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Eisiges ProtokollMette-Marits Sohn Marius aus dem Trauerzug ausgeschlossen

Marius Borg Høiby schaut Mette-Marit an.

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Bei der Trauer um König Harald trifft eine eiskalte Regel Mette-Marits Sohn Marius besonders hart. Vom Trauerzug ist er ausgeschlossen.

Bei der Trauer um König Harald trifft eine eiskalte Regel Mette-Marits Sohn Marius besonders hart. Er ist ausgeschlossen.

Die Augen der Welt sind am Mittwoch auf Oslo gerichtet, wenn der Leichnam von König Harald V. in einem würdevollen Zug vom Palast zur Kathedrale eskortiert wird.

Inmitten des Abschiedsschmerzes gibt es jedoch einen bitteren Wermutstropfen, verursacht durch das rigide Zeremoniell: Marius Borg Høiby (29), Königin Mette-Marits erstgeborener Sohn, ist nicht Teil des offiziellen Trauerkonvois.

Der Startschuss für den Trauerzug fällt um 12.00 Uhr beim Königspalast. Der Leichnam des Regenten ruht auf einer Lafette. Ihm folgen zu Fuß nur die direkten Familienangehörigen: König Haakon (53), Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22), Prinz Sverre Magnus (20) und Prinzessin Märtha Louise (54).

Eiserne Regeln: Wer hinter dem Sarg gehen darf

In einem Fahrzeug folgen Königin Sonja und Königin Mette-Marit, während sich dahinter internationale Staatsgäste und Regierungsvertreter einreihen. Aber in der offiziellen Liste sucht man Marius Borg Høiby sowie die drei Töchter der Prinzessin Märtha Louise vergeblich.

Die Ursache liegt in den formellen Vorschriften des Königshofes. Marius ist zwar Teil der königlichen Familie, aber er gilt nicht als offizieller Angehöriger des norwegischen Königshauses und trägt auch keinen Adelstitel. Diese öffentliche Zeremonie auf den Straßen ist einzig und allein den höchsten Repräsentanten der Monarchie und der Erbfolge gestattet.

Der Sarg von König Harald V. wird von Mitgliedern der norwegischen Königsfamilie, König Haakon VIII. (hinten, l-r), Prinz Sverre Magnus, Maud Angelica Behn, (verdeckt), Marius Borg Høiby, Kronprinzessin Ingrid Alexandra (vorne, l-r) und Haakons Schwester Märtha Louise vom Roten Salon in die Schlosskapelle überführt.

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Der Sarg von König Harald V. wird von Mitgliedern der norwegischen Königsfamilie, König Haakon VIII. (hinten, l-r), Prinz Sverre Magnus, Maud Angelica Behn, (verdeckt), Marius Borg Høiby, Kronprinzessin Ingrid Alexandra (vorne, l-r) und Haakons Schwester Märtha Louise vom Roten Salon in die Schlosskapelle überführt. (Archivbild)

Knallhart-Detail: Marius' Teilnahme hing am seidenen Faden

Dabei sah seine Rolle im familiären Rahmen noch komplett anders aus. Als der Sarg am 31. August intern aus dem Roten Salon in die Kapelle des Schlosses gebracht wurde, war der 29-Jährige mittendrin. Auf offiziellen Fotos ist er sogar als einer der Träger des Sarges zu sehen, direkt neben Haakon und den Enkelkindern des Königs.

Marit Tjessem (hinten l-r), Mutter der heutigen Königin von Norwegen, die damalige Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen, der damalige Kronprinz Haakon von Norwegen, Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, Marius Borg Høiby, Sohn der Kronprinzessin, König Harald V. (vorne l-r), die heutige Kronprinzessin Ingrid Alexandra und Königin Sonja posieren gemeinsam für ein Gruppenfoto anlässlich des Geburtstages von Prinzessin Ingrid Alexandra.

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Marit Tjessem (hinten l-r), Mutter der heutigen Königin von Norwegen, die damalige Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen, der damalige Kronprinz Haakon von Norwegen, Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, Marius Borg Høiby, Sohn der Kronprinzessin, König Harald V. (vorne l-r), die heutige Kronprinzessin Ingrid Alexandra und Königin Sonja posieren gemeinsam für ein Gruppenfoto anlässlich des Geburtstages von Prinzessin Ingrid Alexandra. (Archivbild)

Seine Teilnahme an den Trauerakten war jedoch bis zum Schluss unsicher. Dahinter steckt ein juristisches Problem: Borg Høiby verbüßt eine vierjährige Haftstrafe und trägt auf dem Familienanwesen Skaugum eine elektronische Fußfessel. Üblicherweise ist es ihm untersagt, das Gut zu verlassen, weswegen für seine Anwesenheit bei der Beerdigung eine spezielle Erlaubnis erforderlich war.

Die Staatsanwaltschaft hat, wie die Zeitung „VG“ berichtet, eine zeitlich limitierte Freigabe erteilt. Dadurch wurde es Marius Borg Høiby ermöglicht, sich von König Harald zu verabschieden. (red)

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