte. Also ich habe hohe Erwartungen.“

Von wegen nur Käsekuchen: Robert hat sich beim Anrichten viel Mühe gegeben.
 (Bild: RTL)

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Von wegen nur Käsekuchen: Robert hat sich beim Anrichten viel Mühe gegeben. (Bild: RTL)

Dass Robert den Aperitif vor den Gästen zubereitet, statt einfach nur die vorbereiteten Gläser zu reichen, gefällt Lilia: „Da hat er sich was getraut, das fand ich schon toll.“ Bei Radost weckt der Wermuth Assoziationen: „Der erinnert mich an meine Bittertropfen.“ Dass ständig die Katzen vorbeischleichen, findet sie mäßig: „Ich brauche Katzen nicht.“ Doch sie fügt hinzu: „Aber sie haben jetzt auch nicht gestört.“

Die Teigtaschen polarisieren

Der deutsch-polnische Abend endet mit einem Wodka.
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Der deutsch-polnische Abend endet mit einem Wodka. (Bild: RTL)

Die Rote-Bete-Suppe bereitet Robert als klare Brühe zu: „Ich wollte das so kochen, wie ich es von meiner Mama und Oma kenne. Die hatten keinen Pürierstab.“ Meerrettichschaum und Schnittlauch drapiert er erst am Tisch auf die Teller. „Ich fand es richtig cool und besonders“, gefällt Radost der kleine Show-Effekt. Eugenio (38) missfallen die Pilztaschen in der Suppe: „Nach meinem Geschmack war es leider nicht gut.“ Dafür gibt Alina (27) der Vorspeise 10 Punkte: „Die Teigtaschen fand ich super!“

Die angekündigten Ochsenbäckchen sind eigentlich Kalbsbäckchen aus der Region. Dazu: Kartoffel-Kohlrabi-Stampf und Rote-Bete-Salat. „Das zerfiel richtig im Mund“, macht Lilia die Fleischverwechslung gar nichts aus. „Ich hatte auch wieder ein bisschen Angst vor den Ochsenbäckchen, aber es war sehr lecker“, hat Robert Radost nicht zu viel versprochen.

Käsekuchen und Wodka

„Das Beste kommt zum Schluss“, kündigt Robert seinen Käsekuchen an. Den verfeinert er mit Waldbeersoße, Früchten, Crunch und Zitronenverbene. „Lecker und sehr leicht“, findet Eugenio. „Das hat er nicht das erste Mal gemacht“, erkennt Lilia die Routine. Und was darf bei einem polnischen Abend nicht fehlen? Ein Wodka.

„Das ist echt anstrengender als so ein ganzer Arbeitstag in der Praxis“, muss Robert zugeben. Die Belohnung für die Anstrengungen: sagenhafte 39 Punkte und die klare Führung. (tsch)

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