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Tödlicher Angriff im ZugGewerkschafts-Boss schlägt nach Tod von Serkan C. (36) Alarm

Martin Burkert schaut mit leichtem Lächeln.

Ein Fahrschein-Check mit Todesfolge. Jetzt verlangt die Gewerkschaft der Bahn-Mitarbeiter Taten.

Die Bestürzung ist gewaltig, weil eine Routine-Fahrkartenprüfung in einem Nahverkehrszug in Rheinland-Pfalz komplett aus dem Ruder lief. Infolge eines brutalen Angriffs verlor der 36 Jahre alte Zugbegleiter Serkan C. sein Leben. Das Entsetzen bei den Verantwortlichen von Bahn und Politik ist groß. Wie war eine solche Katastrophe möglich und welche Schritte müssen jetzt folgen?

Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, wählt unmissverständliche Worte und nennt es eine „klaren Zäsur“. Völlig schuldlos sei Serkan C. gewesen, der auf furchtbare Art bei seiner Arbeit getötet wurde. Eine Familie mit zwei Kindern bleibt nun ohne ihn zurück. Für Burkert ist diese Tat ein beispielloser Akt. Das berichtet „t-online“.

Rettungskräfte melden bereits seit einiger Zeit eine wachsende Gewaltbereitschaft. Auch das Personal der Bahn macht vergleichbare Erfahrungen, wie Burkert bekräftigt. „Die Sicherheit unserer Beschäftigten ist schon seit Langem nicht mehr voll gegeben“, zitiert man den Gewerkschaftsboss. Dies untermauern alarmierende Umfrageergebnisse: Demzufolge sind 82 Prozent der Mitarbeiter bereits Opfer von verbalen Attacken oder körperlicher Gewalt geworden. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Körperverletzungen sogar verdoppelt.

Im Kollegium herrscht nach der tödlichen Attacke eine tiefe Verunsicherung. Deshalb verlangt Burkert: „Jetzt muss gehandelt werden. Sicherheit ist nicht verhandelbar.“ Schon simple Dinge wie eine verbesserte Ausleuchtung von Parkplätzen könnten helfen, das Gefühl von Sicherheit zu erhöhen. Als besonders entscheidend gilt jedoch die passende Ausrüstung. Die EVG fordert, dass das Tragen von Bodycams nicht mehr auf Freiwilligkeit beruht, sondern überall zur Pflicht wird.

Es ist bekannt, dass eine Kamera dieser Art abschreckend wirken kann. Aber auch bei der personellen Besetzung gibt es dringenden Handlungsbedarf. In dem Regionalzug war Serkan C. als einziger Zugbegleiter unterwegs – was im Nahverkehr üblich ist. Dies ist für die Gewerkschaft ein zentraler Aspekt. Burkert führt an, dass 97 Prozent der Mitglieder sich mit einem Partner an Bord sicherer fühlen würden.

Arbeitet man im Team in einem Zug, sind die Reaktionsmöglichkeiten auf eine Attacke völlig anders. Burkert ist sich sicher: „Und diese Situation hätte dann anders ausgehen können.“ Er nimmt insbesondere die Bundesländer in die Verantwortung, weil sie bei den Verkehrsunternehmen die Dienste ordern und die Anzahl der Mitarbeiter häufig vom Budget abhängt. Nach so einer Tat könne keiner mehr die Augen verschließen.

Zusätzlich sei die Bundespolitik gefordert. Es gibt Pläne der Bundesregierung, härtere Strafen für Attacken gegen Polizei und Rettungsdienste einzuführen. Das Personal der Bahn wird in dem Gesetzesentwurf aber nicht erwähnt. Die Gewerkschaft verlangt klipp und klar, dass Übergriffe auf Bahn-Angestellte mit der gleichen Härte geahndet werden wie Attacken auf Polizeibeamte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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