Achtung, Rückruf Wer diese schwarze Maske trägt, geht ein großes Risiko ein 

„Hartz und herzlich“ Hassbriefe wegen Markenklamotten – Elvis sorgt sich um seine Frau Katrin

Den 48-jährigen Elvis und seine Familie erreicht nach ihren Auftritten in "Hartz und herzlich" viel negatives Feedback.

Elvis bekommt nach seinen Auftritten bei „Hartz und herzlich“ fiese Hassnachrichten: Es geht darum, dass er mit Markenklamotten im TV zu sehen war.

Sie zeigen, wie sie leben und bekommen dafür viel Hass ab. In „Hartz und herzlich – Jeden Tag Benz-Baracken“ ist auch Hartz-IV-Empfänger Elvis regelmäßig zu sehen. Nach den Auftritten bekommt er viele Hassnachrichten. 

Mannheim. Das kratzt an ihren Nerven: Die Bewohner der Benz-Baracken im Mannheimer Stadtteil Waldhof (Baden-Württemberg) leben an der Armutsgrenze. In ihrem Alltag werden sie von einem Kamerateam begleitet. Die Sendung läuft auch 2021 wieder regelmäßig.

Durch die TV-Show „Hartz und herzlich“ sind beispielsweise Rentnerin Dagmar, Familienvater Elvis, Zwillingsmama Janine und Co. auch über die Grenzen der Benz-Baracken hinaus bekannt geworden. Das allerdings ruft auch Leute auf den Plan, die die Hartz-IV-Empfänger mit Hassnachrichten bombardieren. 

„Hartz und herzlich“: Elvis bekommt fiese Hassnachrichten

„Viele Leute geben in den sozialen Medien ihren Senf dazu, zu uns Hartz-IV-Empfängern“, so Elvis in der Sendung Ende September 2021 (dienstags, 20.15 Uhr auf RTLZWEI). 

Immer wieder wird er von Zuschauern angeschrieben. Die schimpfen etwa darüber, dass Elvis Hartz-IV bezieht, aber im TV in Markenkleidung zu sehen ist.

„Hartz und herzlich“: Elvis kassiert Hass wegen Markenklamotten

Elvis: „Wenn man mich sieht im Fernsehen mit Adidas und angeblich teuren Schuhen. Da frage ich mich, wie stellen sich diese Leute einen Hartz-IV-Empfänger vor?“

Elvis weiter: „Was denken die Leute, wo die Sachen her sind? Vieles ist aus der Kleiderkammer, vieles ist von meinem Bruder, es ist das, was der nicht mehr braucht.“ Auch Zuschauer würden Pakete mit Spenden schicken. 

Aber eben nicht alle sind so hilfsbereit. Ganz im Gegenteil. Die Hassbriefe, die immer öfter bei Elvis und seiner Familie ankommen, beschäftigen vor allem dessen Frau Katrin. Elvis sorgt sich: „Man merkt, wie sich Katrin mittlerweile verhält. Psychisch ist sie ganz schön belastet durch die ganze Hetzerei. Sie verkraftet es nicht so wie ich.“

„Hartz und herzlich“: Elvis sorgt sich wegen Hassbriefen um Katrin

Ihm ginge das zwar auch „ganz schön an die Nieren“, aber beeindrucken lasse er sich davon nicht. „Aber es gibt nun mal Menschen, die kann man damit ganz schön zerstören. Da denken diese Leute gar nicht drüber nach.“ Elvis hingegen schon. Seine Sorgen um Katrin gehen sogar noch weiter.

„Zum Beispiel: Die bringen es so weit, dass Katrin sich etwas antut. Wer trägt dann die Verantwortung. Darüber denken diese Leute nicht nach“, schimpft er. Auch, dass die älteren Kinder des Paares die Briefe vielleicht lesen könnten, könne bei den Verfassern der Briefe keine Rolle spielen, ist sich Elvis sicher. 

„Hartz und herzlich“: Dagmar steht Elvis bei

Dagmar denkt, den Antrieb der Hetzer zu kennen: „Das ist der Neid. Weil die das nicht haben, was du dir als Hartz-IV-Empfänger anziehen kannst.“ Ein Vorwurf werde immer besonders laut: „Wir müssen arbeiten, wir Steuerzahler müssen dafür aufkommen.“ 

Während Dagmar mit rabiaten Worten reagiert („Die sollen alle ihr Maul halten“), ist Elvis besonnener. Einer Meinung sind sie trotzdem. „Die sollen sich an die eigene Nase packen. Ihr redet über uns, wie asozial wir sind, aber was sollen wir dann über euch sagen, die sowas schreiben.“

Tatsächlich ist es nicht verboten, als Hatz-IV-Empfänger Markensachen zu tragen. Oftmals ist es so, dass beispielsweise Schuhe von Adidas oder Pullis von Nike gespendet werden – und natürlich beliebt sind. Oftmals ist die Verarbeitung der ehemals teuer gekauften Klamotten recht gut – dadurch sind die Kleidungsstücke in der Regel haltbarer.

„Hartz und herzlich“: Christine wieder dabei – aber eine Entscheidung nimmt sie nicht zurück

Während Elvis sich über die Nachrichten „tierisch aufregt“, hat Dagmar eine ganz andere Strategie: Ignoranz. Die gute Seele der Benz-Baracken hat schon vieles miterlebt. Dagmar wurde Opfer von Betrügern, auch wurde Dagmar von ihrer eigenen Tochter bestohlen. Ihr Rat an Elvis zum Thema Hassnachrichten: „Wenn du alles an dich ranlässt, machst du dich selbst kaputt.“ 

Wegen der Anfeindungen hatte eine weitere Bewohnerin, Christine, kürzlich die Dreharbeiten für „Hartz und herzlich“ beendet. Jetzt kehrt sie dennoch vor die Kamera zurück. Eine Entscheidung bleibt aber unwiderruflich: Ihre Kinder sollen in der Sendung nicht mehr zu sehen sein. 

Christine sagt bestimmt: „Dass es Hater und Neider gibt, ist bekannt. Ich muss sagen, dass es dieses Jahr ziemlich arg war. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen.“ (sku)

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