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„Der frühe Vogel fängt den Wurm“Pfandsammler Eduard (64) macht mit Leergut ein Vermögen

In Köln ist vor allem die Karnevalszeit bei Pfandsammlern und -sammlerinnen beliebt.

Copyright: Thilo Schmülgen

In Köln ist vor allem die Karnevalszeit bei Pfandsammlern und -sammlerinnen beliebt (Archivfoto).

Sein Reichtum ist der Müll von anderen. Eduard Lüning ist Pfandsammler.

Für Eduard Lüning (64) ist der Abfall anderer Leute pures Gold. Der Münsteraner verdient sein Geld mit Leergut, das achtlos in den Müll geworfen wird.

Diese einzigartige Beschäftigung hat ihn nicht nur vom Leben auf der Straße befreit, sondern er hat damit auch ein Vermögen angehäuft, das sich auf rund 250.000 Euro beläuft. Ein Ende seiner Tätigkeit ist für den 64-Jährigen noch lange nicht in Sicht.

Pfandsammler Eduard Lüning: Sein Tag beginnt um 6.30 Uhr

Lünings Tag beginnt jeden Morgen um 6.30 Uhr mit seiner Runde durch Münster, auf der Jagd nach Leergut. Er ist die ganze Woche über im Einsatz, egal bei welchem Wetter. Seine Devise lautet: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“

Besonders fündig wird er im Bereich des Güterbahnhofs, wo sich zahlreiche Bars und Diskotheken befinden. Damit ihm auch wirklich nichts entgeht, durchforstet er jeden Müllbeutel akribisch. Das berichtet „rtl.de“.

Jede Glasflasche bringt ihm acht Cent ein, während es für Dosen und Kunststoffflaschen sogar 25 Cent gibt. Seinen Dank richtet er an die, wie er sie nennt, „werte Wegwerfgesellschaft“. Mit einem Schmunzeln meint er: „Für euch ein Orden und für mich eine goldene Nase.“ Im Schnitt kommen allein durch seine Sammel-Aktion rund 800 Euro monatlich zusammen.

Das Flaschensammeln ist seit 23 Jahren sein Metier. Diese Arbeit hat ihn wieder auf die Beine gebracht, nachdem er 2009 seine Bleibe verlor und auf der Straße landete. Der frühere Sozialarbeiter kämpfte zu der Zeit mit heftigen Depressionen und musste in seinem Auto hausen. Für ihn stand aber von Anfang an fest, dass er keine staatliche Unterstützung beanspruchen wollte, um der Allgemeinheit nicht auf der Tasche zu liegen. „Das ist der Steuerzahler mit seinem Schweiß, der gibt es mir“, begründet er diese konsequente Einstellung.

Zuerst war es Lüning peinlich, im Abfall zu stöbern, und er war nur im Dunkeln unterwegs, um unentdeckt zu bleiben. Aber irgendwann fasste er den Entschluss, das Versteckspiel zu beenden. Er schmiedete eine neue Strategie und steuerte große Open-Air-Veranstaltungen an, die sich als absolute Schatzkammern herausstellten. Seine Einnahmen schossen so in die Höhe, dass er regelmäßig Geld zur Seite legen konnte.

Auch in Köln gibt es Pfandsammler und Pfandsammlerinnen – vor allem an Karneval machen sie ihr Geschäft.

Sein großes Ziel war der Kauf eines Wohnmobils, um die Furcht vor erneuter Obdachlosigkeit für immer zu begraben. Ende 2010 wurde dieser Traum Wirklichkeit. Voller Stolz nannte er damals bei stern TV den Kaufpreis für sein neues Zuhause auf Rädern: „31.600 Dosen.“

Monatliches Einkommen aus Renten und Pfand liegt bei etwa 2500 Euro

Mittlerweile ist das Wohnmobil verkauft und das Geld in eine private Altersvorsorge geflossen. Lüning hat wieder eine feste Wohnung und verbringt jeden Mittag mit seiner Lebensgefährtin Gerlinde im Pflegeheim. Obwohl sein monatliches Einkommen aus Renten und Pfand bei etwa 2500 Euro liegt und er finanziell abgesichert ist, macht er unermüdlich weiter.

Für Notfälle hortet er in seinem Keller unzählige zerdrückte Dosen, die er liebevoll seine „ultimative Sparkasse“ tauft. Seiner eigenen Einschätzung nach hat er bis dato ungefähr eine Million Flaschen und Dosen in bares Geld verwandelt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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