Im Remake des Abenteuerklassikers „Jumanji“ tauschen Teenager ihre Körper mit Jack Black und Dwayne „The Rock“ Johnson, was ungeahnte Folgen hat - und sehr witzig ist.
Die Kinder im ManneHöchst unterhaltsames Remake eines 90er-Jahre-Klassikers läuft heute im Free-TV

Copyright: RTL / 2017 Columbia Pictures Industries, Inc.
Die Sache mit dem Riesennilpferd im Hintergrund ist für Bethany nicht ganz so schlimm wie die Tatsache, dass sie im Körper eines übergewichtigen alten Mannes (Jack Black) steckt. (Bild: RTL / 2017 Columbia Pictures Industries, Inc.)

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Eigentlich wollten sie nur eine Runde zocken, dann aber findet sich eine Handvoll Teenager nicht nur in einer Spielewelt wieder, sondern auch in den Körpern komischer Erwachsener (von links: Kevin Hart, Dwayne Johnson, Karen Gillan, Jack Black). (Bild: RTL / 2017 Columbia Pictures Industries, Inc.)
Der Dschungel ist immer noch gefährlich, aber nicht mehr so bedrohlich: „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ (Donnerstag, 21. Mai, 20.15 Uhr, VOX) hat das düstere Original aus dem Jahr 1995 mit viel Mut zur Heiterkeit aufgepeppt. Wenn ein halbes Teenager-Hähnchen den Körper von Dwayne „The Rock“ Johnson zur Verfügung hat und eine Highschool-Diva in dem von Jack Black steckt, dann kann das ja auch gar nichts anderes werden als allerbeste Unterhaltung.
Zum einen stimmt hier die Chemie, die Darsteller sprühen förmlich vor Lust: Dwayne Johnson, Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillan spielen das Gegenteil von dem, was sie im Spiegel sehen. Sie nehmen sich genüsslich selbst und gegenseitig auf die Schippe. Ein heißes It-Girl im Körper von Jack Black? Magisch! Ein verhuschter Teenager-Schlaks mit den Muckis von The Rock? Umwerfend komisch!

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Aus Mauerblümchen Martha wird in Jumanji eine kampferprobte Amazone (Karen Gillan). (Bild: RTL / 2017 Columbia Pictures Industries, Inc.)
Zum anderen nahmen sich das Drehbuchteam um Chris McKenna und Erik Sommers die Freiheit, den Hut vor dem Original zu ziehen und aus dem Remake trotzdem einen eigenständigen Film zu machen. „Jumanji - Willkommen im Dschungel“ ist nostalgisch, aber eben nicht anachronistisch. Das fängt schon in einer der ersten Szenen an, in der sich ein Brettspiel kurzerhand selbst in ein Konsolen-Game verwandelt. Wer Teenager abholen will, muss mit der Zeit gehen.
Aus Menschen werden Avatare

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Im Dschungel lauern viele Gefahren auf Ruby Roundhouse (Karen Gillan), Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson) und Professor Shelly Oberon (Jack Black, rechts). (Bild: RTL / 2017 Columbia Pictures Industries, Inc.)
20 Jahre später finden vier Teenager, die unterschiedlicher nicht sein können, die mittlerweile verstaubte Konsole. Sie werden zu ihren eigenen Avataren und landen in Jumanji, das mit verschiedenen Leveln aufgebaut ist wie ein Action-Adventure. Nur dass sie eben nicht mehr aussehen wie Teenager, sondern erwachsen sind und über Fähigkeiten verfügen, wie sie Computerspielfiguren nun mal so haben: Sie sind unglaublich schnell, unglaublich stark, unglaublich klug.

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Im Körper von Dwayne Johnson wird auch ein schüchterner Teenager-Hänfling zum Helden. (Bild: RTL / 2017 Columbia Pictures Industries, Inc.)
Klar ist die Story dünn: Die Kindsköpfe im Manne (und in der Frau) begeben sich auf Schnitzeljagd durch einen gefahrvollen Dschungel. Fiese Gauner (Bobby Cannavale) hier, mörderische Tiere dort, dazu tiefe Abgründe und giftige Kuchen - um wieder nach Hause zu können, muss das Quartett knifflige Aufgaben lösen, vor allem aber sich selbst finden. Vertrauen in die eigenen Stärken zu gewinnen, ist glücklicherweise etwas einfacher, wenn man zumindest für die Dauer eines Spiels über die eine oder andere Superfähigkeit verfügt.
Regisseur Jake Kasdan inszenierte die Neuauflage als gutgelaunte Körpertausch- und Abenteuerkomödie mit allerlei Gimmicks für Gaming-Fans, hübschen und maßvoll eingesetzten CGI-Actionszenen und einem Ehrensalut für Robin Williams, der vor 28 Jahren im Dschungel Jumanjis verschollen war. Eine ähnliche Rolle spielt der ehemalige Teenie-Star Nick Jonas (Jonas Brothers), der als Pilot mit Flugangst die Luftbrücke nach Hause baut.
Nach dem großen Erfolg der Neuauflage folgte im Dezember 2019 die nicht weniger charmant geratene Fortsetzung „Jumanji: The Next Level“. Der dritte Teil der Reihe ist bereits abgedreht und soll im Dezember 2026 in die Kinos kommen. (tsch)
