Abo

Es gibt heftige KritikBahn stoppt Spots mit Anke Engelke

Anke Engelke spielt die Hauptrolle in ulkigen Bahn-Werbespots.

Anke Engelke spielt die Hauptrolle in ulkigen Bahn-Werbespots.

Die Deutsche Bahn stoppt ihre Werbespots mit Anke Engelke. Es gibt viel Kritik an dem Unternehmen.

Aus und vorbei! Für die Miniserie „Boah, Bahn“ mit der Komikerin Anke Engelke ist jetzt Feierabend.

Die Deutsche Bahn hat die Kooperation beendet. Der Grund: die gigantischen Ausgaben. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge sollen die sich auf unglaubliche sieben Millionen Euro belaufen.

„So viele Millionen Euro für lustige Werbeclips“

Aus der Politik kommt heftiger Gegenwind. Für Sebastian Fiedler, den innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, ist das Ganze ein handfester Skandal, wie er der „Bild am Sonntag“ sagte. Dass der Bahn-Vorstand „so viele Millionen Euro für lustige Werbeclips“ ausgibt, ist für ihn unfassbar.

Fiedlers klare Ansage: „Für dieses Geld hätten mindestens 100 zusätzliche Sicherheitskräfte ein Jahr lang bezahlt werden können“. Er machte auch deutlich, dass die Angelegenheit Konsequenzen im Bundestags-Ausschuss für Inneres und Verkehr nach sich ziehen wird. 

Engelke spielt in der Web-Produktion, die seit Oktober 2025 lief, die Zugchefin Tina. Mit viel Humor meistert sie die typischen Bahn-Pannen, seien es nun Verspätungen oder streikende Kaffeemaschinen. Die Episoden dauerten drei bis vier Minuten und wurden auf den Social-Media-Plattformen des Unternehmens geteilt.

„Humorvolle Liebeserklärung an die Mitarbeitenden“?

Richtig Zoff gibt es auch von der Bahngewerkschaft EVG. Ihr Chef, Martin Burkert, stellte laut „Bild am Sonntag“ angesichts der Ausgaben die provokante Frage, „ob nicht die Sanierung aller Pausenräume oder eine flächendeckende Ausstattung mit Bodycams die bessere Liebeserklärung gewesen wäre“. Dabei hatte Michael Peterson, der bei der DB für den Personenfernverkehr zuständige Vorstand, die Serie bei ihrem Start noch als eine „humorvolle Liebeserklärung an die Mitarbeitenden“ gefeiert.

Hinter der heftigen Kritik steckt ein zutiefst ernster und trauriger Anlass. Vor Kurzem ist ein Zugbegleiter gestorben, nachdem er bei der Ticketkontrolle von einem Schwarzfahrer brutal attackiert und schwer verletzt wurde. Die EVG warnt schon lange vor immer mehr Angriffen und verlangt, dass die Angestellten besser geschützt werden. Dieser tragische Fall hat die Diskussion über mehr Sicherheit wieder voll entfacht.

Und was sagt die Deutsche Bahn? Die mauert bei den exakten Summen und verweist auf ihre Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Es wurde nur mitgeteilt, dass der finanzielle Aufwand im normalen Bereich für die Branche liege. Davon losgelöst steht aber fest: 2026 wird die Serie nicht weitergehen. Als Grund wird genannt: „Eine Fortsetzung der Kampagne passt nicht in die Zeit“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Einer der besten Filme aller Zeiten: Vor 50 Jahren feierte „Taxi Driver“ mit Robert De Niro in der Hauptrolle seine Premiere. (Bild: ARTE / © 1976 (renewed 2004) Columbia Pictures Industries)

Darum kassierte ein Oscar-Preisträger für diesen Klassiker ein Mini-Honorar