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„Hart im Nehmen“Nur eine VOX-Löwin will sich „haarigen“ Pitch aus der Nähe ansehen

Gründer Sam (links) führt vor, wie seine „Smartwaxx“-Sticks mit angewärmten Bienwachs in die Nasenlöcher eingesetzt werden. Dagmar Wöhrl schaut interessiert zu. (Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer)

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Gründer Sam (links) führt vor, wie seine „Smartwaxx“-Sticks mit angewärmten Bienwachs in die Nasenlöcher eingesetzt werden. Dagmar Wöhrl schaut interessiert zu. (Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer)

Ein nach Dubai ausgewanderter Deutscher will den Markt für das Bändigen lästiger Nasenhaare revolutionieren. Es ist eine „Die Höhle der Löwen“-Präsentation, die starke Nerven erfordert - auch wegen der bewegenden Vorgeschichte des Gründers.

Unüblich ist es nicht, dass Gründer in die VOX-Erfindershow „Die Höhle der Löwen“ Familienmitglieder oder Freunde mitbringen. Sei es zur moralischen Unterstützung oder auch als praktische Helfer beim Präsentieren. Mit der Rolle des Begleiters von „Smartwaxx“-Gründer Sam hätte man diesmal jedoch kaum tauschen wollen. Es sah nach einer schmerzhaften Prozedur aus, die auf den Freiwilligen wartete.

Sam, ein aus Deutschland nach Dubai ausgewanderter Jungunternehmer, versprach allerdings nachdrücklich, dass alles weitgehend harmlos ablaufen würde, sobald er an den kleinen weißen Stäbchen ziehen würde, die an der Spitze Bienenwachs haben. Die „Smartwaxx“-Anwendung wird dafür mit einem handelsüblichen Föhn erwärmt und in die Nasenlöcher eingeführt. Nach einer kurzen Abkühlphase erfolgt ein beherzter Ruck - und schon kann man wieder frei durchatmen, ohne störende Härchen. Eignen soll sich die Lösung, die so mancher Kunde aus Barber Shops kennt, übrigens auch für die Entfernung von Ohrenhaaren.

Gründer bewegt Ralf Dümmel mit seiner Lebensgeschichte

Angespannte Gesichter auf der Löwen-Bank: Man kann einfach gut nachempfinden, wie schmerzhaft es sein kann, sich Nasenhaare ausrupfen zu lassen. (Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer)

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Angespannte Gesichter auf der Löwen-Bank: Man kann einfach gut nachempfinden, wie schmerzhaft es sein kann, sich Nasenhaare ausrupfen zu lassen. (Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer)

90.000 Euro für 10 Prozent der „Smartwaxx“-Firmenanteile wollte Sam für die Geschäftsidee haben, die er als „Zukunft der schmerzfreien Haarentfernung“ bezeichnete. Dagmar Wöhrl zeigte sich gleich sehr interessiert und sah sich die Wachs-Stäbchen und Sams in Rückenlage wartendes männliches „Versuchskaninchen“ gleich mal an. „Hart im Nehmen“, meinte Judith Williams anerkennend über ihre unerschrockene Löwen-Kollegin.

Sam ging die Sache routiniert und diskret an. Und seine Geschäftszahlen überzeugten sofort: Er verkauft seine „Smartwaxx“-Sticks in einer 50-Stück-Packung für 19,95 Euro - bei einem Herstellungspreis von nur 3,50 Euro. „Sehr gute Zahlen“, lobte Janna Ensthaler. Einsteigen wollte sie dann aber doch nicht. Dagegen zogen Beauty-Expertin Judith Williams (forderte allerdings 20 Prozent an der Firma) sowie Handelsprofi Ralf Dümmel (ebenfalls mit diesem Angebot) in die Bieterschlacht.

Spannend wurde es dann zusätzlich, als Sam mehr von sich selbst erzählte: Er war schon als kleiner Junge von seiner eigenen Mutter an eine Pflegefamilie weitergegeben worden, was ihn stark geprägt habe. „Ich habe gelernt, mit meinen Emotionen umzugehen“, sagte er. Ralf Dümmel beeindruckte das sehr. „Ich habe Gänsehaut gekriegt.“ Umso besser, dass er dann auch - nach einem kurzen Nachverhandeln - den Deal machte: Sam verkaufte ihm 15 Prozent der Anteile - für 90.000 Euro. „Super Typ“, jubelte Dümmel. (tsch)

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 (Bild: RTL)

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