Als 20-Jährige ließ sich Paola Maria Ingoglia die Brüste vergrößern. Weil es dabei zu Komplikationen kam, wurde eines der beiden Implantate wieder entfernt. In der ARD-Dokureihe „Bin ich schön?“ spricht die Influencerin nun über die belastende Zeit nach dem Eingriff.
Ex-„Let's Dance“-StarKölnerin musste nach Pfusch-OP mit nur einer Brust leben

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Eine Beauty-OP wurde für Influencerin Paola Maria Ingoglia zur psychischen Belastung. (Bild: 2025 Getty Images/Ben Kriemann)
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2013 veröffentlichte Paola Maria Ingoglia ihr erstes YouTube-Video. Inzwischen folgen der 32-Jährigen allein auf Instagram mehr als fünf Millionen Menschen.
Dass das Leben in der Öffentlichkeit auch Schattenseiten hat, macht die Influencerin nun jedoch in der ARD-Dokureihe „Bin ich schön?“ deutlich. Darin spricht Ingoglia darüber, wie sie nach einer Beauty-OP ein halbes Jahr lang mit nur einer Brust leben musste. Zu dem folgenschweren Eingriff hatten sie demnach abfällige Online-Kommentare veranlasst.
Paola Maria fühlte sich, als lebe sie „eine große Lüge“
„Dieser Gedanke fing für mich an, als ich damals mit meinen ganzen Beauty- und Comedy-Videos gestartet hab und ich dann immer wieder lesen musste, dass ich nicht weiblich bin“, erinnert sich die zweifache Mutter. Damals beschloss sie, sich einer Brust-Operation zu unterziehen. Zunächst sei diese reibungslos verlaufen. „Aber dann nach so zwei, drei Wochen habe ich einen Hückel an der Narbe gespürt - und so hat das Ganze angefangen“, erzählt Ingoglia.
Die damals 20-Jährige sei eines Morgens aufgewacht und habe festgestellt, dass ihr gesamtes Oberteil „komplett blutig und nass“ sei. „Ich bin dann zum Spiegel gerannt, habe mein T-Shirt ausgezogen und gesehen, dass das alles offen war.“ Ingoglia gesteht: „Ich konnte mich die ganze Zeit nicht bewegen. Ich stand da einfach, habe in den Spiegel geguckt, habe geweint, weil ich nicht wusste, was gerade passiert mit meinem Körper.“
Als sie am nächsten Tag ihren Arzt aufgesucht habe, sei dieser „stinksauer“ gewesen, weil sie sich nicht umgehend an ihn gewendet habe: „So was ist gefährlich und wir müssen jetzt noch mal operieren“, habe der Chirurg ihr damals mitgeteilt. Die ehemalige „Let's Dance“-Kandidatin erinnert sich an den „schlimmsten Moment“ nach dem erneuten Eingriff: „Ich bin wach geworden, habe so runter geschielt und habe gesehen: Da fehlt etwas.“
Kurze Zeit später habe der Arzt ihr mitgeteilt, dass eines der beiden Implantate vorübergehend entfernt werden musste. „Und dann stand ich da mit einer normalen Brust und einer offenen“, erzählt der Social-Media-Star. „Ich hatte so viel Scham, weil ich mir dachte: Wie sieht das Ganze aus gerade? Ich wollte doch so gerne hübsch sein und jetzt bin ich voll weit entfernt davon.“
Paola Maria: „Das Leben musste ja weitergehen“
Beschäftigt habe sie dabei vor allem die Frage, wie sie die Asymmetrie verbergen könne. Das Versteckspiel sei ihr gelungen: „Das wussten halt wirklich nicht viele Leute. Und das Leben musste ja weitergehen - ich war ja schon in Social Media, ich habe die ganze Zeit Videos gemacht und Fotos gepostet.“ Für die gebürtige Italienerin habe es sich „angefühlt, als ob ich eine große Lüge gerade lebe“.
Ein halbes Jahr später sei ihr das Implantat wie geplant wieder eingesetzt worden. Inzwischen blickt Paola Maria Ingoglia anders auf die Operation: „Wenn ich mit meinem Kopf noch mal in mein 20-jähriges Ich gehen könnte, würde ich es nicht machen“, erklärt sie - zumindest „nicht so überstürzt“.
Neue Folgen der Dokureihe „Bin ich schön?“ gibt es ab Montag, 18. Mai, in der ARD Mediathek zu sehen. (tsch)

