Sarah Ferguson hatte am 11. September 2001 einen Termin im World Trade Center. Ein verspätetes Interview rettete wohl ihr Leben.
Ex-Royal erlebte 9/11-Schock„Ich sollte an diesem Morgen dort sein“

Copyright: AFP
Sarah Ferguson mit ihrem Ex-Mann, dem ehemaligen Prinz Andrew. (Archivbild)
Sarah Ferguson, die Ex-Gattin von Andrew Mountbatten-Windsor und Mutter der Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, hat mit dem königlichen Glanz früherer Tage heute nicht mehr viel gemein. Ihre Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte zur Folge, dass sie 2025 diverse Schirmherrschaften verlor und letztendlich auch ihren Titel als Herzogin von York aufgeben musste.
Vor 25 Jahren war ihre Welt jedoch eine völlig andere. Ferguson hatte am Vormittag des 11. September 2001 eigentlich im World Trade Center zu tun. Die Räumlichkeiten ihrer Wohltätigkeitsorganisation „Chances for Children“ befanden sich im 101. Stockwerk des Nordturms. Lediglich ein Interview, das länger dauerte als geplant, hielt sie von dem Termin ab.
Ein Interview als Lebensretter für Sarah Ferguson?
„Meine Stiftung Chances for Children befand sich im Nordturm des World Trade Centers. Ich sollte an diesem Morgen dort sein, aber ein Interview dauerte länger“, teilte Ferguson 2023 am Jahrestag der Attacken mit. Das US-Magazin „People“ machte ihre Schilderung öffentlich.
Kurz darauf krachte die Maschine des American Airlines Fluges 11 in den Nordturm. Ferguson war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Das Interview, das länger dauerte, hat ihr also womöglich das Leben gerettet.

Copyright: IMAGO/Avalon.red
Im Februar 2002 posierte Sarah Ferguson mit der im Trümmerfeld gefunden Stoffpuppe „Little Red“.
Eine besonders gruselige Note erhält die Geschichte durch die kleine Stoffpuppe „Little Red“, die sich im Büro der Stiftung befand. Sie war das offizielle Maskottchen von „Chances for Children“. Inmitten der Trümmer wurde die Puppe am 12. September 2001 von dem Rettungshelfer Brian Van Flandern entdeckt. Er hatte in dem Bereich vergeblich nach Opfern oder Überlebenden gesucht.
„Little Red“: Die Puppe, die aus den Trümmern kam
„Little Red“ hat den Zusammenbruch des Nordturms überstanden und ist heute Teil der Ausstellung des 9/11 Memorial & Museum in New York. Zum Jahrestag schrieb Ferguson: „Die originale ‚Little Red‘ befindet sich im Ground-Zero-Museum. Wir erinnern uns heute und für immer. Ich möchte den Familien Liebe und Kraft senden.“
Schon 2019 hatte Ferguson gegenüber dem Magazin „Hello!“ von der Entdeckung berichtet. „Aus 101 Stockwerken kam Little Red in ihrem Kleid herunter, eine winzige Stoffpuppe, und sie wurde in den Trümmern gefunden“, äußerte sie sich.
Dieser damalige Zufall hat für Ferguson eine ganz besondere Symbolik. „Ich nehme jede Minute als einen Segen wahr“, erklärte sie. „Denn sobald man zu weit in die Zukunft blickt, verpasst man die Gegenwart.“
Was macht Sarah Ferguson heute?
Ein Vierteljahrhundert danach hat sich Sarah Ferguson weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Ein verspätetes Interview bewahrte sie am 11. September 2001 davor, sich im 101. Stockwerk des World Trade Centers aufzuhalten – ihr letzter Post auf Instagram im Jahr 2025 war ausgerechnet dem Jahrestag der Terrorakte gewidmet.
„Meine Gedanken und Gebete gelten den Familien, die Angehörige verloren haben, den Überlebenden und den Einsatzkräften, deren Tapferkeit und Selbstlosigkeit uns an das Allerbeste im Menschen erinnern“, formulierte sie.
Ihr Leben hat sich heute fundamental gewandelt: Im September 2025 wurde eine E-Mail publik, in der sie Jeffrey Epstein trotz dessen Verurteilung als „treuen, großzügigen und großartigen Freund“ titulierte. Daraufhin distanzierten sich mehrere karitative Einrichtungen von ihr. Im Zuge der Affäre um ihren Ex-Mann Andrew legte sie im Oktober 2025 zudem den Titel „Herzogin von York“ nieder.
Zu Beginn des Jahres 2026 wurde überdies verkündet, dass ihre Stiftung „Sarah’s Trust“ vorläufig geschlossen wird. Ferguson mied daraufhin weitestgehend das Rampenlicht; ihr letzter öffentlicher Auftritt fand im September 2025 bei der Trauerzeremonie für die Duchess of Kent in der Westminster Cathedral statt. Kürzlich meldete das US-Magazin „People“, dass Sarah Ferguson nach einer monatelangen Abwesenheit wieder nach Großbritannien zurückgekehrt sein soll. (jag)
