War das Reality oder Fake? Am Ende des großen Finales von „Kampf der RealityAllstars“ (RTLZWEI) stand ein jubelnder Sieger. Sam Dylan holte sich die Reality-Krone, einen strunzhässlichen Pokal und einen prallgefüllten Geldkoffer. Aber in der Sekunde des Triumphs dachte er auch an seine Mitstreiter.
Final-Gegner sprachlosSam Dylan teilt seine Siegprämie - „Titel ist wichtiger als Geld“

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Mit 23 Münzen gewinnt Sam vor Sarah (21) und Kate (20). Vor Glück und als Dank schenkt er jedem der letzten fünf Mitstreiter 2.000 Euro aus der Siegprämie. (Bild: RTLZWEI)

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In den beiden letzten Tagen wurde gnadenlos und zügig ausgesiebt. Elsa Latifaj ging leider als Telefon und musste sofort die Koffer packen. Da waren's nur noch acht. (Bild: RTLZWEI)
Immerhin. Es hat nicht den Falschen getroffen. „Der Titel wär mir wichtiger als das Geld.“ Allstar zu sein - das sei doch „der Ritterschlag“. Das sagte Sam Dylan, kurz bevor er zum Finale von „Kampf der RealityAllstars“ (RTLZWEI) schritt. Seite an Seite mit den Mit-Finalistinnen Kate Merlan (38) und Sarah Knappik (39) und in schillerndem Outfit. Seine Augen funkelperlten wenig später umso heller. „Sam Dylan, der Mann, der schon ausgeschieden war, ist RealityAllstar 2026“, feierte Moderatorin Arabella Kiesbauer (57) angemessen würdig die zumindest derzeit leuchtendste Schnuppe am Himmel der Reality-Sterne.

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Eins Star muss gehen, sonst wird die Siegprämie gekappt. Es gibt statt Intrigen eine Selbstopferung: Matthias Mangiapane verlässt freiwillig die Sala. (Bild: RTLZWEI)
So zog Sam Dylan, bürgerlich eigentlich Sven Wölke, an den Albtraumstrand von Thailand und kehrte als „Ritter Dylan von Phuket“ zurück. Eine richtig schöne Überraschung bescherte er den Fans und vor allem seinen letzten Mitstreitern am Realitystrand nach dem Sieg. Denn mit 40.000 Euro gefüllten Geldkoffer in der Hand musste die Freude raus: „Wir haben alle diese Staffel gewonnen, das ist unser Preis.“

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Im Stangenwald mit Antwortschildchen suchen die noch sieben Stars nach Durchblick und richtigen Lösungen. (Bild: RTLZWEI)
Und deshalb gab er jedem der letzten fünf Salaisten (von insgesamt 23) 2.000 Euro ab! Da waren Sarah und Kate sowie die in der letzten Runde vor dem Finale ausgeschiedenen Cecilia Asoro (30), Cosimo Citiolo (44) und Maurice Dzwiak (27) fast ein bisschen sprachlos. Und der geneigte Reality-Fan eigentlich auch. Denn solch eine lohnende Loyalität gibt's in diesem Kneifzangenbusiness eigentlich nicht.
Matthias Mangiapane opfert sich und steigt freiwillig aus

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Nur wer eine Lösung findet, darf in Luftballons nach Safety-Tickets stochern. Maurice Dziwak spießt eines auf, der Glückliche. (Bild: RTLZWEI)

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Cosimo Citiolo, Kader Loth und Sarah Knappik (von links) gehen ohne Safety-Ticket aus dem Spiel. Aber „die Chefin“ macht ein Angebot: Die drei dürfen sich für eine Rückkehr bewerben. (Bild: RTLZWEI)
Sam Dylan ist ein würdiger Sieger. Schließlich hat er zuvor bereits „Das Sommerhaus der Stars - Kampf der Promipaare“, „Das große Promi-Büßen“ (beide 2024) sowie letztes Jahr „Die Abrechnung - Der Promi-Showdown“ gewonnen. Heißt, er hatte sich, im Gegensatz zu manch anderem, die Teilnahme am „Allstar“-Format durchaus verdient.
In finaler Abwesenheit von polarisierenden Kraft-Kratzbürsten wie Georgina Fleur (36), Elena Miras (34), Emmy Russ (27) oder Macho-Männchen Serkan Yavuz (33) ließ es sich auch leicht friedvoll und loyal sein. Innerhalb der letzten beiden Sala-Tage gingen dann beim großen Aussieben weitere Konkurrenten über die Wupper. Elsa Latfaj (20) verzockte sich beim Telefon-Spiel und schied aus. „Ich bin überhaupt nicht traurig“, sagte sie und ging im diffusen Gefühl, ihre Freundin Kate vor dem Exit bewahrt zu haben.

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Bewerben findet Kader unter ihrer Würde. Die Quittung: Sie muss gehen, Sarah und Cosimo bekommen eine neue Chance. (Bild: RTLZWEI)
Matthias Mangiapane (42), qua Karriere auch ein Mitfavorit, bewahrte dann die Siegprämie vor Plünderung - und sich vor der Siegchance. Es galt, einen Allstar zu feuern. Andernfalls sollten 10.000 Euro abgezwackt werden. Das wollte keiner.

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Im Glibberpool wird nach Schlüsseln getaucht. Die führen zu Schlüsselboxen. In diesen sind Münzen - die man im Finale brauchen wird. (Bild: RTLZWEI)
Als aber die zarten Intrigen (“Eigentlich ist Sarah die naheliegendste Lösung“) nicht fruchteten, meldete sich zunächst Urgestein Kader Loth (53) als Opfer auf dem Altar der Reality-Siegprämie für den freiwilligen Ausstieg an. Wurde dann aber vom mitfühlenden Matthias überstimmt. „Nehmt mich, ich werd das hier eh nicht gewinnen.“ Außerdem: „Es gibt ja viele, die das Geld nötiger haben als ich.“ Sprach's, wurde unter Krokodilstränen (Sam: „Matthias ist mir mehr wert als 10.000 Euro!“) gewählt und ging mit abgedunkelten Augen und tränenzittriger Stimme.
Arbeitsverweigerung: Kader Loth trotzt sich ins Aus

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Das traditionell letzte Spiel: Die sechs Kandidaten dürfen die Sala zerlegen, um drei versteckte Final-Tickets zu finden. (Bild: RTLZWEI)

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Verwüstete Sala, zerstörte Seele: Maurice hat kein Ticket gefunden und damit das Finale verpasst. Aus der Traum. (Bild: RTLZWEI)
Eine letzte Nacht später wars dann auch um Kader Loth geschehen. Endlich wieder, muss man sagen. Sie ging beim Strandspiel auf der Suche nach Safety-Tickets wie Cosimo Citiolo und Sarah leer aus. Die Chance auf ein Comeback verbaute sie sich trotzig.

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Im Finale werden die Münzen gezählt. Erst zeigen die Finalisten ihre eigenen, dann verteilen die drei „Unlucky Loser“ Cecilia, Cosimo und Maurice die ihren auf die Finalisten. (Bild: RTLZWEI)
Die drei Loser sollten eine Bewerbung für eine Rückkehr schreiben - über die die vier unten in der Sala entscheiden sollten. Da machte „La Loth“ wieder auf zickende Diva: „Das ist eine Demütigung für mich. Ich bin das Reality-Urgestein. Ich bewerb mich doch nicht bei diesen 20-jährigen Pappnasen.“ Sie bekam umgehend die Quittung. Ihre Bewerbung sei „lieblos“ und „Arbeitsverweigerung“ beschieden die vier „HR-Beauftragten“ der Sala und kegelten Kader hinfort. Was ihr dann auch wieder nicht passte: „Gib Sala-Bewohnern die Macht und sie zeigen ihr wahres Gesicht.“

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Sam Dylan heißt der Sieger von „Kampf der RealityAllstars“ (RTLZWEI): Von seiner Siegprämie gab er den letzten Mitstreitern je 2.000 Euro ab - den hässlichen Pokal hat er hoffentlich vor Ort begraben. (Bild: RTLZWEI)
Und auch wenn hier noch ein bisschen gegrummelt und dort gebibbert wurde, am Ende gingen die Salaisten nicht einander an die Gurgel, sondern zerlegten - es ist guter Brauch - beim „Sala-Run“ auf der Suche nach den Final-Tickets ihre Heimstatt der letzten Wochen. Kate, Sarah und - als Letzter - Sam waren die glücklichen Finder, Cecilia, Cosimo und Maurice blieben enttäuscht zurück.
Wie geht's weiter mit „Kampf der Realitystars“?
Am Ende aber kürten ausgerechnet die drei kurz vor knapp Ausgeschiedenen den Reality-König. Nachdem alle Finalisten ihre im Glibbertümpel-Spiel ergatterten Münzen eingesetzt hatten, verteilten die drei Loser die ihren. Und das - irgendwie passend zur untypischen Final-Harmonie - auf alle drei Kandidaten ziemlich fair. Nach Cecilia und Cosimo schritt Maurice als Letzter und verteilte einmal fünf Münzen (für Sarah) und zweimal vier für Kate und Sam. Und weil Maurice rechnen kann, waren seine letzten Worte an Sam gerichtet: „Herzlichen Glückwunsch, mein Bester, du bist der Sieger.“ Mit 23 Münzen, knapp von Sarah (21) und Kate (20).
So wurde der selbsternannte Löwe Maurice zwar nicht zum König des Reality-Rudels, aber immerhin zum Königsmacher. Aber es brüllte nicht Löwe Maurice, sondern Sam, vor Freude.
Jetzt fragt man sich eigentlich nur noch: Wie will RTLZWEI diese Staffel im nächsten Jahr toppen? Mit „Allstar Vol. 2“? Oder „AllStars vs Sam“? (tsch)
