Norwegen hat ein neues Königspaar. Doch wird es für Haakon und Mette-Marit die traditionelle Segnungs-Zeremonie geben?
Haakon und Mette-MaritKommt jetzt doch noch die Mega-Zeremonie?

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Kronprinzessin Mette-Marit, Kronprinz Haakon und Prinzessin Astrid von Norwegen gehen am 3. März 2016 zu einem Dinner im Königspalast in Oslo. (Archivbild)
Der Thronwechsel in Norwegen ist vollzogen. Nach dem Tod von König Harald V. am 28. August ist sein Sohn Haakon (53) nun der neue Monarch. An seiner Seite: Königin Mette-Marit. Und auch die nächste Generation steht schon bereit, denn die 22-jährige Ingrid Alexandra ist jetzt die neue Kronprinzessin.
Rein formell ist alles geklärt. Seinen Verfassungseid leistete Haakon am 1. September vor dem Parlament, dem Storting. Der Amtsantritt war damit offiziell besiegelt. Eine prunkvolle Krönungszeremonie, wie man sie aus anderen Monarchien kennt, wurde in Norwegen bereits 1908 durch eine Verfassungsänderung abgeschafft. Doch ganz ohne Festakt könnte es auch diesmal nicht ablaufen.
Kommt die Zeremonie im Nidarosdom?
Seit 1958 gibt es nämlich eine besondere Tradition: eine kirchliche Segnung im geschichtsträchtigen Nidarosdom in Trondheim. König Olav V. hat diesen Brauch ins Leben gerufen. Auch Haakons Eltern, Harald V. und Königin Sonja, ließen sich dort 1991 segnen, Monate nach dem damaligen Thronwechsel.
Hält sich auch das neue Königspaar an diese Tradition? Wegen der aktuellen Hoftrauer gibt es dazu noch keine offizielle Bestätigung. Doch Experten haben schon eine klare Vermutung. Ole-Jørgen Schulsrud-Hansen, ein Kenner des Königshauses, rechnet laut dem norwegischen TV-Sender TV 2 mit einer Zeremonie im Frühsommer 2027. „Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sie im Juni stattfinden. Denn sowohl die Krönung 1906 als auch die Segnungen 1958 und 1991 fanden im Juni statt", erklärt er. Der 22. Juni gilt dabei als besonders historisches Datum.
Gesundheit von Mette-Marit entscheidend für den Zeitplan
Doch nicht nur das Protokoll ist entscheidend. Auch der Gesundheitszustand von Königin Mette-Marit spielt bei der Planung eine wichtige Rolle. Die Königshaus-Expertin Tove Taalesen betont aber die Flexibilität des Hofes: „Da die Segnung keine verfassungsrechtliche Pflicht ist und nicht an einem bestimmten Datum stattfinden muss, hat das Königshaus große Flexibilität."
Wann der Hof in Oslo die Pläne für eine mögliche Segnung bekannt gibt, ist derzeit noch unklar. Momentan nimmt die Königsfamilie nur kleinere Termine wahr. Während König Haakon die Regierungsgeschäfte leitet, war Königin Sonja am 24. September bei der traditionellen Ausschiffung des Schiffs „Norge“ der Königsfamilie dabei. (jag)
