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„Ein Sieg für uns“Israel feiert zweiten Platz beim ESC nach Boykott-Aufrufen

70. Eurovision Song Contest - Finale ESC 2026

Copyright: Georg Hochmuth/APA/dpa

Der israelische Kandidat Noam Bettan während des Finales des 70. Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Stadthalle.

Trotz Buhrufen: Israels ESC-Star feiert Platz 2 wie Sieg.

Triumph trotz Buhrufen: Israels ESC-Star feiert Platz 2 wie einen Sieg

Was für eine Heimkehr für Israels ESC-Star Noam Bettan! Am Sonntag landete er am Flughafen bei Tel Aviv und zeigte sich einfach nur happy über seinen zweiten Platz beim Eurovision Song Contest in Wien.

Gegenüber der Presse fand er klare Worte: „Ich weiß, wie schwierig es war, in diesem Jahr am ESC teilzunehmen und wie viele Herausforderungen damit verbunden waren, aber es ist passiert – und es ist auf die bestmögliche Weise passiert, die ich mir hätte wünschen können“.

Politischer Druck und Boykott-Welle

Der Wettbewerb stand unter keinem guten Stern. Fünf Länder blieben dem ESC fern: Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island. Ihre Begründung: Protest gegen das militärische Handeln Israels im Gazastreifen. Ausgelöst wurde der Gaza-Krieg durch ein Massaker von der islamistischen Hamas und weiteren Terrorgruppen in Israel am 7. Oktober 2023.

Die Stimmung war zum Zerreißen gespannt. Während Noam Bettan auf der Bühne stand, kam es glücklicherweise zu keinen Störungen. Doch als die Punkte für seinen dreisprachigen Titel „Michelle“ vergeben wurden, gab es laute Buhrufe. Auch beim Public Viewing vor dem Burgtheater in Wien war die Atmosphäre aufgeheizt. Die Polizei nahm in der Nähe der Halle 14 pro-palästinensische Demonstrierende fest. Ein Grund war der Verstoß gegen das Vermummungsverbot.

Publikumsvoting sorgt für die Sensation

Dann die Wende! Israel erhielt eine riesige Anzahl an Stimmen aus dem Televoting. Die Jurys hatten das Land nur auf Rang acht gesehen. Doch die Zuschauer katapultierten Noam Bettan auf den zweiten Platz der Gesamtwertung. Für einen Moment war sogar der Sieg zum Greifen nah.

Ein Mitglied des israelischen Teams fasste die Lage gegenüber dem Nachrichtenportal „ynet“ zusammen. Seine Worte zeigen den irren Druck: „Hätten wir gewonnen, hätte das den ESC gesprengt. Der zweite Platz ist ein Sieg für uns.“

Klare Worte aus Deutschland

Auch Volker Beck, der als Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft fungiert, fand deutliche Worte. Er würdigte Bettans Erfolg als „deutliches Signal an all jene, die Israel von der ESC-Bühne drängen wollten“. Beck erklärte weiter: „Nach massiven Boykottkampagnen, dem Rückzug mehrerer Länder und antiisraelischer Hetze rund um Israels Teilnahme haben europäische Jurys und Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer gezeigt: Israel gehört zum ESC.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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