Alles neu macht Staffel 13 von „The Masked Singer“? Nicht alles, aber vieles. Die Neuerungen wurden in den sozialen Medien durchaus kontrovers diskutiert. Auch in der Ratecrew.
„Ein bisschen fies“BossHoss-Sänger teilt Fankritik an neuem „Masked Singer“-Konzept

Copyright: Joyn/Willi Weber
Sie singen und tanzen wieder, aber ein bisschen anders. In der ersten Show von „The Masked Singer“ (ProSieben) traten Prof. Dr. Dr Schweinstein, Momo, Bubble und Emily Wau (von links) auf. Für zwei von ihnen war der „Maskenball“ gleich wieder beendet. (Bild: Joyn/Willi Weber)

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Schwere Aufgabe: Die Ratecrew mit Chris Tall (von links), Verona Pooth und den Rategästen Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss musste die Promis unter den Masken erkennen - und lag wie so oft daneben. (Bild: Joyn/Willi Weber)
„Schon ein Jammer und so schade und auch ein bisschen fies, das Showkonzept so umzustellen, dass du so schnell die Show verlassen musst.“ The BossHoss-Sänger Alec Völkel bedauerte den Abschied des ersten Stars, der die 13. Staffel von „The Masked Singer“ (ProSieben) nach gerade mal 75 Minuten verlassen musste - und kritisierte auch das runderneuerte Konzept des Maskenballs der Promis. Damit war er nicht alleine.
„Das wird groß. Das ist toll, du warst wunderbar.“ Moderator Matthias Opdenhövel (56) redet auch in der neuen Staffel hauptsächlich in Superlativen. Er ist nicht nur hauptamtlicher Verbal-Claqueur, sondern als Moderator eine der Konstanten der Show, die nach einer Kreativpause und mit zahlreichen Neuerungen zurückkehrte. Mehr Masken, 16 statt zuvor meistens 10. Logischerweise mehr Demaskierungen und mehr Auftritte.

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„Es hat so viel Spaß gemacht“: Profitänzerin Isabel Edvardsson wurde als erster Promi enttarnt und musste ihre Maske als Emily Wau lüften. (Bild: Joyn/Willi Weber)
Aber auch: neuer Sendeplatz (Mittwoch statt Samstag), nichts mehr live, sondern aufgezeichnet. Was auch bedeutet: Die Masse der Fans kann nicht mehr über die Joyn-App entscheiden, wer ausscheiden muss. Das erledigen jetzt die Ratecrew im Studio und das Saalpublikum. Hart sind die Entscheidungen trotzdem immer noch, denn die Masken sind nach wie vor echte Hingucker (trotz des Aus für Gewandmeisterin Alexandra Brandner, das im Vorfeld hohe Wellen schlug) und die Leistungen der Promis in den Kostümen auch weiterhin großartig und voller Esprit und Leidenschaft.
Fans kritisieren neuen Sendetag

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Auch Bubble verpasste das Halbfinale. Im Kostüm der wandelnden Luftblasenfolie steckte Schlagerstar Ben Zucker. (Bild: Joyn/Willi Weber)
Als erste erwischte es die stylische Hundedame Emily Wau. Die performte „Material Girl“ (Madonna). Es blieb bei diesem einen Auftritt. Danach wurde sie rausgewählt - und als „Let's Dance“-Startänzerin Isabel Edvardsson (44) enttarnt. Gut, das hätte ihr auch beim alten Konzept passieren können. Einer oder eine muss nun mal der erste Ausscheider sein. Neu war, dass in der ersten Show - einem Quadrell zwischen vier Masken - auch gleich ein zweiter Kandidat die Maske fallen und gehen musste: Bubble, die wandelnde Luftblasenfolie, wurde aussortiert und damit Schlagerstar Ben Zucker (43).

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Konstante: Matthias Opdenhövel moderiert auch die 13. Staffel von „The Masked Singer“. (Bild: Joyn/Willi Weber)
Schlechte Nachrichten für Edvardsson und Zucker. Gleichzeitig aber good News für Fuchsmottenfalter Momo und Prof. Dr. Dr. Schweinstein, die in die nächste Runde und somit gleich ins Halbfinale gevotet wurden. Das Halbfinale dauert noch ein bisschen, es ist Show 5. Die nächsten drei Mittwoche werden weitere zwölf Masken präsentiert, von denen allmittwöchlich je zwei ausscheiden. Die emotionale Bindung an die Masken dürfte den Fans somit schwerer fallen.
„Leider nicht mehr live, sorry ich bin raus“, brachte ein Fan schon vor der Sendung auf dem offiziellen Instagram-Account der Show einen Hauptkritikpunkt zur Sprache. Die Shows wurden vorab - seit Ende August - in Köln-Ossendorf aufgezeichnet. Die Ansetzung auf Mittwoch (statt Samstag) wurde ebenso kritisiert: „Meine Tochter fragt mich schon die ganze Zeit, wann 'Masked Singer' endlich wieder kommt. Nun ja, kann sie dann leider nicht anschauen“, meinte ein Fan, ein anderer: „Sorry, ich bin raus. Nicht mehr live, nicht familienfreundlich, weil am nächsten Tag Schule ist und Arbeit.“

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„Ein bisschen fies.“ Alec Völkel (rechts) kritisierte das neue Showkonzept - und mit ihm viele Fans. (Bild: Joyn/Willi Weber)
Ebenso Dauerthema: die durch Werbung geblähte Sendung. „Super: Vier Masken pro Show, die über drei Stunden geht“ und „Wird wohl wieder Dauerwerbesendung“, hieß es auf Instagram. Immerhin: die Künstler-Auftritte (7) gewannen gegen die Werbepausen (6 und ein Short-Spot). Nach der Anzahl. Bei der Gesamtdauer lagen die „kurzen Unterbrechungen“ kulminiert vorn. Wasser auf die Mühle eines Werbekritikers auf Instagram: „Das bisschen 'Masked Singer' störte zwischen der Werbung.“
„So schade“: Zum Auftakt scheiden gleich zwei Superstars aus
„Hoffentlich sind dieses Mal mehr dabei, die ich kenne.“ Die Sorge eines Fans dürfte genommen sein. Mit Isabel Edvardsson und Ben Zucker wurden absolute Publikumsmagneten und Superstars ihres Genres enttarnt. So sehr sich trotz aller Änderungen viele Fans gefreut hatten, so sehr wurde das Ausscheiden der ersten beiden Super-Promis betrauert. „Darauf wäre ich ja nie gekommen, super gemacht“ wurde Edvaldsson auf Instagram gelobt.
Ein Facebook-Kommentar schloss sich an und goutierte vor allem, wie die Profitänzerin falsche Fährten legte, indem sie sich fast arhythmisch bewegte: „Schade, ich mag Isabel. Tanzen hätte sie entlarvt.“ Großes Klagen gab es auch, als Ben Zucker gehen musste. So wie Edvardsson ihr Tanztalent kaschierte, verstellte der Schlagerstar sein Markenzeichen, die rauchige Stimme. Er falsettierte vielmehr, rappte sogar, performte gegen sein bekanntes Image. Tat alles ganz im Sinne der Maskerade. Und schied aus. Da waren seine Fans unglücklich. „Toller Auftritt. Schade, dass es schon vorbei ist.“ (tsch)
